Geschrieben: 28 Dez 2025 22:47

4K HDR Fan
Blu-ray Freak
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Robert Grainier (Joel Edgerton) schlägt sich im frühen 20. Jahrhundert als Tagelöhner durch – in einer Epoche, die von rasanten Umbrüchen geprägt ist. Nach dem frühen Verlust seiner Eltern wächst er als Adoptivkind inmitten der weiten Wälder des Pazifischen Nordwestens der Vereinigten Staaten von Amerika auf. Dort beteiligt er sich am Ausbau des landesweiten Schienennetzes und arbeitet Seite an Seite mit Männern, deren Geschichten so vielfältig sind wie die Natur um sie herum. Eines Tages lernt er Gladys (Felicity Jones) kennen, mit der er sich ein einfaches Leben aufbaut und eine Tochter bekommt. Obwohl er durch seine Arbeit oft von seiner Familie getrennt ist, entsteht zwischen ihnen eine tiefe Verbundenheit. Als ein dramatisches Ereignis jedoch alles bisher sicher geglaubte über den Haufen wirft, beginnt Grainier, die Wälder, die ihn umgeben, mit ganz anderen Augen zu sehen...
Geschrieben: 28 Dez 2025 22:50

4K HDR Fan
Blu-ray Freak
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Metascore 88
Hab den Film heute Abend im englischen Original gesehen und bin begeistert!
Geschrieben: 31 Jan 2026 06:27

Forenmoderator
Blu-ray Papst
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Train Dreams stand schon lange auf meiner Watchlist, doch erst jetzt war ich bereit für dieses schwere, melancholische Drama und das Sehen hat sich definitiv gelohnt. Für mich ist der Film einer der traurigsten, stillsten und zugleich visuell schönsten Beiträge des Kinojahres 2025. Erzählt wird das Leben von Robert Grainier, dessen Existenz durch einen schlimmen Zwischenfall aus den Fugen gerät und ihm regelrecht den Boden unter den Füssen wegzieht. Die Inszenierung ist sehr langsam und zurückhaltend, wodurch die Handlung auf den ersten Blick unspektakulär wirkt. Gerade diese Ruhe gibt dem Film jedoch Raum, eine erstaunliche thematische Tiefe zu entfalten. Es geht um Verlust, Fortschritt, Familie, Freundschaft, Akzeptanz und das unaufhaltsame Älterwerden. Joel Edgerton spielt Robert Grainier schlicht grossartig und transportiert dessen Leid mit leiser Intensität. Ohne grosse Gesten macht er den inneren Schmerz seiner Figur jederzeit spürbar. Auch William H. Macy überzeugt in einer kleinen Nebenrolle und nutzt seine kurze Screentime sehr effektiv. Durch die ruhige Erzählweise entstehen zwar kleinere Längen, diese fügen sich jedoch organisch in den Ton des Films ein. Emotional hat mich Train Dreams immer wieder voll abgeholt und stark mit der Hauptfigur mitleiden lassen. Die Oscar-Nominierung für die beste Kamera ist dabei absolut gerechtfertigt. Das 1,50:1-Format und der Eindruck von überwiegend natürlichem Licht verleihen dem Film einen einzigartigen, fast zeitlosen Look. Jede Einstellung wirkt sorgfältig komponiert und visuell bis ins Detail durchdacht. Besonders einzelne Bildkompositionen stechen hervor und bleiben lange im Gedächtnis. Ein bestimmtes Bild hat sich dabei besonders eingebrannt und wird mich vermutlich noch lange begleiten. Auch die Musik hat mir sehr gut gefallen und unterstützt die emotionale Wirkung auf subtile Weise. Insgesamt ist Train Dreams für mich eine echte Überraschung, die tief bewegt, aber definitiv die richtige Stimmung beim Publikum voraussetzt.
8.5/10