The Gentlemen (2020) Blu-ray

Original Filmtitel: The Gentlemen (2020)

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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 7.1
Deutsch DD 2.0
Englisch DTS-HD MA 7.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
113 Minuten
Veröffentlichung:
10.07.2020
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STORY
8
 
Bildqualität
10
 
Tonqualität
9
 
Ausstattung
2
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Bereits mit seinen ersten Filmen „Bube, Dame, König, G(r)As“ und „Snatch – Schweine und Diamenten“ erarbeitete sich der Brite Guy Ritchie einen Status als Kultregisseur. Nun kehrt er nach einigen Ausflügen in die Vergangenheit des vereinigten Königreiches zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert mit „The Gentlemen“ endlich wieder einen Film, der im Gangstermillieu angesiedelt ist. Dabei wurde der Film von ihm nicht nur inszeniert, sondern war bei dem Film auch als Produzent tätig und steuerte das Drehbuch zum Film bei. Die Heimkinoauswertung des Films erfolgte über Concorde Home Entertainment sowohl als Blu-ray als auch in Form einer Ultra HD Blu-ray. Außerdem erschien die HD-Fassung auch noch als Sonderedition in Form eines limitierten Steelbooks. Was der Film zu bieten hat, und wie sich die Blu-ray Disc in technischer Hinsicht schlägt, klärt die nun folgende Rezension. (ms)

Story

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Ein Drogenbaron hat sich über die Jahre in London ein Marihuana-Imperium aufgebaut. Doch nun will er raus aus dem Business und sein Tafelsilber zu Geld machen. Das ist an sich auch kein Problem, wenn sein Unternehmen nicht systemrelevant für die Unterwelt der Stadt wäre und wer auch immer seine Lücke füllt oder gar das Unternehmen übernimmt würde sich sofort an die Spitze der Nahrungskette katapultieren. Und so kommt es wie es kommen muss und in Windeseile bekämpfen sich alle möglichen Verbrecher der Stadt (M. McConaughey, H. Grant, C. Hunnam, H. Golding, C. Farrell) um ihren Teil vom Kuchen zu bekommen. Als dann auch noch Milliardäre aus Oklahoma in den Bieterwettstreit einsteigen, läuft das Fass endgültig über. Nein, meine Erwartungen an „The Gentlemen“ waren nicht besonders hoch, umso erfreulicher, dass ich nach beenden des Films ein länger anhaltendes Grinsen auf meinem Gesicht spürte: „Jau, das hat doch Spaß gemacht!“, schwirrte mir im Kopf herum. In der Tat, Guy Ritchie gelingt tatsächlich das, was ihn damals mit seinen beiden Erstlingsfilmen bekannt gemacht hatte. Im Kino schrammte der Film übrigens noch knapp an der Coronakrise vorbei und war einer jener, der noch Erfolge am Box-Office erzielen konnte. Die Story ist dabei recht klassisch und wäre sie nicht mit dem Kniff ausgestattet in Rückblenden erzählt zu werden, auch gar nicht mal so spannend oder sonderlich überraschend.
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Es ist die typische Geschichte eines „One Last Jobs“, Mickey will endgültig aussteigen, sich zur Ruhe setzen und das Leben mit seiner Frau genießen. Das ausgerechnet dieser letzte Job eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, die ihn nochmal aktiv werden lassen, gehört eben zu den Genrekonventionen. Alles andere hat man zwar auch schon mal irgendwo gesehen, wie Leichen in Kühltruhen oder absurd, eskalierenden Situationen in verschiedener Art und Weise. Aber ganz ehrlich, das macht auch nichts. Ritchie entschädigt das Festhalten an Standards mit einem wunderbar aufgelegten Darstellerensemble, aus England und den USA. Charlie Hunnam sehe ich, seit seiner Rolle als Jax in „Sons of Anarchy“, einfach immer wieder gerne. Hier mal etwas weniger direkt, als rechte Hand von Mickey, aber ebenso bedrohlich. Seine Stärkste Szene ist ein langer Monolog in einer Kifferbude, eines mehrstöckigen Hochhauses, bei denen er der nachfolgenden Generation ein paar „väterliche Ratschläge“ auf den Weg gibt. Generell werden viele Szenen immer zwischen ihm und einem endlich mal aus seinen Konventionen heraus besetzen Hugh Grant getragen, die sich in messerscharfen Dialogen immer wieder die Bälle zuspielen und dem Zuschauer letztendlich die Geschichte erzählen.
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Nicht weniger genial sind Matthew Matthew McConaughey und auch Colin Farrell als „Der Coach“, welcher erst ab der Hälfte des Films überhaupt zum Ensemble dazu stößt. Etwas in den Hintergrund gerät leider Mickeys taffe Frau Rosalind, die dem Schlipsträger des Öfteren mal zeigt, wo es langgeht. Nichtdestotrotz musste ich bei einer Szene zwischen ihr und Henry Golding sauer aufstoßen, bei der ich nicht spoilern möchte, die aber einen bitteren Nachgeschmack ihrer dargestellten Rolle hinterlässt und absolut nicht hätte sein müssen. Apropos Golding, den man in Hollywood als Senkrechtstarter bezeichnen würde, liefert wiedermal ab. Seine Rolle als schmieriger Nachwuchsgangster „Dry Eye“ zeigt eine andere Seite von ihm, nachdem er in der Komödie „Crazy Rich Asians“ sein Filmdebüt gab. Man merkt es bereits, der Film lebt von seinen Figuren, den treffsicheren Dialogen, der dynamischen Erzählweise und den coolen Schnittideen, auch wenn er insgesamt weniger „effekthascherisch“ daherkommt, als beispielsweise ein „Sherlock Holmes“ oder auch „King Arthur“. Geballert wird übrigens auch, wobei die Action weder überpräsent ist noch sonderlich in Erinnerung bleibt, hier wäre sicherlich mehr drin gewesen. Dennoch „The Gentlemen“ ist überraschend gelungen und es ist spürbar, dass der Regisseur sich in diesem Milieu einfach wohlfühlt und genau weiß, was er zu tun hat. (ts)

