Geschrieben: 04 Mai 2025 13:47

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Mit seinen 214 Minuten ist The Brutalist ein echtes Schwergewicht und trotz seiner Qualitäten lassen sich einige spürbare Längen nicht vermeiden. Die Geschichte ist in zwei Kapitel unterteilt, Kapitel 1 behandelt die Jahre 1947 bis 1953, Kapitel 2 schliesst von 1953 bis 1960 an, eingerahmt von einer kurzen Ouvertüre und einem Epilog. In der Mitte gibt es eine einminütige Intermission, die im Kino sogar 15 Minuten dauerte und eine willkommene Pause bietet. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch und lebendig die Geschichte wirkt, obwohl sie komplett auf fiktiven Figuren basiert. Die erste Hälfte überzeugt mit gutem Pacing, doch in der zweiten Hälfte verliert der Film leider spürbar an Tempo. Schauspielerisch ist der Cast durchweg stark, allen voran Adrien Brody, der hier endlich wieder zu alter Form aufläuft, sein Oscar-Gewinn geht für mich völlig in Ordnung. Der heimliche Star ist allerdings Guy Pearce, der ebenfalls eine beeindruckende Leistung abliefert. Inhaltlich deckt der Film ein breites Spektrum ab, von Traumabewältigung, Sucht und Drogenmissbrauch über den amerikanischen Traum bis hin zu Themen wie Judenverfolgung, Machtmissbrauch, Israel und sexuellen Übergriffen. Auch technisch weiss The Brutalist zu begeistern, mit fantastischen Bildern, einer grossartigen Ausstattung und einem eindrucksvollen Score. Es ist kaum zu glauben, dass dieser Film angeblich nur 10 Millionen Dollar gekostet haben soll. Trotz seiner Überlänge bleibt er ein sehenswerter Film, der in Erinnerung bleibt. Man braucht allerdings definitiv etwas Sitzfleisch, um ihn komplett geniessen zu können.
8/10
Geschrieben: 02 Okt 2025 19:45

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