Blu-ray Forum → Blu−ray Talk, Kino & Filme, TV−Serien & Gewinnspiele → Blu−ray Filme & Kino

Turbulence (Hera Hilmar, Jeremy Irvine, Olga Kurylenko, Kelsey Grammer; Regie: Claudio Fäh; 12.12.2025)

Gestartet: 17 Nov 2025 08:38 - 1 Antworten

#1
Geschrieben: 17 Nov 2025 08:38

N1ghtM4r3

Avatar N1ghtM4r3

user-rank
Blu-ray Guru
fsk-geprueft
user verified
aktivitaet.png Aktivität:
 
Inhalt
 
Zitat:
Das junge Ehepaar Zach und Emmy beschließt, eine Heißluftballonfahrt über die italienischen Dolomiten zu unternehmen, um ihre Beziehung wiederzubeleben. Als sie und Pilot Harry von einer dritten Passagierin, Julia, begleitet werden, entfalten sich die Ereignisse auf eine Art und Weise, die sie sich - 5000 Meter über dem Erdboden - nie hätten vorstellen können. In diesem actionreichen Thriller wird das, was der Trip des Lebens hätte sein sollen, zu einem Desaster, als die dunklen Geheimnisse der Passagiere ans Licht kommen und der Zorn der Natur entfesselt wird...

Trailer
 


 
#2
Geschrieben: 18 Aug 2026 09:22

N1ghtM4r3

Avatar N1ghtM4r3

user-rank
Blu-ray Guru
fsk-geprueft
user verified
aktivitaet.png Aktivität:
 
Gestern auf Amazon Prime gesehen. Was für ein Reinfall.
Ein Ehepaar steigt für eine romantische Heißluftballonfahrt über den Dolomiten in einen Korb, doch eine mysteriöse Frau namens Julia taucht plötzlich auf. Was zunächst nach einem unangenehmen Zwischenfall aussieht, entwickelt sich in rund 5.000 Metern Höhe zu einem Kampf ums Überleben. Dazu kommen Geheimnisse, Eifersucht, Gewalt und die Erkenntnis, dass man in einem Heißluftballon nicht einfach aussteigen kann. Eigentlich eine starke Idee, aber die Umsetzung ist schlecht.
Zunächst muss man dem Film zugutehalten, dass die Idee funktioniert. Ein Heißluftballon ist als Schauplatz für einen Thriller interessant, weil die Möglichkeiten der Figuren extrem begrenzt sind. Kein Fluchtweg, kaum Platz, Wetter und Höhe als zusätzliche Gefahren und dazu die ständige Angst, dass etwas mit dem Ballon schiefgeht.
Obwohl sich die Figuren buchstäblich tausende Meter über dem Boden befinden, hatte ich nur selten das Gefühl, dass sie tatsächlich in Lebensgefahr schweben. Es gibt zwar vereinzelne Szenen, aber die werden schnell abgehandelt und die Gefahr ist schnell vorüber.
Besonders störend ist, dass vieles vorhersehbar ist. Der Film versucht zwar, Geheimnisse und Wendungen einzubauen, doch kann man viele Entwicklungen bereits erahnen. Das nimmt dem Film einen Großteil seiner Wirkung. Auch die Konflikte zwischen den Personen haut keinen aus den Socken.
Noch schlimmer ist, dass einige Entscheidungen der Figuren einfach nicht besonders glaubwürdig wirken. Man sitzt teilweise vor dem Bildschirm und fragt sich, warum eine Person gerade so handelt.
Olga Kurylenko spielt Julia, die mysteriöse Frau, die die ohnehin schon angespannte Situation im Ballon endgültig eskalieren lässt.
Julia soll eine Figur sein, bei der man nie genau weiß, was sie vorhat und welche Geschichte sie mit Zach verbindet. Dadurch hätte sie das Zentrum des Films bilden können.
Kurylenko hat zweifellos Präsenz, aber die Figur wirkt teilweise so offensichtlich auf Geheimnis und Bedrohlichkeit getrimmt, dass kaum echte Spannung entsteht.
Auch die Beziehung zwischen Julia und Zach wird nicht überzeugend genug aufgebaut. Aber die Figuren besitzen dafür zu wenig Tiefe. Dadurch bleiben die Enthüllungen emotional ziemlich wirkungslos.
Zach wirkt über weite Strecken arrogant und unsympathisch. Emmy bleibt zunächst erstaunlich passiv, während Julia wiederum so stark als problematische Figur inszeniert wird, dass man ihr kaum vertrauen kann. Die Figuren sind schwer sympathisch zu finden.
Turbulence spielt größtenteils in einem Heißluftballon. Ein Blick nach unten sollte Schwindel verursachen. Ein wackelnder Korb sollte Panik auslösen. Eine Beschädigung am Ballon müsste sich wie eine unmittelbare Katastrophe anfühlen.
Stattdessen wirkt der Ballon häufig erstaunlich künstlich. Das fällt besonders deshalb auf, weil die Landschaft rundherum teilweise wunderschön aussieht. Die Aufnahmen der Dolomiten sind ohne Frage ein Pluspunkt des Films. Gleichzeitig entsteht aber ein deutlicher Unterschied zwischen den beeindruckenden Außenaufnahmen und den Szenen im Ballon. Man sieht eindeutig die Bluescreens. Das sieht einfach nicht sccön aus.
Die Figuren wirken im Ballon teilweise, als würden sie vor einer riesigen Videowand stehen. Dadurch verliert die Situation viel von ihrer Glaubwürdigkeit.
Feuer, Beschädigungen am Ballon, gefährliche Situationen und Auseinandersetzungen sorgen dafür, dass gegen Ende deutlich mehr Bewegung in die Handlung kommt.
Die Idee ist gut. Die Dolomiten sehen beeindruckend aus. Einige Actionszenen sind ordentlich gemacht. Der Score passt teilweise zur Atmosphäre und gegen Ende nimmt der Film spürbar Fahrt auf. Auch die Tatsache, dass sich der Film auf einen ungewöhnlichen Schauplatz konzentriert, verdient zumindest Anerkennung.
Allerdings bekommt man eine vorhersehbare Geschichte, Figuren, die kaum Sympathie erzeugen, teilweise unglaubwürdige Entscheidungen und eine Inszenierung, die das Gefühl von Höhe nicht überzeugend vermittelt.
Von mir gibt es 3/10 Heißluftballons


Beitrag Kommentieren

Noch 380 Zeichen

Blu-ray Forum → Blu−ray Talk, Kino & Filme, TV−Serien & Gewinnspiele → Blu−ray Filme & Kino

Es sind 0 Benutzer und 0 Gäste online.