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Dune: Part Three (Dune Messiah; Timothée Chalamet, Anya Taylor-Joy, Florence Pugh, Zendaya; Regie: Denis Villeneuve)

Gestartet: 30 Juni 2023 16:27 - 170 Antworten

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Geschrieben: 05 Jan 2026 10:01

Deniso

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Zitat:
Zitat von "Mithrandir2320"
Ich finde man sollte diese Seite damit eigentlich direkt schließen, die ist völlig überflüssig, wenn die Mitarbeiter den Tod schon beschlossen haben, bevor überhaupt ein Geschäft abgeschlossen wurde. Das ist einfach rumheulen auf der fortgeschrittenen Stufe, aber wer es braucht. Alternativ könnte man abwarten und sich anschauen was geschieht (wie Stranger Things erfolgreich im Kino) und heulen wenn es soweit ist.

Und an diesem Beispiel hier: Kann mir irgendjemand erklären, was es an der Qualität von "The Odyssey" ändern würde, wenn der Film nach 17 Tagen bei Netflix laufen würde? Und was am Erlebnis den Film auf der großen Leinwand im Kino zu sehen?
Wenn jemand um das Kino trauert und gleichzeitig sagt, wenn ich es nach gut zwei Wochen bei Netflix gucken kann spare ich mir das Geld fürs Kinoticket ist das für mich einfach nur Heuchelei. Stranger Things haben Hunderttausende im Kino geschaut, obwohl es gleichzeitig bei Netflix lief. Die zeigen, dass es der Zuschauer in der Hand hat, wie er sein Filmerlebnis gestaltet und wer aufgrund der möglichen Übernahme von Warner direkt den Tod des Kinos und sämtlicher physischer Medien verkündet hat nicht das geringste Vertrauen in Kino und Scheiben. Und vor allem nicht in die Zuschauer.
Ich kann zwar deinen Standpunkt, jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, irgendwo verstehen und erst einmal gehören Fakten auf den Tisch.
Allerdings ist die Gefahr seitens Netflix gegenüber den Kinos und dem pysischem Markt nicht von der Hand zu weisen.
Netflix hat seit Bestehen gar kein Interesse gezeigt Ihre produzierten Inhalte zusätzlich auf Discs anzubieten - egal, ob damit mehr Geld erwirtschaftet werden kann. Diese Möglichkeit hat Netflix nach etlichen Jahren nicht genutzt, warum sollte also nun ein Umdenken stattfinden?

Deine Frage bzgl. "The Odyssey" ist einfach zu beantworten: Der Film würde in der Form einfach nicht existieren, weil Chris Nolan den nicht für Netflix mit einem Kino-Fenster von 17 Tagen gedreht hätte, um letztendlich auf einer Festplatte zu verenden.
Eventuell hätte ein anderer Regisseur den Film übernommen und damit hätten wir schon den Qualitätsunterschied zu Nolans Werk.

Beim Kino und dem Disc-Markt kann dein Vertrauen oder die Kaufkraft noch so groß sein, wenn Netflix in Zukunft die Scheiben erst gar nicht erwerblich anbietet, heißt es: Game Over.

Wie gesagt, es ist zwar nicht in Stein gemeißelt, aber die Vorgehensweise und Philosophie von Netflix ist nun mal diese und das kann keiner leugnen.
Geschrieben: 05 Jan 2026 10:47

Mithrandir2320

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Den Gedanken kann ich ja nachvollziehen @Deniso Vor allem, wenn er sachlich vorgetragen ist. Natürlich besteht die Gefahr. Allerdings ist es wie agentsands sagt - die Zahlen sind seit Jahrzehnten rückläufig, das Kino war schon gefährdet, bevor Netflix überhaupt gegründet wurde.Und physische Medien sind bereits eine Nische. Also besteht definitiv die Gefahr und es war für Netflix nie attraktiv noch in einen Markt einzusteigen, der immer kleiner wird während sie selbst mit dem eigenen Konzept riesigen Erfolg haben.

Sollten sie Warner übernehmen kaufen sie sich aber gleichzeitig ein zweites Standbein und es würde mich wundern, wenn sie das direkt abschneiden. Warner verdient sein Geld mit Kino und physischen Veröffentlichungen, obwohl letztere offensichtlich nicht das große Geschäft der Zukunft sind. Trotzdem glaube ich, dass sich zunächst kaum was ändern würde bei Warner, wenn sie Teil von Netflix werden. 
Die Leute bei Netflix sind nicht blind und sehen, dass Disney gerade richtig viel Geld mit Kinofilmen verdient und auch bei Warner lief es 2025 ganz gut, obwohl das Kino hier schon totgesagt wurde. Wenn Netflix hunderte Millionen Dollar mit Kino verdienen kann werden sie den Aktionären nicht sagen, dass sie nur Streaminggeld wollen und die nicken alle.

