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Zuletzt gesehener Film

Gestartet: 26 Juli 2008 13:08 - 29346 Antworten

Geschrieben: 11 Aug 2026 18:59

Daimajin

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The Fog - Nebel des Grauens (1980) (4K Remastered -Blu-ray) 
 
Mein absoluter Lieblingsfilm von John Carpenter und einer der besten Geisterfilme überhaupt. Carpenter kreierte hier einen echten Horrorklassiker, der auch heute noch eine enorme Spannung und Gruselatmosphäre erzeugt.

10/10 Punkte
1 Kommentar:
von _Nobody_ am 13.08.2026 01:08:
@Daimajin also was Atmosphäre betrifft, da schlägt diesen Film so schnell keiner! Besonders, wenn man ihn Nachts auf dem Laptop, allein in einer Kirche anschaut :-)
Geschrieben: 11 Aug 2026 19:03

Vincent_vega84

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Michael 6.5/10 (4K)
Michael Jackson (Jaafar Jackson) wächst unter dem strengen Einfluss seines Vaters (Colman Domingo) auf und wird mit den Jackson 5 früh berühmt. Trotz seines Erfolgs erlebt er harten Drill, familiären Druck und persönliche Konflikte. Als Solokünstler versucht er, zwischen Ruhm, Erwartungen und Privatleben seine eigene Identität zu finden.

Ich würde mich nicht als Hardcore Michael Jackson Fan bezeichnen, aber ich liebe viele seiner Songs bis heute und für mich ist er unbestritten einer der grössten Künstler der Popgeschichte, einen Künstler von dieser Dimension wird es wahrscheinlich kein zweites Mal geben. Als der Film Michael angekündigt wurde, war ich allerdings zunächst sehr skeptisch, da die Familie Jackson als Produzenten beteiligt ist und ich mir deshalb nur schwer vorstellen konnte, dass wirklich alle Seiten seines Lebens kritisch beleuchtet werden. Ausserdem hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass eine hochwertig produzierte Serie die bessere Wahl gewesen wäre, weil Michael Jacksons Leben und seine jahrzehntelange Karriere schlicht zu umfangreich sind, um sie in einem einzigen Film angemessen zu erzählen. Diese Befürchtung bestätigt sich nach der Sichtung leider, denn der Film presst mehr als 20 Jahre in rund zwei Stunden und vermittelt dadurch letztlich nur ein sehr oberflächliches Bild von Michael Jackson. Besonders schade ist, dass dadurch kaum Raum bleibt, um seine Persönlichkeit, seine inneren Konflikte oder die Entwicklung seiner künstlerischen Vision wirklich zu verstehen. Auch die Dialoge wirken teilweise sehr einfach und glattgebügelt, während ich mir einen deutlich tieferen Einblick in seine kreativen Prozesse gewünscht hätte. Die Kritik daran, dass die Missbrauchsvorwürfe im Film keine Rolle spielen, sehe ich dagegen etwas differenzierter, da sich der Film noch gar nicht mit diesem Abschnitt seines Lebens beschäftigt. Für mich ist das deshalb grundsätzlich in Ordnung, allerdings wird der bereits angekündigte zweite Teil daran gemessen werden müssen, wie ernsthaft und differenziert dieses schwierige Kapitel behandelt wird. Interessanterweise versucht der Film bei Joe Jackson zumindest, ein Bild von einem extrem strengen und fordernden Vater zu zeichnen, bleibt dabei aber ebenfalls auffällig zurückhaltend. Colman Domingo macht daraus trotzdem eine der stärksten Leistungen des Films, weil er Joe Jackson glaubhaft als dominante und einschüchternde Figur verkörpert. Seine grössten Stärken zeigt Michael jedoch immer dann, wenn Musik gespielt und getanzt wird, denn diese Szenen sind beeindruckend inszeniert und entwickeln eine Energie, die mich teilweise komplett in den Film eintauchen liess. Vor allem Jaafar Jackson überzeugt dabei auf ganzer Linie und schafft es erstaunlich gut, Michael Jacksons Bewegungen, Ausstrahlung und Verletzlichkeit einzufangen, sodass ich ihm die Rolle in vielen Momenten vollständig abgenommen habe. Auch in den ruhigeren Szenen funktioniert seine Darstellung überraschend gut, weil er die gutmütige und gleichzeitig verletzliche Seite von Michael überzeugend transportiert, während Maske und CGI zusätzlich für eine grosse äusserliche Ähnlichkeit sorgen. Weniger gelungen fand ich dagegen einige CG Entscheidungen, insbesondere den Schimpansen, da solche künstlichen Momente für mich schnell die Immersion zerstören und meiner Meinung nach besser hätten vermieden werden können. Unter dem Strich ist Michael deshalb nicht ganz der Film geworden, den ich mir gewünscht hätte, eine wirklich tiefgehende Auseinandersetzung mit Michael Jackson als Mensch, Künstler und musikalischem Genie bleibt leider aus, trotzdem ist der Film dank seiner Musik, der Tanzszenen und einiger hervorragender Darsteller ein unterhaltsames Biopic, dass vor allem dann funktioniert, wenn Michael Jackson auf der Bühne steht.
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2 Kommentare:
von Ninjatune666 am 11.08.2026 19:06:
Genau so habe ich ihn unlängst auch empfunden.
von _Nobody_ am 13.08.2026 01:10:
Biopics sind das neue Marvel :-)
Geschrieben: 11 Aug 2026 21:21

