Geschrieben: 28 März 2017 19:55
gelöscht

https://youtu.be/m8pGJBgiiDU
Regie: Jim Jarmusch
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Wunderschönes kleines Filmchen über das Leben eines gedichteschreibenden Busfahrers, Paterson (Driver), seiner künstlerisch begabten Freundin und dem gemeinsamen Hund, Marvin.
Der Film ist sehr ruhig (oder langweilig :p) und mit einer subtilen Bildsprache in Form von Farben, Unfarben und sowie der Poetrie im allgemeinen gespickt. Mehr kommt gerade nicht aus mit raus, aber für Filmfreunde des subtilen/ruhigen Kinos vielleicht einen Blick wert.
Edit: irgendwie kann ich den Link nicht so einbinden, dass das Video direkt her zu sehen ist?!
Geschrieben: 28 März 2017 20:02

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Geschrieben: 29 März 2017 09:14

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Ein toller Film. Jarmusch gewährt uns hier einen kleinen Einblick in den Alltag eines Durchschnittsbürgers. Keine gekünstelten Konflikte sollen hier Spannung erzeugen, das Interesse entsteht durch die konsequente Darstellung von Alltagslethargie. Jeder Wochentag ist größenteils von Konstanten geprägt, den immer gleichen Routinen welche die Hauptfigur Tag für Tag nachgeht. Auf den ersten Blick eine endlose Abhandlung von Automatismen, versucht Paterson durch die Poesie die kurzzeitige Flucht aus dem Alltagstrott zu ergreifen, einen Weg sein relativ überschaubares Leben einen Sinn zu geben. Dabei misst er vor allem den kleineren, unbedeutenden Dingen eine hohe Bedeutung zu. So wird schon mal ein Gedicht über seine Lieblingsstreichholzpackung geschrieben, in dem er die Form und den Zweck romantisiert. Auch durch das Belauschen der Gespräche seiner Fahrgäste versucht er sich seinen Arbeitstag angenehmer zu gestalten. Seine Frau bildet dabei den genauen Gegenpol zu seinem ruhigen Charakter. Sie ist aktiv, spontan und will Veränderung (wie z.B. der Wunsch Gitarre zu lernen um damit später einen neuen Beruf ausüben zu können). Dabei sind Beide nur Träumer auf ihre eigene Art und Weise: Er träumt in sich gekehrt mithilfe der Poesie (und will auch möglichst niemanden an seinen Gedanken Teil haben lassen), während sie ihre Gedanken und Wünsche immer direkt auf der Zunge trägt. Dabei zeigt Jarmusch auf, dass jede Person auf ihre eigene Weise ihr Glück versucht zu finden, die Beziehung von Paterson und seiner Frau funktioniert trotz unterschiedlicher Lebensweisen, da beide ein Gegenpol zueinander darstellen und sich ergänzen.
So funktioniert der Film besonders durch sein Minimalismus, der Beweis dass eine Woche Monotonie in Filmform nicht langweilig sein muss. Die Spannung entsteht mit dem Interesse für die Charaktere und nicht durch den vehementen Einsatz von Dramatik und Konfikten. Ein bisschen so wie das wahre Leben.
(7/10)
Geschrieben: 29 März 2017 10:10
gelöscht

Hört sich gar nicht so schlecht an. Ich mag Jarmuschs Zugang zu seinen Charakteren in der Regel ohnehin. Und ich finde es auch angenehm, wenn Charaktere interessant sind, sie nicht unbedingt in irgendeine absurde Handlung verwickelt werden müssen, um irgendwie Drama zu erzeugen.
Werd ich mir ansehen.