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Everly (2014)

Gestartet: 23 Juli 2015 19:41 - 2 Antworten

#1
Geschrieben: 23 Juli 2015 19:41

ronny2097

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Die meisten werden Regisseur Joe Lynch vermutlich aus der Musikvideo-Szene kennen, in der sich der gebürtige Amerikaner einen Namen gemacht hat. Neben einigen Kurzfilmen sammelte er seine ersten richtigen Erfahrungen mit Titeln wie Wrong Turn 2: Dead End (2007) und zuletzt Knights of Badassdom (2012), die allesamt ganz passabel waren. Mit seinem neusten Werk namens Everly, das eine überragende Salma Hayek in der Hauptrolle als knallharte Killerin zeigt, dürfte er aber nun gänzlich in der oberen Liga der Hollywood-Regisseure angekommen sein. Seit dem 29. Mai ist der Actionstreifen bereits im Handel erhältlich, wir haben der ungekürzten Blu-ray-Fassung auf den HD-Zahn gefühlt und verraten hier nun, weshalb man den Titel keinesfalls verpassen sollte.

Story:

Die junge Mutter und FBI-Agentin Everly (S. Hayek) ermittelt verdeckt seit mehreren Jahren als Prostituierte gegen ein hohes Tier der japanischen Yakuza. Doch als Everlys Zuhälter und hochrangiger Yakuza-Boss Taiko (H. Watanabe) herausfindet, wer sie wirklich ist, wird ihre luxuriöse Unterkunft zur tödlichen Falle. Nachdem Everly in ihrer Wohnung viele von Taikos Gefolgsleuten kaltblütig erschossen hat, setzt dieser ein hohes Kopfgeld auf sie aus. Schon bald steht eine schwer bewaffnete Armada von Profikillern vor ihrer Tür und auch die korrupten Cops sowie die anderen hausansässigen Prostituierten klopfen unfreundlich an, schließlich wollen alle das ausgesetzte Kopfgeld für sich kassieren. Gefangen in ihrer Wohnung, muss sich die unbedarfte Everly mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln wehren und kennt dabei keine Gnade.

Zugegeben, die Handlung von Everly ist dünn und bietet weder tiefgründige Dialoge noch abwechslungsreiche Schauplätze. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn der neuste Film von Joe Lynch macht dies mit der rasant choreografierten Action und einer Salma Hayek in Bestform locker wieder wett. Zudem ist es Lynch gelungen, die gesamte Action auf einen einzigen Schauplatz zu begrenzen, nämlich Everlys Apartment. Wenn Everly ihre Wohnung verlässt, dann eigentlich nur bis zum Flur und auch bloß, weil sie gerade die anstürmenden Profikiller daran hindern will, ihre Wohnung zu betreten. Dabei geht sie ungemein kreativ und tough vor, sei es nun die Granate im Fahrstuhl oder mittels des Hol-das-Stöckchen-Tricks, mit welchem sie sich einen fiesen Köter vom Leib hält. Abgesehen von Salma Hayek, ihrer Film-Mutter Edith (L. Cepeda) sowie ihrer Tochter Maisey (A. Ayamah), sind die übrigen Protagonisten im wahrsten Sinne des Wortes nur Kanonenfutter und tragen ansonsten nichts Nennenswertes zum Film bei. Selbst Yakuza-Oberbösewicht Taiko bleibt zu jeder Zeit blass, wohingegen zumindest der Sadist (T. Igawa) mit seinen vier maskierten und wortlosen Gehilfen, regelrecht zu begeistern weiß. Wenn dieser sein Schminkköfferchen mit todbringenden Säuren auspackt und ganz genüsslich beginnt, die unbedarfte Everly zu foltern, geht einem das schon sehr nahe – nicht zuletzt auch wegen der verzweifelnden Schreie der hübschen Hauptdarstellerin.

Kurzum: Inhaltlich schwach, allerdings handwerklich erstklassig inszeniert und mit brachialer Non-Stop-Action angereichert.

Bildqualität:

Der Transfer liegt im Seitenverhältnis von 2.40:1 vor und bietet auch eine ganz passable Bildqualität. Allerdings fällt auf, dass der Transfer in vielen Szenen keine durchweg knackscharfe Schärfe erreicht, was umso ärgerlicher ist, wenn man hingegen bei den meisten Gesichts-Nahaufnahmen jedes noch so feine Haar und selbst die Hautporen der Darsteller mühelos erkennen kann. Eine ansprechende Tiefenwirkung vermittelt das Bild leider auch nicht, dafür stimmen aber die Farben und auch das Kontrastverhältnis. Etwas problematisch wird es manchmal in dunkleren Bildbereichen, in denen dann sogar einige Details verloren gehen. Ein annehmbarer jedoch keinesfalls überragender Transfer, der auch nur knapp den siebten Punkt erreicht hat.

