Geschrieben: 15 Mai 2026 09:29
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Zitat:
In einer Familie aus Kriminellen gilt Marco (U.
Mukundan) als das schwarze Schaf. Womöglich liegt es am
unberechenbaren Verhalten des coolen und zynischen Gangsters. Als
man aber eines Tages seinen erblindeten Bruder Victor (I. Shoukath)
ermordet, gehören alle eventuellen Familienzwistigkeiten der
Vergangenheit an. Denn Marco sehnt sich nach brutaler Vergeltung.
Ob mit bloßen Händen oder gefährlichen Waffen: Bei seiner
gnadenlosen Rache zeigt der erfahrene Killer nicht das geringste
Erbarmen!
Trailer
Geschrieben: 15 Mai 2026 09:31
Da es noch keinen Thread dazu gab, habe ich den eröffnet, weil ich
mir den Film vor einigen Wochen bei Amazon geliehen habe und mal
einen Eindruck dazu geschrieben habe.
In einer Familie aus Kriminellen gilt Marco (U. Mukundan) als das
schwarze Schaf. Womöglich liegt es am unberechenbaren Verhalten des
coolen und zynischen Gangsters. Als man aber eines Tages seinen
erblindeten Bruder Victor (I. Shoukath) ermordet, gehören alle
eventuellen Familienzwistigkeiten der Vergangenheit an. Denn Marco
sehnt sich nach brutaler Vergeltung. Ob mit bloßen Händen oder
gefährlichen Waffen: Bei seiner gnadenlosen Rache zeigt der
erfahrene Killer nicht das geringste Erbarmen!
Im Zentrum der Story steht hier Marco, der das schwarze Schaf in
der Familie ist und in einem Strudel aus Macht, Gewalt und Rache
gefangen wird. Machtkämpfe der Familien, Loyalität und die daraus
resultieriende Vergeltung bleiben da natürlich nicht aus.
Bei der Inszenierung mangelt es jedoch am Meisten. Klassisches
Rachemotiv, mit reichlich Nebenschausplätzen, bedeutungslosen
Momenten und etlichen Wiederholungen. Auch der Stil ist hier
gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Viele Zeitlupeneinstellungen, die
übertriebenden Kamerafahrten und die nervige muskalische
Untermalung in fast jeder Szene. Sind es harte Techno Beats,
Dudelsack gejaule oder Flötenspielerei. Man kommt sich vor, als sei
man in einem Musikvideo. Auch die immer wieder angedeutete Coolness
verleiht dem Film eine gewisse lächerliche Art. Jede Pose, jede
Bewegung und jeder Blick bekommt eine Note zu spüren.
Die 150 Minuten sind einfach zu viel für den Film. Das mag zwar im
Bollywood üblich sein, verleiht dem Film aber zu viel Leerlauf.
Gute 50 Minuten weniger hätten den Film gut getan. Allerdings sind
die Actionszenen erstklassig inszeniert und technisch einwandfrei
umgesetzt worden und geben den Film die gewisse Würze. Allerdings
sind einigen Szene ziemlich unglaubwürdig ausgearbeitet
worden.
Besonders ist hier die Gewalt hervorzuheben, die Marco ausmacht.
Nicht umsonst wird am Anfang des Filmes darauf hingewiesen. In
bester John Wick und Rambo Manier metzelt Marco alles nieder, was
sich ihm in den Weg stellt. Diese Gewalt geschieht nicht aus
Notwendigkeit, sondern aus reinem Selbstzweck. An Splatter mangelt
es hier auch nicht. Die Effekte sind ziemlich annehmbar, wirken
aber durch die künstlich wirkenden CGI Effekte nicht immer
schön.
Viele Figuren besitzen kaum Screentime und haben dadurch kaum
Bedeutung. Und wenn sie niedergemetzelt werden, nimmt man das
einfach so hin. Es fehlt die Tiefe zu den vielen Figuren.
Allerdings grenzt das alles schon an Zumutung, wie diese Figuren
getötet werden. Das sieht man im Finale ganz offensichtlich. Das
Ende ist dann auch nochmal überdreht und zeigt den Gewaltakt
nochmals in voller Form.
Von den Schauspielern sticht hier Marco raus. Unni Mukundan
verleiht der Figur eine starke physische Präsenz und spielt alles
routiniert runter. Allerdings wirkt seine Figur auch sehr
überzeichnet. Es zeigt sich kaum greifbar, seine Einstellung ist
kaum menschlich.
Der restliche Nebencast hat kaum eine nenneswerte Rolle und
erfüllen ihren Zweck minimalistisch.
Am Ende hatte ich doch mehr erwartet. Eine belanglose Story, die
anstrengende Inszenierung, die zu lange Laufzeit sind störende
Punkte. Handwerkliche Action und Hauptdarsteller können hier aber
überzeugen.
4/10 Marcos