N1ghtM4r3

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Police Academy ( HD TV ) 8/10 Police Academy ist eine der bekanntesten Komödien und hat sich durch ihren lockeren Humor und ihre skurrilen Figuren einen festen Platz in der Welt der Komödien gesichert. Die Handlung beginnt mit einer Gesetzesänderung, die es praktisch jedem ermöglicht, sich bei der Polizei zu bewerben. Unabhängig von Alter, Aussehen oder körperlicher Verfassung. Dadurch trifft eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Menschen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnte.
Die größte Stärke des Films liegt eindeutig in seinen Charakteren. Jeder Rekrut bringt seine eigene Persönlichkeit und seine ganz besonderen Eigenheiten mit. Vor allem Carey Mahoney überzeugt als charmanter Spaßvogel, der mit seinen Streichen immer wieder für Chaos sorgt. Auch Figuren wie Moses Hightower oder Larvell Jones bleiben durch ihre ungewöhnlichen Talente und ihre humorvollen Auftritte lange im Gedächtnis. Das Zusammenspiel der Darsteller funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass selbst einfache Szenen unterhaltsam wirken.
Der Humor ist typisch für seine Zeit. Überdreht, albern und oft sehr slapsticklastig. Viele Gags funktionieren auch heute noch, weil sie auf Situationskomik und den Eigenheiten der Figuren basieren. Allerdings merkt man dem Film sein Alter an. Einige Witze und Darstellungen wirken aus heutiger Sicht etwas überholt und treffen nicht mehr unbedingt den modernen Geschmack.
Die Geschichte selbst ist eher simpel und dient hauptsächlich als Rahmen für die zahlreichen komischen Situationen. Große Überraschungen oder eine besonders tiefgründige Handlung sollte man nicht erwarten. Stattdessen konzentriert sich der Film darauf, seine Figuren in möglichst verrückte Situationen zu bringen. Das funktioniert über weite Strecken gut.
Technisch betrachtet ist Police Academy solide umgesetzt. Die Musik passt gut zur lockeren Atmosphäre, und obwohl die Spezialeffekte kaum eine Rolle spielen, vermittelt der Film den typischen Charme der 80ziger. Gerade dieser nostalgische Stil macht einen Teil seines Reizes aus.
Police Academy ist ein Klassiker des Komödienkinos, dessen Figuren und Humor bis heute einen hohen Wiedererkennungswert besitzen. Trotz einiger Schwächen und eines mittlerweile etwas veralteten Humorstils bleibt der Film immernoch sehenswert und bietet einen unterhaltsamen Blick auf eine der erfolgreichsten Comedy-Reihen der 80ziger.

