Der Plan
Story 6
Bild 7
Ton 7
Extras 4
Gesamt 6
Der Plan basiert lose auf der Kurzgeschichte “Adjustment Team” des Science-Fiction-Kultautors Philip K. Dick (
Blade Runner). Matt Damon als Kongressabgeordneter David Norris und Emily Blunt als Outsiderin Elise verlieben sich entgegen aller Pläne des Schicksals ineinander und müssen bald herausfinden, dass höhere Mächte ihrer Liebe Steine in den Weg legen: Ihre Beziehung gehört nicht zum Plan und jeder Widerstand birgt fatale Konsequenzen.
Story
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Der Kongressabgeordnete David Norris (M. Damon) lebt den amerikanischen Traum: Er ist smart und beruflich voll auf Kurs. Doch als eine Jugendsünde publik wird und seine Kandidatur auf den Senatorposten New Yorks zunichtemacht, zweifelt er an seinem Keep-Smiling-Image, das mehr aus Schein, denn aus Sein besteht. Durch Zufall begegnet er nach seiner Wahlniederlage der unkonventionellen Elise (E. Blunt). Sie ist es, die ihn zu seiner erfolgreichsten Ansprache inspiriert und zugleich sein Herz gewinnt. Nach monatelanger Funkstille treffen sich die beiden plötzlich im Bus wieder: Die romantische Spannung knistert und nachdem Elise David ihre Telefonnummer gibt, beginnt die perfekte Liebesgeschichte.
Dann kommt alles anders: Als David aus dem Bus in die Arbeit stolpert, ist die gesamte Belegschaft wie durch Geisterhand erstarrt und Männer in Schwarz zaubern an ihnen herum. David versucht zu entkommen, doch die Männer entführen ihn und klären ihn über den Plan auf: Sie haben in seinem Büro alles auf den richtigen Weg gebracht, da das Schicksal für David Großes vorbereitet. Elise stehe Davids Bestimmung im Weg und er hätte ihr nie ein zweites Mal begegnen sollen – infolge dessen, vernichten die geheimnisvollen Anzugträger ihre Telefonnummer. Gleichzeitig warnen sie David, niemandem von dieser Begegnung zu erzählen, Elise zu vergessen und sein Leben weiter zu führen. Doch für David beginnt jetzt der Kampf, in dem er sich seinen freien Willen bewahren und Elise für sich gewinnen will.
Der Plan greift wie andere Verfilmungen der Kurzgeschichten Philip K. Dicks (
Minority Report,
Total Recall) im Grunde nur Dicks Grundidee auf: Was wäre, wenn es quasi allmächtige Kräfte gäbe, die täglich unbemerkt unser Leben in seine Bahnen lenken? Wie in vielen Geschichten Dicks geht es um den Kampf des kleinen Mannes gegen ein übermächtiges Kollektiv – in diesem Fall David gegen die an skrupellose CIA-Agenten, die Ausführer des Plans. So toll diese Idee in
Der Plan anfangs umgesetzt ist, so schnell treten die Sci-Fi-Elemente hinter eine relativ konventionelle Liebesgeschichte zurück, der es sowohl an Dreidimensionalität als auch an Höhepunkten mangelt.
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Davids Faszination für Elise ist nur schwer nachzuvollziehen, zumal Matt Damon und Emily Blunt nicht zuletzt aufgrund des Altersunterschiedes als Paar unglaubwürdig bleiben. Als geheimer Star erweist sich dagegen John Slattery (Mad Men), der den führenden Anzugträger und Verfechter des Plans brillant verkörpert. Schade, dass seine Rolle, bzw. sein trockener Humor ab der Hälfte des Films durch den stoischen Terence Stamp ersetzt wird.Wer sich bei
Der Plan eine emotionale Sci-Fi-Achterbahn erhofft, bleibt zwangsläufig enttäuscht zurück: Selbst im Finale gibt es kaum Action und das klischeebehaftete Ende erahnt man bereits zur Hälfte des Films. Stattdessen ist
Der Plan eine vorhersehbare Romanze mit dezenten Mystery-Einsprengseln, die dank der Darstellungen Matt Damons und John Slatterys sowie der Inszenierung des Regisseurs George Nolfis nur knapp im oberen Mittelmaß landet.
