In einer Flut an zusammenkopierten Threads in letzter Zeit gehen einzelne Filme leider unter, vor allem wenn man sie unter dem deutschen Titel überhaupt nicht findet. Diesen hier möchte ich hervorheben.
"Das Glück hat acht Arme" (wie der Film hierzulande heißt) wurde mir von Netflix vorgeschlagen, ohne zu wissen, was mich erwartet habe ich draufgeklickt und einen wunderbaren Wohlfühlfilm gesehen, richtig stark was Netflix hier im Programm hat.
Nach der Sichtung habe ich mich ein bisschen informiert und festgestellt, dass es sich um die Adaption eines Bestsellerromans handelt. Regie geführt hat Olivia Newman, die mit "Der Gesang der Flusskrebse" schon bewiesen hat, dass sie eine literarische Vorlage in großartige Bilder umsetzen kann. Die überzeugende Inszenierung in Verbindung mit einer tollen Besetzung sorgt für sehr kurzweilige und gelungene Unterhaltung.
Sally Field und Lewis Pullman spielen zwei unterschiedliche Charaktere, die eine verletzte Seele gemeinsam haben. Als sie sich zufällig über den Weg laufen nimmt Riesenkrake Marcellus Einfluss auf ihr Schicksal. Klingt vielleicht seltsam, ist aber sehenswert. In weiteren Rollen sieht man bekannte Gesichter wie Colm Meaney oder Kathy Baker, die sehr sympathisch rüberkommen. Trotz des Oktopus in der Hauptrolle ist der Film sehr bodenständig, klassisch und vor allem warmherzig, was mir in der heutigen Zeit gut gefällt. Eine tolle Überraschung und ich bin froh, dass ich nicht wusste, was mich erwartet. Das Erlebnis bleibt leider denjenigen verwehrt, die meinen Beitrag gelesen haben aber den Film nicht zu erwähnen wäre die schlechtere Alternative, für ein paar wenige Leute hier dürfte es eine gute Empfehlung sein. Von mir zum Abschluss noch der deutsche Trailer (den ich vorm Film natürlich nicht schauen würde) und eine 8/10