Zitat:
Zitat von VincentVinyl;5536056
Ich versteh die Logik eh nicht ganz:
1. Nah an den Comics - geil!
2. Neuinterpretation - automatisch doof!
Für mich ist eher wichtig, ob das Design für sich genommen funktioniert, den Geist der Vorlage beibehält und in den Kontext der Filme passt. Als bestes Beispiel: Der Joker aus The Dark Knight hatte optisch und charakterlich relativ wenig mit der Vorlage gemeinsam. Aber im Kontext des Films war es eine super Figur. Genau so hat Marvel umgekehrt zig Figuren, die optisch sehr nahe an den Comics sind, aber in den Filmen komplett seelenlos bleiben - ich sage nur Ronan the Accuser.
Ich finde das Apocalypse-Design sehr gut und ich habe den Charakter auch sofort erkannt und zuordnen können. Das man da nicht 1:1 die Comicvorlage übernimmt ist in der Tat bei Singer nicht gerade überraschend - und wäre auch nicht sinnvoll in seinem Filmuniversum.
Ich denke mal es liegt eben dran wovon man Fan ist.
Ich weiss es gibt genügend FoX-Men Fans. Das ist ja auch ok, können ja alle die Filme von mir aus gut finden. Aber es sind eben nicht 'meine' X-Men die ich kenne und sehen möchte.
Die Optik ist nur ein Aspekt davon. Aber Singer ändert ja auch inhaltlich alles genauso wie das äussere.
Die Nolan Triolgie ist da für mich eh ein schlecht gewähltes Beispiel, weil man da auch ordentlich abstriche machen musste. Und da würd ich auch sagen, die Filme waren gut, aber es waren für mich recht schlechte Batman bzw Comicverfilmungen. Das heisst nicht, dass die Filme schlecht waren.
Bei Marvel find ich bleiben die Figuren aber auch inhaltlich nah. Zwar werden hier und da Änderungen in der Herkunft gemacht, aber ansonsten sind sie relativ true to character. Fand Ronan jetzt z.B. auch völlig in Ordnung. Was hätte man denn mehr erzählen sollen? Er hatte einen Grund, das reicht doch schon für einen Villain. Bestes Gegenbeispiel wäre ja Loki. Der hat von allen noch die meiste Tiefe erfahren, und jetzt will den niemand mehr sehen. :p
Vielleicht liegt es aber auch daran, wenn man Charaktere vorher schon kennt, das man dann eher drüber wegsehen kann, wenn in Filmen das nicht zu sehr ausgeschlachtet wird. Keine Ahnung. Ich mein für Fans brauchen die einfach nur auf der Bildfläche zu erscheinen und man freut sich schon. Da braucht man keine Einführung etc.
Daher kann ich verstehen, wenn Leute die mit den Figuren garnichts anfangen können, vielleicht ein wenig ratloser sind oder irgendwas vermissen.
Days of Future Past fand ich im Grunde genommen objektiv gesehen ja garnicht so schlecht. Ich würde den Film an sich mit so 7-8/10 werten. Wenn der nun unter anderem Titel, mit eigenen Charakteren etc rausgekommen wäre. Als X-Men Film kann ich den dann aber nicht mehr als 2-3/10 geben.
Bei MOS erwähntest du in deinen Kritiken ja auch diverse male, dass es nicht der Superman ist den du kennst. Dann ist es halt ne Neuinterpretation :p
Ich mein ich fand MOS auch nicht gut. Aber da kritisierst du sowas, bei Fox lässt du's durchgehen. Find ich halt manchmal merkwürdig. :p