Mit 102 Mio Dollar Einspiel letztes WE in den USA war es das beste Einspiel bisher für diesen Oktober. Auch wenn es viele Neueinsteiger in den Top 10 gab, blieb weiterhin der große Blockbuster aus. Platz 1 konnte immerhin 31 Mio Dollar einspieln, während man um in die Top 10 zu kommen noch 2,2 Mio Dollar einspielen musste.
Auf Platz 1 ist der neue
Street Fighter Film mit weltweit 51 Mio Dollar Einspiel gelandet. Zwar der beste Start für einen Street Fighter Film bisher aber laut Deadline deutlich hinter den Erwartungen der Macher. Ebenfalls laut Deadline sollen mit meisten Zuschauer ältere Erwachsene gewesen sein trotz PG 13 Freigabe. Was bedeutet man konnte hier kaum Teenies in die Kinosääle locken. Das Budget ist 82 Mio. Dollar plus Werbung. Die Kritiken sind deutlich weniger gut, wobei die Zuschauerreaktionen ganz ordentlich. Bis zur Gewinnzone wird es aber noch ein verdammt weiter Weg.
Auf Platz 2 ist direkt der nächste Neueinsteiger, sprich der A24 Film
You Can See Everything mit 15 Mio Dollar Einspiel in den USA. Eine Doku mit einem Budget von 7 Mio Dollar. Kritiker sind von dieser Doku begeistert. Gleichzeitig muss man sagen das letztes WE war noch ein limited Release, der große Release kommt noch Ende dieser Woche. In der Gewinnzone ist man noch nicht aber dank dem niedrigen Budget definitiv machbar, zusätzlich ist A24 durch einen lukrativen Deal mit HBO Max finanziell gut abgesichert.
Auf Platz 3 ist der von den Kritikern und Zuschauern zerissene Filme
Other Mommy mit 78 Mio Dollar Einspiel weltweit. Budget waren 19 Mio. Dollar plus Werbung. In einem Podcast wurde mal gesagt dass Blumhouse im Schnitt um die 40 Mio in Promo raushaut um einen Platz in den Top 10 zu garantieren. Ob das Stimmt weiß ich nicht, falls es hier auch der Fall ist, ist man natürlich noch ein gutes Stück der Gewinnzone entfernt. Falls es nicht stimmen sollte könnte man dagegen schon die Gewinnzone erreicht haben.
Auf Platz 4 ist wieder ein Neueinsteiger und zwar die Romanverfilmung
Whalefall mit 17,5 Mio. Dollar Einspiel weltweit. Budget waren aber 60 Mio. plus Werbung. Hier kann man jetzt schon sagen dass man die Gewinnzone nicht erreichen wird.
Auf Platz 5, Überraschung noch ein Neueinsteiger und zwar
Sense und Sensibility, eine Romanverfilmung die bereits schon mehrfach verfilmt worden ist. Das Einspiel liegt bei 18,5 Mio Dollar weltweit. Budget war mit 25 Mio. Dollar vergleichsweise niedrig. Trotzdem wird man hier einen verdammt langen Atem brauchen um in die Gewinnzone zu kommen.
Auf Platz 6 ist zur Abwechslung mal kein Neueinsteiger aber dafür wieder eine Romanverfilmung und zwar
Verity mit 145,2 Mio Dollar Einspiel weltweit, gleichmäßig Verteilt zwischen USA und Rest der Welt. Budget waren 40 Mio + Werbung. Die Kritiken waren eher mittelmäßig aber immerhin hat man die Gewinnzone inzwischen geschafft. Gleichzeitig ist dieser Film eine Amazon Produktion. Zur Zeiten von
Air sagte hier der Amazon Prime Video Chef, dass es erst mal nicht wichtig ist dass ihre Filme im Kino in die Gewinnzone kommen. Für sie ist der Kinorelease bezahlte Werbung für den späteren Streaming Release.