Tonqualität:

Die Schwächen bei der Bildqualität werden von den beiden enthaltenen Tonspuren, die auf Deutsch und Englisch jeweils in DTS-HD Master Audio 5.1 vorliegen, locker wieder wettgemacht. Beide Tracks klingen sehr voluminös, bieten eine exzellente Dialogverständlichkeit und sind zudem sehr räumlich abgemischt worden. Wenn hier rumgeballert wird, hört man die Kugeln in allen Ecken des heimischen Wohnzimmers zischen und wenn schwerere Geschütze als Pistolen, Pump-Guns oder Maschinengewehre aufgefahren werden, leistet der Tieftonkanal regelrecht Schwerstarbeit. Ein wahrlich starker Sound, der nur knapp die Höchstwertung verfehlt.

Ausstattung:
  • Vortrailer zu 'Sin City 2: A Dame to kill for' (2:18 min.)

  • Vortrailer zu 'Kundo: Packt der Gesetzlosen' (1:55 min.)

  • Interviews:

  • Salma Hayek / Everly (6:05 min.)

  • Akie Kotabe / Dead Man (2:19 min.)

  • Gabriella Wright / Anna ( 2:09 min.)

  • Togo Igawa / Sadist (2:08 min.)

  • Hiroyuki Watanabe / Taiko ( 2:06 min.)

  • Joe Lynch / Director (10:08 min.)

  • B-Roll (13:07 min.)

  • No Way Out: The Making of Everly (7:29 min.)

  • Original Trailer (2:04 min.)

  • Trailerschau zu acht weiteren Titeln

Viele Extras bietet die deutsche Blu-ray leider nicht. Auf die zwei Audiokommentare und das 'Silent Night'-Musikvideo von Raya Yarborough und Bear McCreary der US-Disc, muss hierzulande leider verzichtet werden. Dafür sind aber sechs informative Interviews mit Cast & Crew sowie eine aufschlussreiche B-Roll, ein kurzes Making-of und der Original Trailer in englischer Sprache enthalten. Erwähnenswert ist zudem, dass sämtliche Extras in HD vorliegen und auch deutsch untertitelt sind. Des Weiteren beinhaltet die Blu-ray eine UltraViolett-Digitalcopy, mit welcher sich der Film auf ein tragbares Gerät runterladen lässt sowie ein Wendecover ohne störendes FSK-Logo.

Fazit:

Inhaltlich bietet Everly zwar keine anspruchsvolle Unterhaltung, allerdings nimmt sich der Film selbst nicht ernst und will vor allem eins – nämlich Spaß machen. Genau das tut er auch, was allen voran an der tollen Umsetzung von Regisseur Joe Lynch liegt, der die Handlung ausschließlich auf ein Apartment begrenzt. Aber nicht nur die Inszenierung auf engem Raum weiß zu begeistern, sondern auch Salma Hayek, der man ihre Rolle als misshandeltes Opfer zu jeder Zeit abnimmt und die hier nicht nur die Waffen einer Frau sprechen lässt. Technisch ist die Blu-ray ebenfalls ganz passabel umgesetzt worden. Der Bildtransfer leistet sich zwar einige Schwächen im Schärfebereich und in dunkleren Szenen, das trübt allerdings nicht merklich den Filmgenuss. Überzeugend sind der deutsche sowie englische Sound in DTS-HD 5.1, welche sich keinerlei hörbare Schwächen leisten. Das Bonusmaterial ist zwar nicht allzu umfangreich ausgefallen, bietet aber immerhin einige aufschlussreiche Interviews und gewährt interessante Einblicke hinter die Kulissen der Produktion. Kurz gesagt: Kein Meilenstein des Actiongenres, aber durchaus unterhaltsam und handwerklich wirklich erstklassig inszeniert. (ron)

Wertung:

Story: 5
Bildqualität: 7
Tonqualität: 9
Ausstattung: 5
Gesamt: 7

Kaufempfehlung: 6 von 10

Testgeräte:

TV: Philips PFL9704
AVR: DENON AVR-3313
BDP: DENON DBT-3313UD
Boxen: CANTON GLE-Serie
Sub: YAMAHA YST-SW320
#2
Geschrieben: 24 Juli 2015 07:19

Sawasdee1983

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Mhmm nur 5 Punkte? Okay Story war kaum vorhanden, aber der Spaßfaktor ist bei dem Film enorm hoch.

Beim Rest stimme ich mit dir aber überein
MfG Pierre

Sawasdee1983
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#3
Geschrieben: 24 Juli 2015 18:15

ronny2097

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Ja klar... Spaß hat der Film wirklich gemacht, das habe ich ja auch so geschrieben, aber die Story und auch die Dialoge waren echt ein Witz! ;)


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