Moin!
Hier mal ein kurzer, aber sehr emotionaler Bericht zu meinem ersten
Test mit den beiden SVS PB-1000 in meinem Raum. Vorab erst einmal
ein großes Dankeschön an
MD-Sound für die extrem
schnelle und gute Kaufabwicklung. Damit ist nicht nur der
unschlagbare Kurs gemeint, für die ich die beiden Zwillinge
bekommen habe, sondern auch, dass man nicht versucht hat, mir etwas
Anderes oder sogar Größeres zu verkaufen. Nein, es wurde bei Bedarf
auch gleich noch auf ein Anti-Mode hingewiesen. Das so etwas nicht
normal ist, habe ich gerade diese Woche wieder erfahren, wo mir ein
bekannter Händler mitgeteilt hat: "SVS ist Schrott! SVS ist der
Billig Abklatsch von Klipsch, dann besser Klipsch nehmen oder den
Jamo, der am besten ist für das Geld."
Mit dem Jamo war übrigens der Jamo 660 gemeint, der sicherlich ein
guter Sub ist, wenn er dann läuft. Leider ist die Ausfallquote so
hoch, dass man das Gefühl hat, entweder schon innerhalb der
Gewährleistung oder kurz nach Ablauf der zwei Jahre einen Defekt an
der Endstufe zu erleiden. Auf so ein waghalsiges Experiment wollte
ich mich nicht einlassen, zudem habe ich mich im Endeffekt gegen
einen geschlossenen Sub entschieden, weil ich gerne im Basskeller
noch die gewisse Portion extra Druck spüren wollte. Trotzdem habe
ich mich bewusst für das kleinste Bassreflexmodell von SVS
entschieden und das obwohl ich sonst ja eher für Klotzen statt
Kleckern bekannt bin. Dies hatte weder etwas mit dem Budget oder
wie bei vielen Heimkinofreunden mit dem Partner zu tun, sondern
weil ich, wie oben bereits geschrieben, einfach mal auf
Understatement setzen möchte. Das ist auch mittlerweile mein ganz
persönlicher Wunsch meine eigenen Verhaltensmuster bewusst zu
durchbrechen und nicht ständig das eigene Ego zu füttern, sondern
einfach mal ganz rational vorzugehen.
Beispiel: Mein Ego meinte, dass sich zwei SVS PB-12 Plus super als
verkleidete Beistelltische machen würden. Mein Kopf war der
Meinung, dass zwei PB-1000 locker reichen würden. Da ich ja schon
die PB-1000 geordert hatte, lag der Kopf schon in Führung und die
Erwartungshaltung war natürlich auch sehr hoch, zumal ich die
Performance diverser SVS Subs schon kannte, aber halt keinen davon
je in meinem Raum gehört hatte.
Die Subs hatte ich ja gestern Abend ... äh ... Nacht ausgepackt und
an die ungefähr geplante Stelle gelegt, wo sie dann später auch
hinsollen, sofern sie dann bleiben. Vorsorglich hatte ich
Gummimatten, die das Vibrieren von Waschmaschinen verhindern
sollen, gekauft und je eine pro Sub drunter gepackt.
Dann musste der Testaufbau der Anlage realisiert werden. Also
Marantz SR7010 und den Oppo BDP aus dem Badezimmer geholt. Die vier
"kleinen" 165er Deckenlautsprecher wurden jeweils als Front und
Rear angeschlossen, damit ich hier nicht noch mehr rödeln
musste.
Für die Einmessung brauchte ich aber ein Bild, also noch schnell
den alten Epson aus dem Keller geholt und direkt über Eck
angeschlossen:
Das Bild hat er dann direkt auf die Wand projiziert und so konnte
ich mich dann durchs Menü arbeiten. Eingemessen wurde zwischen 9-10
Uhr am Volumenregler der Subs. Das war scheinbar noch zu laut, denn
Audyssey hat mit -8 und -8,5dB eingemessen.
Erste Testsequenz war dann die englische DTS Tonspur der
Transformers II BD. Gleich die Anfangssequenz ist schon brachial,
mit den Zwillingen allerdings noch viel brachialer. Ich hab die
Sequenz dann mehrfach abgespielt und dabei am Volumenregler der
Subs rumgefingert und bin dann noch gerade so passend zum Rest der
Lautstärke der LS auf 11 Uhr hängengeblieben. Da ist dann noch sehr
viel Luft nach oben und am AVR war ich teilweise bei -7,5dB.
