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Also ist nicht die negative Presse beim Vertrauensverlust bei Nokia, Schlecker und auch Opel oder auch Karstadt am Umsatzminus schuld?
Zumindest bei Nokia und Karstadt wars defintiv nicht die Presse: Nokia hat zu lange den Einstieg ins Smartphone-Segment verschlafen und sich dann zum Einstieg mit Windows Phone ein Betriebssystem ausgesucht, das selbst nur Nischenstatus hatte / hat. Karstadt wiederum hat den Umstieg von großen "Alles in einem" Kaufhäusern zu spezialisierten Angeboten verpasst - das Modell "Hohe Preise aber alles unter einem Dach" funktioniert heute nicht mehr so wie früher. Zudem haben sie teilweise ihre Medienabteilungen sehr "aufgeblasen", aber nicht den erhofften Umsatz gemacht. Ich bin der Ansicht, dass negative Berichterstattung nur sehr selten entscheidenden Einfluss auf die Umsätze einer Firma hat - sonst müssten auch etliche Firmen wie etwa die ganzen Logistik-Unternehmen längst pleite sein. Und da gab es schon wesentlich extremere und vor allem langfristig gehäufte negative Berichterstattung - dennoch versenden viele Leute weiter mit Hermes, GLS, DPD und Co. Oder: Fleischskandale bei McDonalds? Keine Auswirkungen. Verunreinigungen bei Coca Cola? Die Leute trinken es weiter.
Die Wirkung solcher Berichterstattung wird meist überschätzt. Zum einen bekommen viele Leute das gar nicht mit, dann ist es noch mehr Leuten schlicht egal (denn der eigene Geschmack / Geldbeutel zählt), wieder andere tendieren eben zur verbalen Empörung aber kaufen trotzdem weiter. Besonders die Letzteren mit "der großen Klappe" sorgen meist dafür, dass manche Skandale viel bedeutsamer wirken, als sie am Ende sind - denn auf die Worte folgt eben doch kein Handeln.
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Zu "Vater") Warum ist wohl nix mehr mit Verkauf zu machen....Ei und Henne Thematiken sind da sehr stark "verwurzelt" (inkl. das zu späte erkennen vieler stationärer Händler das Online auch ein LEGITMER Weg ist mir als Kunden was zu bestellen und was die Beweggründe dafür sind)
Das hat nix mit Henne und Ei zu tun, sondern schlicht damit, dass mein Vater einen kleinen Laden betreibt und keine großen Mengen abnimmt und auch keine großen Präsentationsflächen für bestimmte Hersteller einrichten kann (wofür z.B. Ketten dann als Partner Rabatte bekommen). Deswegen können kleine Händler in der Regel nicht mit großen Abnehmern konkurrieren. Und für einen kleinen Händler macht es (meistens) auch keinen Sinn in der heutigen Zeit eine Website zu eröffnen. Denn um einen Online-Shop zu betreiben, muss man auch erstmal viel Geld investieren, wenn man das vernünftig machen will (und Lager braucht man trotzdem und die Preise sinken dadurch auch nicht). Und mein Vater ist 60+ Jahre alt, für den lohnt sich weniger jetzt noch neu einen Online-Shop zu starten, der dann bestenfalls kurz vor seiner Rente mal aus den roten Zahlen kommt :-).
Bei einzelnen Produkten kann auch ein kleiner Händler mal nen guten Preis machen und bietet teilweise auch sogar günstiger an als große Ketten. Aber größtenteils machen die eben über die Masse ihre Angebote und da kann ein kleiner Laden nunmal nix gegen machen.
Pluspunkte sind bei Händlern vor Ort vor allem die persönlichen Bindungen zu Kunden, aber da ist den meisten heute eben auch die Ersparnis wichtiger als mit dem Verkäufer bißchen zu schnacken :-).