Auch ich habe endlich die finale Staffel zuende geschaut und muss doch mal tief Luft holen.
Ich bin wohl kritischer als es viele andere sind.
Die Staffeln 1-4 sind für mich perfekt in Sachen Aufbau, Fortführung von Storys und Charakteren, Set-Design, einfach alles.
Auffällig fand ich, dass man mit Staffel 2 härter wurde, Staffel 3 nochmal größer und ekliger (Ratten..) und Staffel 4 mehr Horror-Elemente hatte.
Alles super und perfekt inszeniert.
Staffel 5 hat natürlich die Hürde sowohl allen Charakteren einen würdigen Abschluss zu geben,
als auch die Story vernünftig zuende erzählen zu müssen.
Die 5. Staffel hat 8 Folgen. Die ersten 6 Folgen sind sehr gelungen.
In den Folgen 7 und 8 dagegen sind für meinen Geschmack viel zu viele Rückblenden zu fast allen Charakteren.
Überall scheint man massiv auf die Tränendrüse drücken zu müssen.
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- Das Outing von Will hat natürlich seine Berechtigung und wurde Clever eingebaut, nimmt aber meiner Meinung nach viel zuviel Raum ein. Hier musste natürlich auch Robin ihren Anteil haben. Das zusammen ist einfach zuviel und hätte nicht eine solch große Rolle in der Serie spielen müssen. Ist aber eine Kritik mit der ich noch gut leben kann. Wäre es nur das gewesen wäre ich happy. -
Am Schlimmsten fand ich das Herr-Der-Ringe-Problem: Es gibt viel zu viele Abschlüsse, Ansprachen und Verabschiedungen.
Die Finale Folge geht ich glaube 2h20Min. Davon hätte man 45 Minuten streichen können oder streichen MÜSSEN.
Bei all diesem Herumgeheule geht die eigentliche Stimmung der Serie völlig verloren.
Es gibt genau zwei Abschlüsse, mit denen die Serie hätte enden müssen:
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- 1.: Dustins Abschlussrede! So geil! So perfekt! Alles eingefangen!
2.: Das letzte D&D Spiel, das damit endet, das die jüngere Generation den Keller stürmt und ihr Spiel spielen.
Es ist wie eine übergabe an die jüngeren und zum Glück auch nochmal ein Auftauchen von Holly. Sie ist eine Kernfigur der 5. Staffel und hat KEINEN Abschlussmoment erhalten. Fand ich in dem vieeeeeeeel zu langen Schluss sehr schade - und dann taucht sie hier nochmal auf. Das war gut und hätte bei einer Straffung, also dem Entfernen des restlichen geheules, genau die richtige Wirkung gehabt. -
Furchtbarster Momente der ganzen Serie und des Finales:
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- Dieser gesamte Abschluss auf dem Dach, Steve im spießigen Anzug, alle labern von ihrer Zukunft, Steve berichtet nicht nur Trainer zu sein, sondern auch Sexualkunde zu unterrichten

und Robin sagt "wenn ich Fragen zu Syphilis hätte würde ich DICH fragen"

Da ist nix witzig, nix wichtig, nix berührend, es ist durch und durch verstörend langweilig und zerstört jeden Charme der Serie. -
Vielleicht habe ich Kritik an der finalen Staffel nicht mitbekommen. Leider ist in meinen Augen der Abschluss etwas misslungen.
Immernoch eine wirklich tolle Serie, aber während ich Staffel 1-4 mit 9,5 von 10 Punkten werte sehe ich Staffel 5 bei 7 von 10 Punkten.
Alles in allem also immernoch gut. Aber da gibt es echt Punkte die mich nerven. Schade.
Bin gespannt, ob das bei einer zweiten Sichtung immer noch so krass ist.
Mehr oder weniger heimlicher Star der Serie und für mich Lieblingscharakter ist Dustin
Bester Charakter der nicht zum Hauptcast gehört ist für mich ganz klar Eddie, gespielt von Joseph Quinn! Er hat die 4. Staffel gekrönt!