Geschrieben: Gestern 14:13

Movieprops Collector
Blu-ray Junkie
Aktivität:
Erick Sosa hat gestern einen guten Post auf Instagram
abgelassen
Zitat:
Diese Zölle mögen ungenau sein, aber sie
spiegeln ein Problem im System wider – den Übergang zu dem, was
kommen wird. Die Statuenindustrie bricht nicht zusammen. Sie
schrumpft.
Vor ein paar Tagen telefonierte ich spätabends mit einem
Fabrikvertreter, und etwas, das er sagte, traf mich tief:
Wir produzieren 100 bis 200, selten 300 Exemplare für die größten
Statuenhersteller. Das war’s. Ich hatte es schon von anderen
gehört, aber ich wollte es direkt aus erster Hand hören. Von den
Fabriken.
Und es sind nicht nur sie. Ich höre das immer häufiger aus
verschiedenen Bereichen der Sammlerbranche – von Bildhauern,
Lizenzgebern, Indie-Marken und sogar einigen großen Namen. Alle
bauen ihre Produktion ab. Leise.
Das alte Modell, in dem Unternehmen reihenweise Statuen
produzierten, bricht unter seiner eigenen Last zusammen. Der
Versand ist so teuer wie nie zuvor. Die Materialien kosten mehr.
Der Einzelhandel ist unberechenbar. Und die Käufergewohnheiten nach
COVID haben sich geändert.
Auch Die Großen? Ja, sie streichen Produktlinien und setzen auf ein
oder zwei sichere Lizenzen. Manche hoffen, dass ein starkes Produkt
ihnen das ganze Quartal einbringt. Es geht nicht mehr um
Exklusivität. Es geht ums Überleben.
Rapid Prototyping und Eigenproduktion waren früher eine Nische.
Jetzt werden sie zur Standardlösung. Denn das alte Modell, an das
wir gewöhnt waren, funktioniert einfach nicht mehr. Warten wir ab,
bis Farb-3D-Drucker für die breite Masse verfügbar sind. Ich
prognostiziere, dass das in fünf Jahren oder vielleicht früher
passieren wird.
Die Leidenschaft ist noch da. Die Fans sind noch da. Aber die
Zahlen lügen nicht: Die Nachfrage reicht nicht aus, um eine
Nischen-Statuenindustrie, die für den Massenkonsum geschaffen
wurde, weiter zu versorgen. Nicht bei diesen irrsinnigen Preisen.
Nicht bei den aktuellen Kosten. Und schon gar nicht bei diesem
Sättigungsgrad.
Das ist nicht das Ende. Aber es ist ein massiver Neustart. Ein
Schrumpfen. Eine Ernüchterung. Und vielleicht? Der Beginn von etwas
Besserem, Schlankerem, Kreativerem und Direkterem?
Mein Rat an Künstler? Entwickeln Sie nach und nach Ihr eigenes
geistiges Eigentum, Ihre eigene Marke. Nutzen Sie die sozialen
Medien, um Himmels willen, und geben Sie ihnen Zeit. Es wird sich
für Sie alles verbessern.
Gruß
Frank