Bildqualität
Technik: Videocodec VC-1, Ansichtsverhältnis 1,85:1, Auflösung 1080p Mit
Der Plan liefert Universal eine solide Disk ab: Die triste und ins Grau-Blaue tendierende Optik des Films kommt gut zur Geltung. Auch die Schwarzwerte sind auf sehr hohem Niveau und offenbaren selbst in dunklen Bildbereichen jedes Detail. Das Filmkorn ist permanent sichtbar, unterstreicht aber den Film-Look und stört zu keiner Zeit. Einige Einstellungen sind etwas weich geraten und der Detailgrad in Nahaufnahmen ist für einen aktuellen Spielfilm nur durchschnittlich. Dies ist offenbar dem gewollten Bildeindruck der Macher geschuldet und kein Fehler des Studios. Somit spiegelt die Blu-ray zu
Der Plan die Optik des Films gut wieder, die sich von Natur aus nicht unbedingt als Referenzmaterial empfiehlt.
Tonqualität
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Technik: Deutsch (DTS 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1), uvm. Die deutsche Tonspur gibt sich ähnlich solide aber unspektakulär wie das Bild: Der räumliche Eindruck sowie die Dialogverständlichkeit sind sehr gut. Mangels rasanter Action vor der Kamera nutzt
Der Plan sein Surround-Potential nur in ausgewählten Szenen wirklich aus, wie den Momenten, in denen die Anzugträger David verfolgen. Insgesamt fing man die Atmosphäre der Stadt New York akustisch sehr gut ein und wer hinhört und die Augen schließt, wähnt sich beinahe selbst im Big Apple. Im Bassbereich passiert dagegen relativ wenig, was aber dem dialoglastigen Material geschuldet ist. Der englische, verlustfreie Originalton packt noch eine Schippe Dynamik dazu und gibt die Surroundeffekte, gerade während des finalen Katz-und-Maus-Spiels um David und Elise, noch eine Spur differenzierter wieder.
Ausstattung
Die deutsche Blu-ray-Fassung des Films streicht leider das interaktive Extra „Labyrinth of Doors“, das Zuschauern erlaubte durch New York zu reisen und an bestimmten Schauplätzen Extras abzurufen. Der Kommentar des Regisseurs George Nolfi rundet den Film dagegen ab und zieht Vergleiche zur Kurzgeschichten-Vorlage Philip K. Dicks. Die rund sieben Minuten herausgeschnittenen Szenen liegen in HD vor und sind vor allem sehenswert, da sie den Comic-Relief-Charakter Henderson zeigen, gespielt von dem aus Lost bekannten Daniel Dae Kim. Die Figur des Henderson wurde komplett aus dem Film gestrichen. Die drei Specials „Quer durch New York“, „Vom Schicksal entschieden“ und „Die Entstehung von Elise“ bieten in ihren Spielzeiten von jeweils 5-8 Minuten Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Films, ohne in ihrer knappen Spielzeit in die Tiefe zu gehen.
Fazit
Technisch ist die Blu-ray zu
Der Plan grundsolide: Das farblich deutlich gefilterte Bild entspricht den Wünschen der Filmemacher und überzeugt mit erstklassigen Schwarzwerten und atmosphärischen Aufnahmen der Stadt New York. Der deutsche DTS-Ton fängt das Flair der amerikanischen Metropole ein, obwohl der verlustfreie Originalton die Verfolgungsjagden zwischen David, Elise und den Ausführenden des Plans etwas dynamischer inszeniert. Die Extras sind leider spärlich und kurz ausgefallen, zumal Universal für die deutsche Fassung ein interaktives Feature entfernt hat.
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Als romantisches Drama mit Mystery-Einsprengseln unterhält
Der Plan, macht aber aus Philip K. Dicks Idee von ausgefuchsten Mächten, die unser tägliches Schicksal lenken und unseren freien Willen unterdrücken, zu wenig. Dem vorhersehbaren Plot und der fehlende Chemie zwischen den Hauptdarstellern Matt Damon und Blunt stehen zum Glück die Leistung John Slatterys und die geschulte Hand des Regisseurs George Nolfis entgegen. Unterm Strich ist
Der Plan „nur“ ein unterhaltsamer Mittelklasse-Film, der in erster Linie weniger Philip-K.-Dick-Fans als Freunden dramatischer Liebesgeschichten zu empfehlen ist. (anw)
Kaufempfehlung6 von 10
Die Kaufempfehlung der Der Plan Blu-ray wird anhand der technischen Bewertung und unter Berücksichtigung der Story berechnet.
Testgeräte
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