Police Academy 2 - Jetzt geht's erst richtig los ( HD TV ) 7/10 Nach dem großen Erfolg des ersten Films war eine Fortsetzung nahezu unvermeidlich. Police Academy 2 - Jetzt geht's erst richtig los setzt direkt an den Stärken des Originals an und bringt die bekannten Figuren zurück. Dieses Mal müssen die frisch ausgebildeten Polizisten einem Stadtviertel helfen, das von einer chaotischen Jugendbande terrorisiert wird. Die Handlung bleibt dabei bewusst einfach und dient vor allem als Grundlage für zahlreiche humorvolle Situationen.
Auch hier ist die Stärke wieder seine liebenswerten Charaktere. Mahoney steht wieder im Mittelpunkt und überzeugt mit seinem lockeren Auftreten und seinen kreativen Streichen. Auch Hightower, Tackleberry, Hooks und Larvell Jones bekommen genügend Gelegenheiten, ihre bekannten Eigenheiten auszuspielen. Gerade das Wiedersehen mit den Figuren macht einen großen Teil des Unterhaltungswerts aus, da man ihre Dynamik bereits aus dem ersten Teil kennt.
Der Humor orientiert sich stark am Vorgänger und setzt erneut auf Slapstick, Missverständnisse und übertriebene Situationen. Viele Gags funktionieren gut und sorgen für einige wirklich witzige Momente. Besonders die Einfälle rund um Jones beeindruckende Geräuschimitationen oder Tackleberrys übertriebene Begeisterung für Waffen bringen immer wieder zum Schmunzeln. Gleichzeitig merkt man aber, dass sich manche Witze wiederholen und nicht mehr ganz die Frische des ersten Films besitzen.
Auch die Gegenspieler sind bewusst überzeichnet und wirken eher wie Figuren aus einer Cartoon Serie, als wie ernsthafte Kriminelle. Das passt zwar zum lockeren Ton des Films, nimmt der Geschichte aber etwas Spannung.
Das Tempo bleibt über die gesamte Laufzeit angenehm hoch. Es gibt kaum längere Leerlaufphasen und ständig passiert etwas Neues. Man versteht es, die verschiedenen Charaktere sinnvoll einzusetzen, sodass fast jede Figur ihre eigenen kleinen Höhepunkte bekommt. Gleichzeitig erreicht die Fortsetzung nicht ganz den Charme und die Originalität des ersten Films, weil viele Ideen vertraut wirken.
Technisch ist Police Academy 2 auch solide umgesetzt. Die Musik passt erneut gut zur lockeren Atmosphäre und vermittelt echten 80ziger Flair. Die Kulissen und Kostüme unterstreichen den nostalgischen Charakter der Reihe, während die Action bewusst einfach gehalten wird und nie den humorvollen Grundton verdrängt.
Insgesamt ist Police Academy 2 – Jetzt geht's erst richtig los eine gelungene Fortsetzung, die Fans des ersten Films genau das bietet, was sie erwarten: bekannte Figuren, albernen Humor und viele chaotische Situationen. Zwar fehlt der Überraschungseffekt des Originals, und einige Gags nutzen sich mit der Zeit etwas ab, dennoch macht der Film über weite Strecken Spaß und bleibt ein unterhaltsamer Vertreter der klassischen 80er-Jahre-Komödien.
Police Academy 2 erfindet das Konzept nicht neu, führt die erfolgreiche Formel aber solide fort. Die sympathischen Figuren, der unkomplizierte Humor, viele chaotische Situationen und die lockere Atmosphäre sorgen für gute Unterhaltung. Zwar fehlt der Überraschungseffekt des Originals und einige Gags nutzen sich mit der Zeit etwas ab.
Wer den ersten Teil mochte, wird auch mit dieser Fortsetzung seinen Spaß haben. Selbst wenn sie dessen Qualität knapp verfehlt.
Geschrieben: 11 Aug 2026 22:21

sammler3000

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sammler3000 Die 5.1 Anlage im Wohnwagen ist leider Geschichte.

Everly - Die Waffen einer Frau  4)10

Selma Hayek in einem durchgeknallten B-Movie bei dem die Story echt zweitrangig ist.

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Geschrieben: 11 Aug 2026 22:32

Thomas.86

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Black Book (MagentaTV) 8,5/10 Punkte
Ein sehr spannender Thriller von Paul Verhoeven zur Zeit des 2. Weltkriegs über eine jüdische Sängerin, die sich nach einer fehlgeschlagenen Flucht dem niederländischen Widerstand anschließt. Dieser beauftragt sie eine Beziehung zun einem deutschen Offizier einzugehen.
Carice van Houten glänzt in der Hauptrolle und auch die anderen Darsteller (u.a. Sebastian Koch und Christian Berkel) können überzeugen. Die zum Teil auf wahren Begebenheiten beruhende Geschicht ist trotz eine Laufzeit von 140 Minuten durchweg spannend und absolut empfehlenswert.
Geschrieben: 12 Aug 2026 01:54

Garibaldi

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Geschrieben: 12 Aug 2026 08:33