Ein "Vertrauen in die Kaufkraft" habe ich allerdings nur im marktwirtschaftlichen Sinn, ich sehe ja dass es immer weniger Käufer für Kinotickets und Discs gibt. Das ist für mich aber eine Entwicklung des Marktes und einige von uns gehören eben zu einer Minderheit, der das nicht gefällt. Gleichzeitig gibt es unter diesen Leuten aber welche, die sowieso nicht mehr ins Kino gehen und Discs nur im Angebot kaufen wollen, weil die grundsätzlich völlig überteuert sind.
Abgesehen davon glaube ich, dass uns Lichtspielhäuser und physische Medien erhalten bleiben. Es gibt auch immer noch Theater und Schallplatten. Solange durch Filmkultur und Sammler eine Nachfrage besteht wird jemand damit Geld verdienen wollen.
Geschrieben: 05 Jan 2026 11:06

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Wobei ich persönlich könnte mir Vorstellen dass die Bosse von Netflix auch wenn sie mit Kino und Disk Geld verdienen könnten es aber anders argumentieren würden (hier bitte nur Theorie) Warner Portfolio und zukünftige Titel nur im Stream (Kino stark verkürzt) um so noch mal mehr Abonnenten anzulocken, gleichzeitig werden die Preise erhöht und über den Weg wird dann mehr Umsatz generiert. Sprich es wird dann gesagt, wenn die Leute den Titel sehen wollen, müssen die halt ein Streaming Abo abschließen und über den Weg erhofft man sich dann hunderte Mio. mehr Einnahmen.
Schließlich ist ja nicht jeder Disk Käufer/Kinogänger gleichzeitig Streamer, auch wenn es vermutlich viele sind bei 300 Mio Abonnenten weltweit sind die Chancen sogar sehr groß.

HBO Max hat zur Zeit 128  Mio. Abonnenten, keine Ahnung wie viele davon auch gleichzeitig Netflix haben, aber da gibt es sicherlich schon ein paar die nicht auch gleichzeitig Netflix haben und hier werden die Bosse von Netflix rechnen dass diejenigen die HBO Max haben aber kein Netflix dann halt automatisch zu Netflix rüber wandern werden. (auch hier bitte nur Theorie)

Und dann natürlich die Rechnung, ist das Kino komplett Tod, könnten ja noch mehr Leute ein Netflix Abo Abschließen und dann werden noch mal mehr Einnahmen generiert.
MfG Pierre
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Sawasdee1983
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Geschrieben: 05 Jan 2026 11:09

IndyQ

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IndyQ Im Kino des Lebens

Glaube der Blick auf Kinogewinne ist von unserer Seite ein anderer als die Netflix Akteure ihn haben. Warner war 2025 Recht erfolgreich mit (nach verschiedenen Angaben) ca. 4 MRD Brutto!-Kinoumsatz. Das entspricht nicht Mal 5% des Übernahmeangebotes das Netflix abgegeben hatte.

Das sind nicht unbedingt Summen, bei denen die Bosse sich selbst verkaufen und doch auf Kino umschwenken.

Kino hat viele Möglichkeiten und wird sicher auch überleben. Aber in welcher Form ist die Frage. Und für unser Kleinstadt Kino sehe ich da wirklich schwarz. 
Geschrieben: 05 Jan 2026 11:36

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Um diese 4 Mrd im Jahr reinzukriegen bräuchte Netflix bei einem Basis Abo von 4,99 € (ich weiß USA ist teurer aber dafür andere Länder günstiger etc) ca. 67 Mio zusätzliche Abonennten pro Jahr, wobei nicht eingerechnet die Werbeeinnahmen sind. Somit bräuchten sie vermutlich deutlich weniger zusätzliche Abonnenten im Jahr. Bei Preiserhöhungen sowie wenn die vermehrt teurere Abos abschlossen werden, wäre das noch mal mit geringen zusätzlichen Abonnenten erreichbar. In den letzten 3 Jahren hatte Netflix übrigens ein Wachstum von 68 Mio zusätzlichen Abonennten.

Als das Abonennten Sharing bei Netflix unterbunden wurde, gab es nen Wachtum von 9 Mio zusätzlichen Abonennten, alleine nur in dem einen Quartal.

Deswegen kann ich mir vorstellen dass man entsprechend bei Warner Übernahme auch mit entsprechendem Wachstum rechnen wird, vor allem bei Verknappung des Kinos oder gar "wegtöten" des Kinos und Physische Medien und argumentieren, dass falls Kino und Physische Medien bleiben man zwar darüber Geld einnehmen kann, aber das Streaming nicht den gewünschten Wachstum erreichen könnte.

