Boy kills World (TrueID)
Nach Monkey Man sollte dies der nächste große Brutalo Actionkracher werden. Aber nachdem Monkey Man schwach war, waren meine Erwartungen an Boy Kills World sehr gering, vor allem als ich hörte das extrem mit der Kamera geschüttelt würde. Aber ich wollte diesen Film zumindest mal gesehen haben.
Dieser Film ist mehr eine total verrückte Endzeit Comedy mit Actionanteilen.
Die Charaktere sind total skurril und ein verrückter Moment jagd den nächsten aber nicht jeder Joke zündet. Einige male schießt man über das Ziel hinaus was die Verrücktheiten angeht und driftet ins Alberne ab.
Vom Helden da dieser Taubstumm ist hört man nur seine verrückten Gedanken was zumindest stellenweise für einen recht trockenen Humor im Zusammenhang mit der Körpersprache von Bill Skarsgard sorgt. Hinzu kommt noch dass er eine imaginären Freundi hat die für jede Menge Chaos sorgt.
Bei der Action kommt es dann immer mehr zu einer recht ordentlichen Situationskomik, spätestens hier merkt man, dass sich dieser Film null ernst nimmt.
Andrew Koji ist leider etwas verschenkt. Da hat man einen Martial Arts Experten aber zeigen darf er nichts, stattdessen darf er den Comedy Sidekick spielen.
Famke Janssen als Bösewicht wirkte auch mehr wie ne schlechte Karikatur.
Kommen wir zu der Action an sich. Es gibt mehrere größere Actionsequenzen über den Film verteilt. Die meisten davon sind in der zweiten Hälfte. Aber wie gesagt dieser Film ist mehr Comedy als Action, wobei die Story auf einen Bierdeckel passt.
Die Action selbst ist irre brutal und mit sehr übertriebenen Einsatz von Gore, wodurch die Kills sehr lustig anzuschauen sind, mit sehr ideenreichen Kills. Der Bodycount ist extrem hoch. Jedoch bleibt die Kamera während der Action nicht einmal ruhig, sie wackelt zwar nicht aber die Kamerafahrten sind zu schnell und es gibt jede Menge schnelle Schnitte. Man verliert zwar nicht die Übersicht und ja es gibt schlimmere Bespiele, aber auf Dauer schön anzuschauen ist es auch nicht, sondern ist eher nervig, weil man sehen kann das unglaublich viel Potenzial dadurch verloren geht, denn der Cast und die Stuntcrew zeigen wirklich gute Moves und Körpereinsatz. Auch die Choreo ist sehr gut.
Auch wenn Kamera und Schnitt einige Schwächen haben, ist diese zumindest deutlich besser als bei Monkey Man. Und auch die Action ist nicht stumpf Gewalt gegen Gewalt sondern klar ein verrückt blutiger Tanz.
Richtig geil ist aber der Endfight, der hat es in sich und ist natürlich eine Hommage an The Raid und das stellenweise sogar noch brutaler.
Den Twist zum im letzten Viertel fand ich aber recht hanebüchen und bescheuert. Da habe ich dann nur den Kopf geschüttelt.
Insgesamt wie gesagt deutlich besser als Monkey Man aber weit hinter seinem Potenzial. Mit den großen Actionkrachern kann dieser Film nicht mithalten. Zum einmal anschauen reicht es allemal aber ab es für die Sammlung reicht weiß ich noch nicht. Muss ich mir noch überlegen.
7/10 Punkte
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983
Sawasdee1983
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