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Kickboxer 4

Der vierte Teil der 5-teiligen Kickboxer Reihe und zum dritten und letzten Mal kehrt Sasha Mitchell in die Rolle des David Sloan zurück. Gleichzeitig war es auch das letzte Mal, dass er für einen Film als Hauptdarsteller auftrat.
Als Teenie fand ich diesen Film klasse und natürlich aus heutiger Sicht ist dieser Film absoluter Blödsinn, aber im Gegensatz zum dritten Teil greift hier der Nostalgiebonus und ich hatte immer noch meinen Spaß mit diesem Film.
Zum ersten Mal innerhalb der Reihe gibt es einen Kampfsport Turnier, wobei man direkt sagen muss bei den ganzen Turnier Fighter Filmen, die es gibt, gibt es viele die deutlich besser sind, aber wie gesagt ich mag diesen Film.
Die Story selbst ist sehr einfach gestrickt und selbst damals als Teenie sind mir hier schon massive Logiklöcher aufgefallen, das ist mit den Jahren noch mal offensichtlicher geworden. Viele Szenen innerhalb der Story und das Verhalten von so einigen Charakteren ergeben teilweise absolut null Sinn und man merkt, dass man hier in erster Linie voll auf Style gesetzt hat und Szenen eingebaut hat, um möglichst cool rüberzukommen und es vollkommen egal war, ob es gerade Sinn macht oder nicht. Das ist so over the top dass es oft unfreiwillig komisch und manchmal auch albern wirkt. Es half natürlich auch nicht, dass der Cast jetzt auch nicht gerade die besten Schauspieler besteht. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass die Darsteller kämpfen mussten, ein ernstes Gesicht zu machen und nicht laut loslachen zu müssen. Zumindest hat es bei mir dafür gesorgt, dass ich viel Gelacht habe, nach dem Motto oh man was für ein Blödsinn aber irgendwie witzig.
Was die Fights angeht, gibt es hier davon tatsächlich viel und sieht auch deutlich besser aus als die beiden anderen Kickboxerfilme mit Sasha Mitchell. Aber bei den heutigen Sehgewohnheiten haben diese Fights natürlich absolut keine Chance mehr und auch aus der damaligen Zeit gibt es da schon bessere Werke und auch hier ist das manche Rumgepose eher unfreiwillig komisch. Allgemein merkt man auch optisch die DTV-Herkunft, wobei es hier in dem Bereich schon schlimmere Filme gab, aber halt auch bessere.
In der Summe ist dieser Film weit weg davon in der großen Liga mitzuspielen, aber ich mag ihn, er hat bei mir Nostalgiebonus und sorgt bei all seinem Blödsinn und dem schlechten unlogischen Storytelling dafür, dass ich beim schauen durchgängig gute Laune hat.

6,25/10 Punkte
 
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983

Sawasdee1983
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Geschrieben: 12 Aug 2026 08:40

Kaneda

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Kaneda Sideshow Alien Big Chap Maquette dominiert die Vitrine

Rental Family - Disney+ - 8,5/10

Philip (Brendan Fraser) ist in Japan besser in Tokyo als glückloser Schauspieler gestrandet, sein Traum von großen Rollen ist nicht in Erfüllung gegangen.
Die Rental Family-Agentur bietet im einen ungewöhnlichen Job an, so wird er quasi als Familienmitglied gebucht. Er nimmt an einer Trauerfeier Teil, bekommt Beileidsbekundungen, obwohl er niemanden kennt, geschweige betroffen ist.
Als er den ausländischen Vater einer Alleinerziehenden Mutter übernimmt, wächst er zu sehr in die Aufgabe hinein.

Rental Family ist ein ruhiger nahezu melancholischer Film. Es geht um Identität, aber auch um unterschiedliche Kulturen und das Verständnis dafür. Brendan spielt seinen Part sehr gelungen, die vielen Missverständnisse entstehen oftmals dadurch, das er nicht wirklich in Japan angekommen ist. Mir hat der Film sehr gut gefallen, wenn die Grenzen vom Job sich immer mehr emotional verschieben, spielt Brendan das leicht Augenzwinkernd aber sehr souverän. Ein interessanter Film, der einen durchaus mit Philip mitfühlen lässt, auch aufgrund der kulturellen Unterschiede. 

