Zitat:
Zitat von McStarfighter;6122646
Die Studios haben beim Cut in den allerseltensten Fällen das maximale Erlebnis für den Zuschauer im Sinne, sondern nur den maximalen Umsatz und damit Gewinn.
Du generalisierst zu sehr, siehe unten.
Ja, wenn Disney 200,0 - 250,0 Mio USD Produktionskosten für The Last Jedi ausgibt, dann wollen sie natürlich einen Flop und Verluste vermeiden, und na klar, möglichst viel Geld damit verdienen. Das funktioniert aber nicht
zu Lasten des Publikums, sondern am Besten, wenn man
den Massengeschmack am Besten trifft (!).
Also wenn Leute wie wir 2x ins Kino gehen, und auch noch das Blu-ray Steelbook kaufen. Und Star Wars-Pflaster von Hansaplast kaufen, statt das normale Pflaster ohne Motiv.
(Und trotzdem gibt es halt Leute, denen TLJ nicht gefällt und die stattdessen lieber etwas mit mehr Tiefgang und ohne die herumschwebende Leia, den Milchbauern Luke und ohne den verschissenen Casinoplaneten gehabt hätten.)
Zitat:
Um das zu erreichen, ist Überlänge zu vermeiden.
Ja, so ist es. 135 Min ist eine Grenze. Wenn Dein Film 3 Stunden lang sein
muss, mach nen Zweiteiler draus oder ne TV-Serie mit 5 Folgen. Eine normale Geschichte soll in 2:15 h erzählt sein, sonst stimmt was mit der Dramaturgie nicht.
Zitat:
Und dann muß ja auch alles maximal massenkompatibel sein, also fliegt alles raus was entweder familienabschreckend ist oder das Gehirn zum Nachdenken anregt!
Ja, das gilt für Star Wars, für die Avengers etc. Aber eben nicht für alle Kinofilme die jemals gemacht wurden. Wenn Du eben
nicht den Massengeschmack für 1,3 Mrd $$$ Einspielergebnis treffen musst, kannst Du sehr wohl intelligente Filme machen, die ihr Publikum finden werden. In den letzten Jahren z.B. Get Out, Baby Driver, Ex Machina um nur mal spontan zu nennen, was mir so einfällt.
Zitat:
Optimale Berieselung ist das Credo!
Und dies alles hat dann Priorität vor dem was der Regisseur oder Cutter sich vorstellte. geschweige denn die Tiefe des Films an sich!
Und das ist jetzt wieder grosszügig generalisiert wenn nicht sogar falsch. Tiefgründige Filme werden nicht zu oberflächlichen Langweilern verschandelt. Regisseure müssen sich nicht prostituieren, und Ihre künstlerische Vision verkaufen.
Ein guter Film
kann mit 15 Min Zusatzszenen im Extended Cut „noch mehr“ Spass machen. Aber er war auch in der Kinofassung schon gut. Denn sonst würde mit Blu-rays eher
gar kein Geld verdient, statt mit Extended Cuts für Forumnerds wie uns.