Das neue Jahr geht schonmal vergleichsweise gut los mit knapp 30 Mio mehr einspiel am ersten WE als noch letztes Jahr. Insgesamt wurden am ersten WE in den USA 130 Mio Dollar eingespielt. Für Platz 1 mussten ca. 40 Mio Dollar eingespielt werden. Um in die Top 10 zu kommen, waren sogar noch 2,7 Mio Dollar Einspiel nötig.
Auf Platz 1 ist weiterhin der dritte Teil von
Avatar mit insgesamt weltweit 1.083 Mio Dollar eingespielt. Das Budget waren ca. 350-400 Mio, jedoch wurde in Neuseeland gedreht, da gibt es unter bestimmten Bedingungen bis zu 25% der Kosten an Steuerrestattung zurück. Teil 2+3 haben zusammen ca. 170 Mio Dollar an Steuererstattung gekriegt. Das Budget für Promo soll weniger gewesen sein als bei Teil 2, welches 175 Mio gewesen ist. Aktuell wird es wohl bei ca. 150 Mio geschätzt. Unter diesen Bedingungen wäre dieser Film in der Gewinnzone. Außerhalb der USA läuft dieser Film auch deutlich besser als in den USA. Aktuell ist man auf Platz 3 der Jahrescharts 2025
Auf Platz 2 und inzwischen in der 6. Kinowoche hält sich
Zootopia 2 mit inzwischen 1588 Mio Dollar Einspiel weltweit und aktuell auf Platz 2 der Jahrescharts 2025 und hier aktuell auch der erfolgreichste US Film 2025. 561 Mio Dollar stammen hier aus China, also über 1/3 vom Umsatz. Budget war 150 Mio Dollar plus Werbung. Das Budget hat man schon längst wieder eingespielt, zumal sich auch das Merch hier sehr sehr gut verkauft. Ein riesen Erfolg für Disney.
Auf Platz 3 ist die Bestseller Romanverfilmung von
The Housemaid, die aktuell bei 92 Mio Dollar Einspiel Weltweit sind, der größte Teil stammt aber von innerhalb der USA. Aber insgesamt heißt es dass dieser Film trotz dieser starken Konkurrenz sehr überrascht ist wie gut sich dieser Film hält. Budget waren 35 Mio plus Werbung, was bedeutet man ist nicht mehr weit weg von der Gewinnzone, falls man diese nicht sogar schon erreicht hat. Spätestens aber im Heimkinobereich sollte dieser Film aber Gewinn machen und wäre somit der erste wirkliche Erfolg für Lionsgate im Jahr 2025
Auf Platz 4 ist
Marty Supreme mit aktuell 58 Mio Dollar Einspiel weltweit. Außerhalb der USA spielt dieser Film aber noch keine große Rolle. Die Kritiken sind sehr gut, aber das Budget war für A24 Verhältnisse mit massiven 60-70 Mio plus Werbung sehr hoch und laut Vartiety sollen die Promokosten für diesen Film extrem hoch gewesen sein, so dass der Break Even Point bei ca. 200 Mio Dollar liegen soll wodurch dieser Film noch weit weg von der Gewinnzone ist und noch einen sehr langen Atem braucht um in die Gewinnzone zu kommen. Aktuell sieht es aber nach dem nächsten Finanziellen Flop für das kleine Studio aus.
Auf Platz 5 ist das Reboot von
Anaconda mit 88 Mio Einspiel Weltweit, gleichmäßig verteilt zwischen USA und Rest der Welt. Budget waren 45 Mio plus Werbung und bei der Konkurrenz in der 2. Woche ist es schonmal ganz ordentlich auch wenn man noch ein gutes Stück von der Gewinnzone entfernt ist. Da wird es noch mal ein bisschen an Atem brauchen. Die Zuschauerreaktionen und Kritiken zu diesem Film waren aber eher mittelmäßig.
Auf Platz 6 ist in der dritten Woche der
Sponge Bob Film mit weltweit 112 Mio Einspiel. Gleichmäßig verteilt zwischen USA und Rest der Welt. Budget waren 64 Mio plus Werbung. Auch hier wird es einen langen Atem brauchen um in die Gewinnzone zu kommen. Wobei Spongebob allgemein viel über Merch Einnimmt.