Bildqualität

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Das makellose Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,10:1 vor und ist schlichtweg phänomenal. Die Schärfe bewegt sich annähernd durchgängig auf einem Topniveau und bildet in Nahaufnahmen zahlreiche Kleinstdetails wie Hautporen, Härchen oder ähnliches Messerscharf ab. Die Farben sind satt und dabei überwiegend natürlich, wobei hin und wieder leichte Farbfilter zum Einsatz kommen, die das Bild aber noch lebendiger wirken lassen. Das gleiche gilt für den Kontrast, der so gut eingstellt ist dass das Bild zuweilen schon fast dreidimensional aussieht. Der Schwarzwert ist ebenfalls makellos, tief und verschluckt dabei doch keinerlei Details. Gemessen an den Möglichkeiten einer Blu-ray Disc wurde hier das Optimum erreicht, weshalb es auch nur Recht und Billig ist, in diesem Fall die Höchstpunktzahl auszupacken. (ms)

Tonqualität

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In den USA hat „The Gentlemen“ auf der 4K-UHD eine Dolby-Atmos Fassung spendiert bekommen, diese ist leider nicht auf der deutschen Blu-Ray zu finden. Dafür bekommen wir aber jeweils eine Auswertung beider Sprachen in DTS-HD Master Audio 7.1. Die macht auch auf einer 5.1 Anlage Spaß, wirkt immer natürlich abgemischt und in den Raum orientiert, in den richtigen Momenten lässt sie es krachen, auch wenn im Film gar nicht so viel Actionszenen zu finden sie, wie man sie vielleicht erwarten würde. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich und auch die Lautstärkenunterschiede zwischen leisen und lauten Szenen kamen mir sehr organisch vor. (ts)

Ausstattung

- Glossary of Cannabis (0:46 Minuten) - Best Gentlemen Quips (3:09 Minuten) - Behind the Scenes (1:35 Minuten) - What is a Guy Ritchie Film? (5:50 Minuten) - 3 Kinotrailer - Trailershow
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Das Bonusmaterial ist leider eine herbe Enttäuschung. Hier finden wir zwei kurze Features, welche ausschließlich Clips aus dem Film zeigen und somit komplett sinnbefreit sind. Das „Behind the Scenes“-Feature ist bestenfalls ein kleiner Werbeclip der der Crew bei der Arbeit (unkommentiert) über die Schulter schaut, und auch das mit knapp 6 Minuten längste Feature ist nicht viel mehr als eine Werbung für die Filme von Guy Richie. Abgerundet wird das Ganze durch drei Trailer zum Film und eine Trailershow mit anderen Titeln des Anbieters. Ein Wendecover gibt es übrigens auch nicht. (ms)

Fazit

Bild und Ton der Blu-ray Disc aus dem Hause Concorde ist makellos und wird selbst harte Kritiker zufriedenstellen. Die Möglichkeiten des Mediums werden nahezu vollständig ausgenutzt. Lediglich das magere Bonusmaterial sorgt für einen gehörigen und unnötigen Dämpfer. Mit dem Film kehrt Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Guy Ritchie zu seinen Wurzeln zurück und macht das, was er am Besten kann: Er erzählt eine Geschichte über Gangster, Drogen und präsentiert Coolness in Reinkultur. Für alle Fans der „alten“ Ritchie-Filme (und nicht nur für die) ist „The Gentlemen“ endlich mal wieder ein Film, der so rundum gelungen ist, dass man ihn gleich mehrfach ansehen möchte. (Tom Sielemann, Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 14.08.2020

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1 Bewertung(en) mit ø 3,75 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
5.0
 
EXTRAS
3.0

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