Also dramatische Veränderungen deutet die letzte Folge für mich nicht an. Es gibt eine Charakterentwicklung, aber die macht es wohl in erster Linie für die Drehbuchautoren einfacher:
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Dass Raj irgendwann mit Frauen normal sprechen kann, musste ja mal sein, da weibliche Charaktere ja mittlerweile mehr als die Hälfte des Screentimes beanspruchen. Ständig damit anzukommen, dass er sich erstmal "einen ansaufen muss", wurde ja auch langsam altbacken.
Tatsächlich haben mir die Folgen 23 und 24 in der insgesamt sehr, sehr schwachen sechsten Staffel auch mit Abstand am besten gefallen - besonders lustig fand ich sie zwar abermals nicht, aber erstmals in der gesamten Serie gibt es quasi etwas ernstzunehmendes "Drama".
Auch wenn die beiden letzten Folgen es nochmal etwas rausgerissen haben, fand ich Staffel 6 aber insgesamt recht schlecht. Keine einzige Folge hat mich vom Hocker gerissen, die Witze sind nochmal deutlich flacher geworden und man wärmt nur noch Sexsprüche unterster Kajüte auf oder zeigt mit dem Finger auf die Charaktere: "Zuschauer, guckt hin: Das sind Nerds! Mann sind die blöd, oder?" Oder eben umgekehrt: "Hinschauen! Das sind total dumme Tussis! Ha, ha, ha!".
Eine Serie, die ihre die eigenen Hauptfiguren aber hauptsächlich verspottet, eröffnet dann bei mir die Frage, warum ich mich in irgendeiner Weise um sie scheren sollte? Schließlich haben schon die Drehbuchautoren fast nur Hohn für die Figuren übrig. Das wirkt sich bei mir auch auf den Humor aus, der dadurch nicht zieht.
Die letzten beiden Episoden nehme ich da mal aus, weil die wirklich überraschend positiv waren.
Den Folgen 1-22 würde ich 4/10 geben. Durch die letzten beiden Episoden mit Lichtblicken, sind es dann nochmal knapp 5/10. Bisher mit Abstand die schwächste Staffel der Serie. Hoffe sehr auf Besserung in Staffel 7. Sollte man da in den ersten Episoden wieder in alte Muster zurückfallen, bin ich raus aus Big Bang Theory.