Leck mich am Arsch, aber was machen die Leute mit zwei PB-13 Ultra
auf 30qm? Die können doch nichts mehr merken oder sind einfach
schmerzbefreit. Meine Fresse gehen die Dinger los. Ich hatte ja
schon einiges an Subs in meinem Leben und konnte auch bereits
etliches hören und bei Freunden oder Familie verbauen, aber was die
beiden Zwillinge mit ihren je 10 Zoll Treibern in meinem aktuell
kahlen und unbehandelten Raum anrichten, ist einfach nur die
Hölle.
Allerdings werde ich wohl um ein Anti-Mode nicht herumkommen und
deshalb ist eine Preisanfrage an MD-Sound per eMail bereits
raus.
Meine Frau kam zwischendurch mal runter und fragte, ob ich noch
alle Latten am Zaun hätte, denn sie würde schließlich versuchen
einen Film mit meiner Tochter zu schauen, aber sie verstünden rein
gar nichts bei diesem Lärm. Da ihr Film nur noch knapp 20 Minuten
lief, suchte ich in der Zeit im Keller nach weiterer
Testsoftware.
Was Area DVD kann, kann ich schon lange, also kam Tiesto gleich mal
mit
Back in your Head zum Einsatz. Ich mochte den Track
schon immer und bisher am Liebsten mit meinen damaligen beiden
Infinity SW-12, die im alten Raum noch bis 23Hz runterkamen. Die
untere Grenzfrequenz wird bei diesem Track aber gar nicht benötigt,
sondern eher das direkte Ansprechen und Bass auf dem Punkt einer
superben Tonspur. Ich will hier jetzt nicht Area zitieren, aber
könnte es, sprich die Subs waren wirklich perfekt auf dem Punkt und
schleuderten die Tieftonanteile nur so ins Auditorium. :p
Da ich auf Within Temptation heute keinen Bock hatte, war die
Anfangssequenz von TDK dran. Der Schuß gleich zu Beginn ertönt tief
und laut und zack ist sofort danach wieder Ruhe - Hammer. Das Selbe
bei Avatar, wo relativ am Anfang der Raumgleiter die Schmallmauer
durchbricht. Kein unsauberes Nachziehen oder hörbares Ausschwingen,
sondern einfach nur sauber auf dem Punkt. Bei Battleship knallt und
ballert es ja eh nur den ganzen Film über und bei Oblivion geht es
dann immer beim Auftauchen der Drohnen schön tief in den
Basskeller. Ein besonderes Schmankerl hatte ich mir zum Schluss
aufgehoben, den Endkampf der Avengers, wo Area DVD es geschafft
hatte ein einzelnes Exemplar ganz kurz in die Knie zu zwingen.
Sagen wir mal so, trotz das der Raum im Ganzen 56qm misst, war es
mir nicht möglich mit genanntem Material die Zwillinge in die Knie
zu zwingen, auch nicht mit dem Endkampf der Avengers. Da konnte ich
echt am Volumenregler drehen wie ich wollte, aber es wurde nur noch
lauter und brachialer. Keinerlei Anschlagen, keine Portgeräusche,
kein Zurückweichen, nur noch mehr Druck und spürbaren Luftzug aus
dem jeweiligen Reflexkanal. Oben rum hatte ich allerdings das
Gefühl, dass es etwas unsauber wurde, aber das kann auch mein Gehör
gewesen sein, denn ich hatte danach für ein paar Stunden ein
sauberes Grundrauschen auf beiden Ohren. :D
Weil das alles so brachial war, schaltete ich mal einen der beiden
Subs ab, um zu schauen, ob nicht doch einer reichen würde. Erst den
einen, dann mal den Anderen und es war sofort weniger Druck und
Volumen zu spüren bzw. zu hören, egal welcher ausgeschaltet
wurde.
Fazit: Zwei PB-1000 sind perfekt für meinen Raum, daher absolute
Kaufempfehlung meinerseits und lasst euch nicht davon beeinflussen,
dass es nur der kleinste Bassreflex-Subwoofer von SVS ist. Denn
selbst der Kleine wischt bzgl. Präzision und Tiefgang weit über
seine Preisklasse hinaus mit etlichen Subs anderer Hersteller
schlicht den Boden.
Ich kann mich mal wieder doppelt freuen, denn auch der Kopf hat mal
wieder über das Ego gesiegt. Hätte ich einen Therapeuten, wäre er
jetzt sehr stolz auf mich. :p
Da ich nun weiß, wohin die Subs kommen, kann ich endlich das Podest
beenden und mit der Installation der Kabel beginnen.
Es gibt noch viel zu tun, also bis demnächst, euer Joker! ;)