Inglourious Basterds - 4K - 10/10
Oberst Hans Landa sucht die letzte verbliebene jüdische Familie bei
einem französischen Milchbauern. Er verspricht dem Bauern im
Gegenzug, ihn für den Rest des Krieges nicht mehr zu belästigen.
Der Bauer knickt ein, und die Familie wird getötet, bis auf die
junge Shosanna, der die Flucht gelingt. Etwas später formt Leutnant
Aldo Raine die Basterds, eine Truppe, die unter den deutschen
Soldaten Furcht auslöst. Denn seinen Männern gelingt es, immer mehr
deutsche Soldaten zu töten.
In Paris lebt Shosanna mittlerweile unter einem anderen Namen und
betreibt ein Kino. Dieses soll für die Premiere eines deutschen
Propagandafilms genutzt werden, zu der hochkarätige Gäste erwartet
werden. Neben Hans Landa stehen auch Hitler und Goebbels auf der
Gästeliste. Doch auch die Basterds sind vor Ort, und für Shosanna
scheint der ideale Zeitpunkt gekommen zu sein, nicht nur an Hans
Landa Rache zu nehmen.
Für „Inglourious Basterds“ vereinte Tarantino ein internationales
und illustres Darstellerensemble mit Diane Kruger, Brad Pitt,
Christoph Waltz, Eli Roth, Til Schweiger, Michael Fassbender,
Daniel Brühl und natürlich Melanie Laurent. Wie so oft schafft er
es, seine Darsteller glänzen zu lassen und das Beste aus ihnen
herauszuholen.
Schon die Eröffnungssequenz mit Christoph Waltz ist ein Genuss:
Während er entspannt ein Glas Milch beim Bauern trinkt, in aller
Ruhe seine Pfeife zubereitet und nebenbei seine Fäden zieht,
entsteht eine enorme Spannung. Wie von Tarantino gewohnt, sind die
Dialoge geschliffen und erzeugen Dramatik, eingebettet in eine
großartige Bildsprache. Er versteht es, seine Schauspieler ins
richtige Licht zu rücken und den Zuschauer sofort abzuholen. Selbst
in den kleinsten Nebenrollen haucht er den Figuren Leben
ein, alles wirkt wie aus einem Guss. Das gilt auch für die
verschiedenen Erzählstränge, die sich zunehmend kongenial
verknüpfen und schließlich in einem spektakulären Finale
münden.
Als großer Tarantino-Fan war ich zugegeben anfänglich skeptisch,
als ich hörte, dass es ein Kriegsfilm wird. Schön, dass ich mich
irrte, wie gewohnt hat er auch in diesem Genre seine Duftmarke
hinterlassen! Wie bei quasi jedem Tarantino-Film bin ich begeistert
aus dem Kino raus. Und auch jede neue Sichtung macht immer wieder
Spaß …