Hier alles wie gesagt Theorien.
 
MfG Pierre
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Geschrieben: 05 Jan 2026 12:31

xXD4nt3Xx

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Irgendwie driftet das hier aber ganz schön ab.

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Geschrieben: 05 Jan 2026 12:34

Mithrandir2320

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Das ist der Punkt, es sind alles begründete Theorien. Übrigens ist Warner als Unternehmen nicht so viel kleiner als Netflix, welche 2024 laut Wikipedia knapp $39 Mrd. Umsatz gemacht haben, $4 Mrd. sind da aus meiner Sicht eine relevante Größenordnung. 

Und für mich wäre es die sinnvollere Taktik Warner Filme exklusiv auf Netflix im Stream anzubieten um neue Abonnenten zu gewinnen - nachdem man die Gewinne aus dem Kino mitgenommen hat. Von diesen 17 Tagen habe ich natürlich gelesen, aber die halte ich nicht für unumstößlich. Außerdem gibt es jetzt schon seltene Ausnahmen, Guillermo Del Toro hat sich scheinbar das Recht auf eine physische Veröffentlichung von Frankenstein in den Vertrag schreiben lassen. Wenn er Bedingungen stellen kann könnte ein Nolan das erst recht. Und die Kinovorführungen von K-Pop Demon Hunters und Stranger Things sind Realität und auch wenn Netflix an den Stranger Things Vorstellungen nichts verdient werden sie den Erfolg registrieren. Und als Beobachter von außen kann man feststellen, dass Kino sogar erfolgreich sein kann wenn das Programm gleichzeitig im Stream startet weil das Erlebnis zählt. Daher halte ich vieles für möglich, sicher ist dass Netflix mit Warner Gewinn erwirtschaften will. Also sollte man in diesem Jahr möglichst viele Warner Filme im Kino schauen und auf Disc kaufen, wenn man das langfristig möchte.
Geschrieben: 05 Jan 2026 13:06

IndyQ

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IndyQ Im Kino des Lebens

Die 4 MRD sind brutto, also netto nochmal um einiges weniger. Und hat Netflix irgendwo erwähnt, dass sie mit Warner an sich Gewinn erwirtschaften wollen?
Geschrieben: 05 Jan 2026 13:07

Sawasdee1983

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Sawasdee1983 ist fleißig

Bei Kpop Demon Hunters verdient aber beim Kino Release in erster Linie Sony nicht Netflix, deswegen auch die Sing Along Version und somit ne andere Version als die, die bei Netflix lief
MfG Pierre
Letterboxd: Sawasdee1983

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Geschrieben: 06 Jan 2026 12:49

Patrick Jane

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Also eigentlich gehört diese ganze Diskussion in diesen Tread:

https://bluray-disc.de/forum/topic/226339-netflix-kauft-warner-fuer-82-7-milliarden-dollar/?page=5&sort=asc#post6636291

Aber um meinen Senf auch noch dazu zu geben:

Dune Part Three ist mein Highlight 2026. Ich habe/schaue Netflix. Auch wenn es schon diesen Film treffen würde mit den 17 Tagen Kinozeitfenster..
Das ist ein Film den ich UNBEDINGT im Kino sehen möchte. Und das ist der angesprochene Punkt. Es liegt trotz allen Vorstellungen von Netflix in den Händen der Kinobesucher - also uns allen, die wir uns Filmliebhaber nennen.

PLUS:
Ihr könnt alle spekulieren wie ihr wollt. Nolan ist von Warner abgewandert und nun bei Universal angekommen, weil Warner Filme zeitgleich auf HBOmax im Stream veröffentlichte wie die Filme auch im Kino liefen. Nolan hat sich sehr klar gegen diese Entscheidung gestemmt und Konzequenzen gezogen. Netflix mag also eine Strategie haben, aber wenn die großen Regisseue für Netflix-Warner etwas drehen sollen werden die sich vertraglich eigene Regeln zusichern lassen. Ansonsten werden die großen nicht für Netflix-Warner arbeiten.
Also einfach mal abwarten..

Das ganze ist ein Wirtschaftsunternehmen und hier gibt es keine Einbahnstraße. Es geht final immer um Geld!
Es ist ja jetzt auch schon so, dass die ganzen kleinen Filme, Dramen, kleine Filmperlen, den Weg ins Kino nicht mehr finden. Daran ist nicht Netflix schuld. Die Leute gehen hier nicht ins Kino, deshalb werden diese Filme direkt im Streaming vermarktet.
Die großen Kinoblockbuster wird es auch weiter geben. Und wenn Netflix diese ebenso erfolgreich vermarkten will, dann werden diese auch nicht nur 17Tage im Kino laufen - oder nicht mehr aus dem Hause Netflix-Warner kommen.
MEINE Meinung.


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