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Kung Fu Yoga (Jackie Chan)

Gestartet: 06 Nov 2016 19:14 - 61 Antworten

Geschrieben: 13 März 2018 11:28

John Woo

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Kung Fu Yoga ist nach Police Story 3, Rumble in the Bronx, First Strike und Der Mythos die mittlerweile 5. Zusammenarbeit ( Project S, in welchem Jackie einen Cameo hatte, nicht mitgezählt ) zwischen Jackie Chan und Regisseur Stanley Tong und obendrein ein Sequel zum 2005 erschienenem "Der Mythos". Jackie spielt hier denselben Charakter "Jack" und auch gibt es einige Querverweise zum Vorgänger, so sieht man zum Beispiel relativ am Anfang auch das Gemälde von Prinzessin Ok-soo.

Die Story setzt aber nicht am Vorgänger an, sondern erzählt eine neue Episode aus "Jack\'s" abenteuerlichem Leben, denn wie im Vorgänger, geht es quasi auch in Kung Fu Yoga wieder darum, ein altes Relikt zu beschaffen.
Thematisierte bereits "Der Mythos" einen gewissen Culture-Clash zwischen China und Indien, so wird dies hier im Sequel noch etwas deutlicher aufgegriffen, und das nicht nur im Titel.

Was den Cast angeht, versammelt Jackie hier einige weitgehend unbekannte Jungstars und Nachwuchspromis, wie Miya Muqui und Yixing Zhang in Rollen seiner Assistenten um sich. Co-Star Aarif Rahman spielte den jungen Bruce Lee im 2010er "Bruce Lee, My Brother", welcher auch hierzulande einen Release erfuhr und war seitdem regelmäßig in Hong Kong Produktionen zugegen, gehört also durchaus zu den bekannteren und etablierten Darstellern der jungen Garde.
Rahman gehört hier auch neben Jackie zu den Highlights, was die Action angeht, denn in den Kampfszenen zeigt auch er ordentliches Engagement und bringt einige gute Kombinationen an den Mann / Gegner.
Jackie selbst zeigt sich in den relativ vielen Fights überaus gut aufgelegt und agil. Zwar sieht man, wie auch in den letzten paar Filmen nicht mehr die ganz spektakulären Sprünge, Kicks usw. von ihm aber dennoch macht das dargebotene Laune. Die rasant und knackig choreographierten Kämpfe sind zahlreich und gut inszeniert.
Langweilig wird es zu keiner Zeit, dafür sorgt ein gutes Maß an Abwechslung und ein insgesamt ordentliches Tempo in der Geschichte. Das Team um Jack springt von Location zu Location, ob nun China, Indien oder auch Dubai, welches Schauplatz für eine größere Autoverfolgungsjagd ist. Optisch präsentiert sich der Film, ebenso wie die Action sehr familienfreundlich und vor allem bunt, sehr bunt!

Schwachpunkt sind leider wie so oft in chinesischen Produktionen die CGI und zu allem Überfluß werden sie hier nicht gerade sparsam eingesetzt.
Da ist der CGI Löwe im Auto, während der zuvor erwähnten Verfolgungsjagd noch ganz gut geraten im Vergleich zu manch anderen Sachen. Die Szene mit der Befreiung aus dem Hyänengehege kommt einem da als erstes ins Gedächtnis. Schnitte von zunächst echten Hyänen, wechseln sich hier mit den Szenen ab, als die Darsteller aus dem Gehege versuchen zu entkommen und dabei von CGI-Hyänen gejagt werden. Leider sind auch Greenscreens mehr als deutlich zu erkennen.
Die Verfolgungsjagd in Dubai mit dem besagten CGI-Löwen auf der Rückbank, lässt so ziemlich alle Autostunts im Computer entstehen, was man nur überdeutlich an dem unnatürlichen, physikalischen Verhalten der Vehikel sieht. Da werden Autos gerammt und fliegen mit zig Überschlägen gleich übertrieben Meter weit und ähnliches.
Solche Sachen sind dann leider zu viel des Guten und machen die Actionszenen eher unfreiwillig komisch.

Das Finale fällt opulent aus und macht weitgehend noch mal gut Laune, bis auf das komplett unnötige und zusammenhanglose Bollywood-Ende, wo dann plötzlich Helden und Bösewichter gemeinsam eine perfekt einstudierte Choreographie in bunten Gewändern vor historischen Stätten etc. tanzen.
Das mag vielleicht für Bollywood-Interessierte positiv sein, für mich ist es jedoch kompletter Schwachsinn, mit dem ich nichts anfangen kann.