2 Kommentare:
von Ninjatune666 am 12.08.2026 08:42:
Wir fanden den auch gut, aber einmal schauen hat uns dann doch gereicht.
von Kaneda am 12.08.2026 14:58:
@Ninjatune666. Ja, definitiv kein Film den man einmal pro Jahr schaut. Aber irgendwann werde ich ihn bestimmt mal wieder anschauen.
Geschrieben: 12 Aug 2026 08:43

Ninjatune666

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Stonehearst Asylum – Diese Mauern wirst du nie verlassen (Tele 5)  7,5/10

„Stonehearst Asylum“ (mit dem doofen deutschen Untertitel) aus dem Jahr 2014 ist ein atmosphärisch dichter Gothic-Thriller, der den Zuschauer gleich von Beginn an mitnimmt. Die Geschichte spielt im Jahr 1899. Sie basiert lose auf einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe. Regisseur Brad Anderson schafft eine schaurige Kulisse, wenn während des Films ein junger Arzt zu einer abgelegenen Irrenanstalt reist, nur um dort ein düsteres Geheimnis zu lüften.

Der Film setzt nicht auf klassischen Horror. Er ist nicht gruselig im modernen Sinne. Stattdessen lebt das Werk von seiner dichten, düsteren Grundstimmung. Nebelverhangene Wälder und viktorianische Architektur erzeugen wohligen Schauer. Die visuelle Umsetzung der Anstalt zieht den Zuschauer sofort in seinen Bann.

Die hochkarätige Besetzung trägt die gelungene Story mühelos. Kate Beckinsale glänzt als elegante, geheimnisvolle Patientin Eliza Graves. An ihrer Seite brillieren die Schauspiellegenden Ben Kingsley und Michael Caine. Kingsley spielt den charismatischen, aber unberechenbaren Anstaltsleiter (ähnlich seiner Rolle in „Shutter Island“) mit auffallender Präsenz. Caine bildet als Ex-Direktor den perfekten, moralisch grauen Gegenpol. Die Dynamik zwischen den Figuren sorgt für ständige Anspannung. Niemandem ist in dieser Isolation zu trauen.

Das Psychospiel funktioniert durchgehend gut. Die Handlung bietet kluge Wendungen und hinterfragt den Begriff von Wahnsinn. Wer ist wirklich verrückt? Wer ist grausam? Die Grenzen verschwimmen im Laufe der Laufzeit komplett. Die Inszenierung fängt den Geist von Poes literarischer Vorlage perfekt ein.

„Stonehearst Asylum“ ist ein Muss für Fans von historischen Mystery-Filmen. Wer opulente Bilder, erstklassige Schauspieler und eine wendungsreiche Geschichte sucht, wird hier bestens bedient. Ein unterschätztes Juwel des Gothic-Thrillers.
 
Geschrieben: 12 Aug 2026 09:12

Xeno81

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Spider-Man Brand New Day

Ich kann mich den ganzen euphorischen Rezensionen hier nur anschließen; der neue Spidey war im Kino ein Hochgenuss. Die Action wohldosiert und sehr gut inszeniert. Eine tolle Mischung aus Gefühl und Dramatik. Endlich wieder ein Lebenszeichen von Banner/Hulk. Gute Anbindung an ein lebendiges MCU (Black Widow). Die neue Gegnerin deutet bereits in die Richtung, in die das MCU wohl demnächst gehen wird (gefällt mir sehr gut). Tom Holland ist der definitive Spider-Man für mich. Am Score und den Effekten gibt es nichts zu mäkeln.
Kleine Negativ-Punkte: die Gegnerin wird mir am Anfang zu gemein, menschengefährdend, ja sogar sadistisch dargestellt. Das macht ihre spätere Entwicklung für mich etwas unglaubwürdig. 
Beim Punisher bin ich zwiegespalten; zwar rocken seine Auftritte immer noch, man merkt aber deutlich, dass diese Figur hier mit angezogener Handbremse fährt. Gerade im Vergleich zum Punisher-Special von Disney, dass vor einiger Zeit raus kam, hat er hier einen regelrechten Maulkorb verpasst bekommen (war bei der Freigabe aber auch zu erwarten). Er hat auch nicht wirklich was zu tun, selbst sein Anteil am Kampf gegen Hulk ist zu vernachlässigen, da unnötig.

Alles in allem ein super Film, der nicht ganz an den Vorgänger heranreicht (aber auch das habe ich erwartet, denn der ist kaum zu schlagen; alleine, alle Spideys in einem Film zu haben, mit dem massiven Gegneraufgebot - wie soll das getoppt werden?) Ich freue mich für das MCU, ich freue mich für die Kinos, und ich freue mich für uns, die Filmfans; Qualität kann immer noch was reissen, auch gegen das allgegenwärtige Streaming.

9/10


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