Replikate und Scheinwelten, dass lieferte Regisseur Duncan Jones bereits beim britischen
Moon, mit seinem 2.Werk „Source Code“ bleibt er dieser Handschrift treu, in einer noch spannenderen Geschichte. Duncan Jones schafft es nach seinem beachtlichen Erstling nun nach Hollywood, wobei es sich hier um eine teils französische Produktion handelt, mit Gelder und Dreh aus den USA.
Beide Hauptdarsteller sind sehr ordentlich besetzt oder es wird das Beste aus ihnen rausgeholt und auch die Geschichte ist viel wichtiger als die ansehnlichen Effekte. Die Kulissen beschränken sich zumeist auf eine Bahn und einem beengten Raum in einer Forschungsstation, somit der Überblick gewährleistet ist, auch schnelle Bildschnitte bleiben komplett aus. Duncan Jones erweist sich nun als ein viel versprechendes Talente Hollywoods, denn der Film ist ihm gelungen, zwar nicht herausragend, aber trotzdem ganz gut.
Source Code erinnert ziemlich stark an die 80er und zwar an den „Zurück in die Vergangenheit“, insbesondere die Zeitsprünge welche auch bereits dort vorhanden waren, sehen hier großartig, fantasievoll, gar horrormässig aus. Die gewollte Liebesromanze wird einiges an Platz eingeräumt, es funktioniert aber gut und ist keineswegs oberflächlich wie aktuell so vieles in Hollywood. Zudem wird die Aussage getroffen, den Moment des Lebens jede Sekunde auszukosten, aufgezeigt in einer sehr emotionalen Schlussszene. Ansonsten ist die Geschichte sicherlich nicht Neu, wenn unser Hauptdarsteller versucht immer wieder die Vergangenheit zu beeinflussen, aber in dieser Form aus dem eigentlichen Todeszustand heraus, gab es dies noch nicht. Die verschiedenen Zeitebenen, die am Filmende mehr Fragen als Antworten parat haben, fand ich nicht weiter tragisch, denn damit wurde hier im Gegensatz zu einem Inception nicht posiert ohne das dabei was gescheites rauskommt, es ist somit nicht vordergründig, sondern hier wurde ganz eindeutig nur am Ende viel Raum zum reininterpretieren gelassen, wodurch man den Film also ohne verblödet zu werden gut verstehen kann und wo man vor allem am Ende dann ordentlich die Fantasie walten lassen darf.
7/10