Auf Platz 7 st der von den Kritikern und den Zuschauern gefeierte
Resident Evil mit inzwischen 361 Mio Dollar Einspiel weltweit. Die einzigen kritischen Stimmen meckern weil dieser Film wenig bis gar nichts mit den Resident Evil Spielen zu tun hat, was der Regisseur aber vorher schon gesagt hat. Das Budget war aber 75 Mio plus Werbung. Damit hat man definitiv die Gewinnzone erreicht. Inzwischen ist dieser Film der erfolgreichste Resident Evil Film.
Auf Platz 8 ist der neue Film mit Brad Pitt
Heart of the Beast mit 155,5 MIo Dollar Einspiel weltweit. Das Budget war aber 80 Mio plus Werbung, somit ist es noch ein weiter Weg bis zur Gewinnzone und vermutlich nun wo der Film in der vierten Woche ist, nicht mehr zu schaffen, wobei die Kritiken und die Zuschauerreaktionen sehr positiv sind.
Auf Platz 9 ist der Bollywood Film
Jailer 2, der bisher erfolgreichste Bollywoodfilm 2026. Weltweit hat man bisher 44 Mio Dollar eingespielt, während das Budget inklusive werbung zwischen 26 und 36 MIo Dollar angegeben ist. Somit wäre man hier noch nicht in der Gewinnzone.
Auf Platz 10 ist der Dreamworks Animationsfilm
Forgotten Island mit 60,3 Mio Dollar Einspiel weltweit. Budget waren 80 Mio plus Werbung. Auch wenn dieser Film als einer der besten Dreamworks Filme ever gefeiert wird, kann man wohl jetzt schon sagen dass dieser Film ein Flop ist und nicht mehr in die Gewinnzone kommen wird.
Diese Woche starten der neue
Ali G Film und
Clayface, hier könnten sicherlich Top 10 Platzierungen sicher sein, auch wenn ich persönlich keinen der beiden Filme Blockbuster Starts zutraue. Ebenso gibt es auch wieder eine Konzertübertragung von
BTS, da sind bestimmt auch wieder Top 10 Platzierungen möglich.
Nächste Woche ist kommt dann noch der neue Actionthriller mit Liam Neeson raus sprich
The Mongose, hier kann man davon ausgehen dass dieser floppen wird da bereits vor über einem Monat eine HD Version im Internet gelandet ist.
Um den Break Even Point zu berechnen, wurde das Budget mal Faktor 3 genommen.
Viele Filme haben zusätzlich zum Budget noch mal ungefähr 50% von den Budgetkosten in Marketing. Bei einer Mischkalkulation von 50% der Einnahmen der Ticketverkäufe beim Studio landen ist man so auf einer ziemlich sicheren Seite das man ab dem Punkt in der Gewinnzone ist, wobei gesagt werden muss, das der Break Even Point so trotzdem nur geschätzt ist.
Die Mischkalkulation von 50% vom Ticketpreis wurde der Einfachheit benutzt. Genauer kriegt ein Studio zwischen 25-64% vom Ticketpreis, abhängig welches Studio und in welchem Land das Ticket gekauft wurde. Somit ist es auch hier nur ein Schätzwert wie viel Geld insgesamt genau beim Studio angekommen ist.
Nicht berücksichtigt wurden Steuererstattungen, Einnahmen durch Productplacement, Merchverkäufe und Heimkino, Mehrkosten durch Umsatzbeteiligungen von Schauspielern und Regisseure, Weitergabe von Aufträgen an Tochterunternehmen (wodurch Ausgaben umgeschichtet werden und so Geld vom Budget in die eigene Tasche wandert)
Sollte ich da Zahlen lesen werde ich sie erwähnen.
Würde man diese Faktoren berücksichtigen, ist natürlich auszugehen das in vielen Fällen der BEP niedriger ist als Budget x 3.
Deswegen sind viele der hier genannten Zahlen hier nur Schätzungen. Genauere Zahlen weiß vermutlich nur die Finanzabteilung des jeweiligen Studios.
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983
Sawasdee1983
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