Auf Platz 7 ist der Bibel Animationsfilm
Angel, mit fast 70 Mio Einspiel weltweit, wobei 99% stammt aus den USA. Budget waren satte 60,9 Mio Dollar plus Werbung. Also ist man weit weg von der Gewinnzone. Ob diese erreicht wird ist schwer einzuschätzen, immerhin in den USA sind die Filme von den Angel Studios die auch diesen Film gemacht haben, recht erfolgreich und halten sich da oft auch sehr lange in den Charts, wobei das auch mit Vorsicht zu genießen ist, bei denen aufgrund deren Themen, werden auch mal gerne von Sekten die Tickets aufgekauft, aber am Ende geht keiner rein. So vor allem bei
Sound of Freedom geschehen.
Auf Platz 8 ist die Musik Biografie
Song Sung Blue mit aktuell 30 Mio Dollar weltweit. Budget waren ebenfalls 30 Mio. plus werbung also wird dieser Film noch einen sehr langen Atem brauchen um in die Gewinnzone zu kommen. Vielleicht gibt es noch ein Schub wenn die Preisverleihungen anfangen.
Auf Platz 9 ist
Wicked For Good bereits in der 7. Woche, welches in einigen Ländern bereits digital erschienen ist, aktuell in der 7. Woche mit 518 Mio Einspiel weltweit, immer noch hinter dem ersten Teil aber wie der erste Teil in den USA deutlich stärker als im Rest der Welt. Bei einem Budget von 150 Mio plus Werbung hat dieser Film natürlich schon die Gewinnzone erreicht.
Auf Platz 10 ist die Fortsetzung von
Five Nights at Freddys bereits in der 5. Woche und auch hier bereits in einigen Ländern Digtial erschienen. Aktuell liegt das Einspiel bei 231 Mio, noch deutlich hinter dem Einspiel vom ersten Teil. Budget werden zwischen 36 und 51 Mio + Werbung. Jedoch ist dieser Film von Blumhouse. Laut Aussagen diverser Regisseure in verschiedenen Filmpodcasts ballert Blumhouse gerne mal 50 Mio pro Film in Werbung rein um so hoch Chartplatzierungen zu garantieren (für diese Aussagen nehme ich keine Haftung ob diese stimmen) und laut Interview mit Jason Blum, arbeitet dieser gerne mit Umsatz/Gewinnbeteilungen von Hauptdarstellern und Regisseuren um so Filme mit niedrigem Budget drehen zu können. Ob diese auch hier zutreffen und wie hoch ist nicht bekannt.
Aber zumindest kann man aktuell das von ausgehen dass dieser Film in der Gewinnzone ist.
Übrigens erst auf Platz 11 kommt der erste Neueinsteiger
We Bury the Dead mit 2,5 Mio Einspiel weltweit. Budegt ist nicht bekannt.
Diese Woche startet
Greenland 2 mit Gerald Butler, sowie die neuste Verfilmung von Kultanime
Lupin III. Meine persönlich Einschätzung glaube ich zwar nicht dass sie Avatar vom Thron stoßen werden, aber immerhin vielleicht ein bisschen Wirbeln in die Top 10 bringen könnten.
Nächste Woche gibt es nen Re-Release von
Herr der Ringe und es startet der neue
28 Years Later Film.
Um den Break Even Point zu berechnen, wurde das Budget mal Faktor 3 genommen.
Viele Filme haben zusätzlich zum Budget noch mal ungefähr 50% von den Budgetkosten in Marketing. Bei einer Mischkalkulation von 50% der Einnahmen der Ticketverkäufe beim Studio landen ist man so auf einer ziemlich sicheren Seite das man ab dem Punkt in der Gewinnzone ist, wobei gesagt werden muss, das der Break Even Point so trotzdem nur geschätzt ist.
Die Mischkalkulation von 50% vom Ticketpreis wurde der Einfachheit benutzt. Genauer kriegt ein Studio zwischen 25-64% vom Ticketpreis, abhängig welches Studio und in welchem Land das Ticket gekauft wurde. Somit ist es auch hier nur ein Schätzwert wie viel Geld insgesamt genau beim Studio angekommen ist.
Nicht berücksichtigt wurden Steuererstattungen, Einnahmen durch Productplacement, Merchverkäufe und Heimkino, Mehrkosten durch Umsatzbeteiligungen von Schauspielern und Regisseure, Weitergabe von Aufträgen an Tochterunternehmen (wodurch Ausgaben umgeschichtet werden und so Geld vom Budget in die eigene Tasche wandert)
Sollte ich da Zahlen lesen werde ich sie erwähnen.
Würde man diese Faktoren berücksichtigen, ist natürlich auszugehen das in vielen Fällen der BEP niedriger ist als Budget x 3.
Deswegen sind viele der hier genannten Zahlen hier nur Schätzungen. Genauere Zahlen weiß vermutlich nur die Finanzabteilung des jeweiligen Studios.
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983
Sawasdee1983
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