Ich finde ganz ehrlich, dass Faye Dunaway an dem Malheur auch eine Teilschuld trägt. Warren Beatty schaut sie halt fragend an und sie flüsterte ihm noch zu "nun mach es nicht so spannend" (sinngemäß). Wenn da Emma Stone anstatt der Produzenten auf dem Zettel steht, dann muss das Beide stutzig machen.
Ansonsten fand ich Kimmels Moderation ganz in Ordnung, würde ihn zu den besseren Hosts der vergangenen Jahre zählen. Sicher war der Humor ein wenig einseitig und bekannt (viel Matt Damon, Mean Tweets & man hatte das Gefühl, dass Kimmel Filme nicht wirklich wirklich mag), aber da hat man schon Schlimmeres gesehen. Mir gefiel vor allem der Spruch gegen Mel Gibson im Eröffnungsmonolog. Solchen Biss wünsche ich mir öfter von den Oscars, die sind leider immer noch zu zahm und steif. Die fehlende Lockerheit ist immer noch Grund warum die Globes unterhaltsamer sind. Wenn der Moment mit der Reisegruppe nicht gestaged war, dann war es großartiger Moment.
Ansonsten überraschend wenig Politik in den Dankesreden und bis auf das Finale zu wenig Überraschungen bei den Preisträgern. Die politisch-motivierten Nominierungen sind zwar nicht zu übersehen, jedoch hat das keinen Einfluss auf die Hauptkategorien gehabt. Viola Davis, Mahaershala Ali und die Auszeichnungen von
Moonlight sind auch wirklich gerechtfertigt und sind mMn auch objektiv gesehen die Besten gewesen (auch wenn bester Film sicher ein enges Ding ist).
The Salesman ist da schon schwieriger.
Ansonsten hatte ich aber wieder Spaß an den Oscars. Das ganze Vorab und die Vorfreude ist da aber fast schon interessanter als die letztendliche Verleihung.