Habe Okja mittlerweile auch gesehen.
Die Beziehung zwischen Mija und Okja wird wirklich realistisch dargestellt und ihr Kampf um Okja sowie das Zusammenspiel mit der Tierschutzorganisation fand ich großartig. Gerade Paul Dano und Lily Collins (wobei sie leider zu wenig Screentime hatte) haben eine tolle Performance abgeliefert.
Der Film bringt einen wirklich zum Nachdenken, was Fleischkonsum betrifft - das muss man jedoch für sich selbst entscheiden. Damit passt er voll in die heutige Zeit, wenn man sich die Bio-Trends und die Trends zur gesünderen Ernährung ansieht. Durch die Tier-Mensch-Beziehung zwischen Mija und Okja wird diese Thematik noch intensiviert, und diese Beziehung hat tatsächlich etwas von Studio Ghibli Filmen.
Die Kritik an der Massentierhaltung, Genmanipulation und Übermacht von Großunternehmen/-Konzernen wird in dem Film ebenso deutlich und in keiner Weise positiv dargestellt.
Geschickt integriert wurde auch das leicht komödienhafte Element im Film, nicht zuletzt durch Jake Gyllenhall, wobei sich seine Rolle noch im Rahmen hielt, wenn auch stark an der Grenze, ohne nervig zu wirken. Tilda Swinton, so wandlungsfähig wie eh und je, auch perfekt in ihrer Rolle als geldgieriger Oberboss der Mirando Corp.
SPOILER! Inhalt einblenden
in Sachen Geldgier nur noch getoppt von ihrer Filmschwester
Insgesamt sehr schöner Film!
9/10
P.S. Der Begriff "Monsterfilm" hat im Zusammenhang mit Okja gar nichts zu suchen - einer älteren Quelle zufolge hätte es wohl ein "Monsterfilm" werden/sein können.