Ja ok aber unterstützen beide Geräte (AV Receiver & DVB
Receiver) HMI 1.3 und DD+ könnte man doch quasi einen verbesserten
„abgespeckten HD-Ton“ senden. DD+ unterstütz Datenraten von bis zu
6Mbit/s.
Bevor ich vielleicht noch Leute mit meiner Unwissenheit nerve, habe
ich mich mal bissen über HD Sounds informiert und konnte hier diese
sehr eindruckvolle Rezension im Netz finden:
(Danke an Kekskrümel)
Zitat:
Dolby TruHD ist ein verlustfrei komprimiertes
Tonformat, das als Basis eine erheblich feinere Darstellung
ermöglicht, da es (statt wie sonst üblich mit 48) mit 96 oder gar
192 kHz gesampelt werden kann. Daraus ergeben sich feinere,
zeitlich (auf einem Waveformdiagramm in x-Richtung) stufenfreiere
Darstellungen der Wellenform des Audiosignals. Dazu erlaubt es
Dolby TruHD, daß die Informationen mit höherer Datentiefe
abgespeichert sind (statt 16 Bit, 20, oder 24 Bit). Das ermöglicht
wiederum feinere (auf einem Waveformdiagramm in y-Richtung)
stufenfreiere Darstellungen der Wellenform des Audiosignals.
Resultierend aus beiden Bedingungen heißt das eine feinere
Auflösung von leisen Geräuschen, die in einem anderen Format, das
nur 48 kHz und 16 Bit unterstützt, verloren gehen würden. Außerdem
gelingt bei einem verlustfrei komprimierten Format die
Konservierung des Raumhalls bezüglich der Erstreflexionen (Early
Reflections) wesentlich sauberer und man hört genauer, woher, aus
welcher Richtung ein Geräusch kommt.
Das typische Dolby TruHD Signal kann schwanken zwischen 1500 - 6000
kbps (höhere Werte hab ich in der Praxis noch nicht gesehen). Die
tatsächliche Datenrate schwankt während des Filmes (so wie bei DVD
die Videodatenrate), je nachdem, ob der Ton gerade sehr komplex,
oder sehr einfach gestrickt ist.
PCM ist ein Format, in welchem an Datentiefe, Kanalanzahl und
Samplingfrequenz alles mögliche möglich ist - zu einem leider recht
hohen Preis; dem unglaublich hohen Speicherplatzverbrauch. Denn PCM
ist überhaupt nicht komprimiert. Auch nicht verlustlos oder so,
sondern einfach gar nicht.
PCM 48k, 16B, 5.1 verbraucht 4608 kbps,
PCM 48k, 24B, 5.1 verbraucht 6912 kbps,
PCM 96k, 24B, 5.1 verbraucht rund 14.000 kbps für ein qualitatives
Ergebnis, das sich von Dolby TruHD (mit irgendwas zwischen 1500 und
max. 6000 kbps) nicht unterscheidet.
PCM hat allerdings auch einen Vorteil. Es ist kompatibler, da es
keinen Decoder benötigt, der die Komprimierung rückgängig machen
soll (ist ja wie gesagt unkomprimiert).
Dolby Digital ist - seit Erfindung der DVD - bei Receivern das
kompatibelste Format, unterstützt allerdings nur Samplingraten bis
48 kHz und Datentiefen bis 16 Bit. Da es stark komprimiert ist
(Ähnlichkeiten mit MP3, WMA, AAC, ATRAC und wie sie alle heißen),
benötigt es nur sehr wenig Speicherplatz. Bei DVDs und 2.0 Stereo
meist 128-224 kbps, bei DVDs und 5.1 meist 256-640 kbps (je
nachdem, was der Hersteller der Disk beim Authoring eingestellt
hat). Bei BDs und HD-DVDs zwischen 448 und 640 kbps. Gibt nur
wenige Ausnahmen mit geringeren Datenraten.
Die höchste von Dolby Digital unterstützte Datenrate ist 640 kbps.
Alles, was darüber raus geht, heißt dann Dolby Digital Plus (und
nutzt außerdem einen leicht veränderten, neueren Codec).
Der Dolby Digital Ton wird meist "dichter" abgemischt, als PCM oder
DTS, oder Dolby TruHD, da die Datendecke zu dünn ist, um extreme
Dynamikschwankungen ins Signal einzubauen. Bei Dolby Digital wird
wie bei jeder verlustbehafteten Komprimierung das jeweils lauteste
Signal detektiert und abgespeichert, die leiseren (von den lauten
Tönen verdeckten) Signale werden ignoriert. Leise Geräusche, die
gleichzeitig zu lauten erklingen fallen also komplett heraus.
Deshalb versucht man auch die leisen Signale möglichst in
Endergebnis hinüberzuretten, indem man sie bei der Abmischung so
laut macht, daß sie den lauteren Signalen einigermaßen ebenbürtig
sind und nicht von den lauten verdeckt werden und durchs Raster
fallen. Deshalb klingt Dolby Digital auch immer gefühlt "lauter"
als die anderen Tonformate. Das meinte ich mit "dichterem Klang".
Leises klingt fast so laut wie Lautes.
Bei einem konventionellen 5.1 Audio Receiver würde ich zwischen DD
oder PCM auf der Bluray wählen, je nachdem, ob ich den "dichteren"
Klang bevorzuge (bei dem laute und leise Geräusche weniger
Pegelunterschied haben), oder den unverdichteten Klang (bei dem die
Lautstärke-Unterschiede zwischen Explosion und Dialog sehr heftig
ausfallen, aber die dynamische und räumliche Auflösung besser sein
müßte). Du kannst auch DolbyTruHD einstellen und Bitstream, und per
optischer oder coaxialer Leitung rausgehen, dann entkernt der
Player aus dem hochwertigen DolbyTruHD (den der ältere Receiver
nicht verlustlos darstellen kann und auch nicht über optisch oder
coaxial weitergeleitet werden könnte) den darin enthaltenen
(Normal-) Dolby Digital Core mit maximalen 640 kbps und reicht das
an den Receiver weiter.
Doch frage ich mich noch weiterhin:
In wie fern kann Dolby Digital Plus (mit höchster Bandbreite
2-6Mbit/s) für den Fernsehbereich dem Dolby TrueHD (Praxis:
2-6Mbit/s Blu-ray) das Wasser reichen? Die Spezifikationen wie z.B
48-96Hz bei 24Bit ähneln sich doch schon
sehr...
http://de.wikipedia.org/wiki/Dolby_Digital_Plus
http://www.dolby.de/consumer/technology/dolby_digital_plus.html
2021: Sammlung mit ca. 1.100
Blu-ray & DVD Einheiten (davon ca. 800 Blu-rays, Serienstaffel
zählen als 1e Einheit). Viele auch verkauft und über lovefilm
gesehen, hab also deutlich über 800 Blu-rays
gesehen...