Insgesamt 7 / 10
Geschrieben: 22 Sep 2026 16:36

N1ghtM4r3

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Der lief mal im Free TV und die Chance genutzt. Mehr als Mittelmaß springt dabei nicht raus.
Die Geschichte dreht sich um den Archäologen Jack, gespielt von Jackie Chan, der gemeinsam mit seinem Team nach einem lange verschollenen Schatz sucht. Dabei geht es um eine historische Verbindung zwischen China und Indien, wodurch die Handlung die Figuren an verschiedene exotische Schauplätze führt. Von eisigen Landschaften bis hin zu indischen Städten bekommt man einiges zu sehen.
Die Handlung ist zwar grundsätzlich interessant, wird aber nur sehr oberflächlich behandelt. Es gibt Hinweise, Rätsel, historische Zusammenhänge und verschiedene Figuren, die eigentlich eine spannende Geschichte ergeben könnten. Statt diese Elemente vernünftig aufzubauen, hetzt der Film allerdings relativ schnell von einer Situation zur nächsten.
Vom Cast her ist natürlich Jackie Chan das Highlight. Seine Beteiligung ist wahrscheinlich der größte Grund, warum Kung Fu Yoga überhaupt funktioniert. Auch wenn der Film nicht zu seinen besten Werken gehört, besitzt Chan nach wie vor ein beeindruckendes komödiantisches Timing. Besonders seine Fähigkeit, Action mit Humor zu verbinden, kommt mehrfach zum Einsatz. Die Kampfszenen sind meistens kreativ inszeniert und verzichten teilweise auf die völlige Ernsthaftigkeit, die man aus anderen Martial Arts Filmen kennt. Stattdessen werden Gegenstände aus der Umgebung genutzt und die Kämpfe mit Slapstick Elementen kombiniert.
Die Nebencharaktere können leider nicht ganz überzeugen. Einige Figuren sind zwar sympathisch, sind aber neben Jackie Chan nur eine Randnotiz. Viele Charaktere erfüllen hauptsächlich eine bestimmte Funktion innerhalb der Handlung. Einer soll für Humor sorgen, ein anderer für Action, ein weiterer für die Schatzsuche und andere einfach sexy wirken.
Einige Szenen machen Spaß und erinnern an die klassischen Jackie Chan Filme, andere wirken dagegen übertrieben und teilweise beliebig. Besonders gegen Ende scheint der Film immer größer, lauter und absurder werden zu wollen. Anstatt Spannung aufzubauen, setzt er zunehmend auf spektakuläre Bilder und verrückte Situationen.
Der Humor ist ebenfalls Geschmackssache. Es gibt einige wirklich amüsante Momente, vor allem wenn Jackie Chan im Mittelpunkt steht. Viele Witze funktionieren jedoch eher über körperliche Komik oder über Situationen, die bewusst übertrieben dargestellt werden.
Optisch kann sich Kung Fu Yoga dagegen durchaus sehen lassen. Der Film nutzt seine internationalen Schauplätze gut und vermittelt ein echtes Abenteuergefühl. Die Landschaften sind beeindruckend, und gerade die Szenen in den verschneiten Gebieten erzeugen einige schöne Bilder. Auch die Kostüme und Kulissen tragen dazu bei, dass der Film abwechslungsreich aussieht. Man merkt, dass hier ein vergleichsweise großes Budget zur Verfügung stand. Visuell wird also einiges geboten, selbst wenn die Geschichte nicht immer mithalten kann.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Mischung aus chinesischen und indischen Einflüssen. Der Film versucht, verschiedene Kulturen miteinander zu verbinden und daraus eine Art internationales Abenteuer zu machen. Grundsätzlich ist diese Idee sympathisch. Allerdings bleibt auch dieser Ansatz relativ oberflächlich. Statt die kulturellen Elemente wirklich sinnvoll in die Handlung einzubauen, werden sie häufig eher als exotische Kulisse verwendet. Dadurch entsteht stellenweise ein etwas künstlicher Eindruck. Auch die vielen CGI Effekte sehen stellenweise echt unterirdisch aus. Das sieht man sehr gut bei den Tieren.
Trotzdem muss man Kung Fu Yoga zugutehalten, dass er sich selbst nicht besonders ernst nimmt. Wer einfach zwei Stunden lang spektakuläre Landschaften, Kämpfe, Verfolgungsjagden und Jackie Chan sehen möchte, kann durchaus Spaß damit haben.
Kung Fu Yoga ist bunt, laut, actionreich und stellenweise ziemlich unterhaltsam, aber leider auch chaotisch.
Am Ende bleibt Kung Fu Yoga für mich aber ein durchschnittlicher Abenteuerfilm. Jackie Chan trägt den Film mit seiner bekannten Mischung aus Charme, Action und Humor und auch die Schauplätze sowie einige der Kampfszenen können überzeugen. 
6/10 Yogaübungen


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