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Die Pinguine aus Madagascar 2D + 3D

Gestartet: 25 März 2015 15:10 - 4 Antworten

#1
Geschrieben: 25 März 2015 15:10

ronny2097

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Story 6
Bildqualität 9
Bild 3D 9
Tonqualität 8
Ausstattung 3
Gesamt * 9

* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.

Wer kennt sie nicht, die vier süßen und knuddeligen Kerlchen Skipper, Kowalski, Rico und Private? Nachdem die vier Pinguine im Jahr 2005 ihren ersten Auftritt in Madagascar hatten, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein eigenständiger Kinofilm folgt. Zuvor wurde aber im gleichen Jahr noch ein 11-minütiger Kurzfilm mit dem Titel „Die Madagascar-Pinguine in vorweihnachtlicher Mission“ veröffentlicht, welcher auch auf der Madagascar-DVD zu finden war. Darüber hinaus sind die Madagascar-Pinguine seit 2009 im Fernsehen vertreten und laufen dort regelmäßig unter dem Titel „Die Pinguine aus Madagascar“ auf Nickelodeon. Jetzt erscheint am 26. März auf Blu-ray der gleichnamige Kinofilm, der hierzulande im November 2014 in den Lichtspielhäusern lief. Ob der Film, für den das Produktionsstudio DreamWorks Animation die stolze Summe von 132 Millionen US-Dollar investiert hat, gelungen ist, klärt dieses Review.

Story:

Das vierköpfige Pinguin-Team hat schon so manche Mission erfolgreich ausgeführt. Sie sind ein unschlagbares Team, was allen voran an der Führungskraft von Skipper (M. Beck), am taktischen Können von Kowalski (Thomas D) und am durchgeknallten Rico (A. Rieke), dem Pinguin für alles, liegt. Und natürlich trägt auch das sensible Nesthäkchen der Bande namens Private (Smudo) zum Erfolg der Truppe bei. Nachdem die Vier von der nervigen „I like to move it“-Musik und dem ständigen Rumgetanze genug haben, entschließen sie sich dazu, in Fort Knox einzubrechen, das bekanntlich die Goldreserven des Schatzamtes der Vereinigten Staaten beherbergt. Doch bei dem Unterfangen werden sie vom gefährlichen Bösewicht Dr. Octavius Brine (I. Richter) gefangen genommen, der sich den vier in seinem U-Boot-Versteck als alter Bekannter zu erkennen gibt. Krake Dave – so lautet sein richtiger Name, erzählt ihnen, das er einst eine große Attraktion im Central Park Zoo gewesen ist, allerdings ausrangiert wurde, als dort die vier Pinguine auftauchten. Das Gleiche wiederholte sich immer wieder in anderen Zoos, weshalb er auf Rache sinnt. Speziell dazu hat er ein sogenanntes Medusa-Serum entwickelt, mit dem er alle knuddeligen Pinguine dieser Welt in deformierte Mutanten verwandeln will. Um das zu verhindern, benötigen Skipper, Kowalski, Rico und Private dringend Beistand, den sie vom geheimnisvollen Nordwind-Agenten-Team bekommen. Fortan setzen die Pinguine alles daran, mit dem vierköpfigen Nordwind-Team mitzuhalten und diese bei ihren Ermittlungen tatkräftig zu unterstützen...

Die Geschichte von Die Pinguine aus Madagascar ist jetzt nicht wirklich originell, sondern bedient sich stattdessen verschiedener Elemente aus diversen James Bond-Filmen oder Genre-Kollegen wie beispielsweise Ich, einfach unverbesserlich. Erstaunlicherweise ist der Film recht rasant und actiongeladen inszeniert, was über die eigentlich lahme Story, die keinen richtigen Beginn vorzuweisen hat, etwas hinwegtröstet. Wie immer eine Klasse für sich sind Skipper, Kowalski, Rico und Private, die hier erneut von den fantastischen Vier (Fanta 4) gesprochen werden und einige wirklich sehr coole und überaus witzige Momente haben. Aber auch die anderen Charaktere wie beispielsweise das Nordwind-Team, das aus einem Husky namens Agent Geheimsache (H. Ferch), dem Eisbären Corporal (D. Schmidt-Foß), Sattelrobbe Kurze Lunte (M. Pan) sowie der süßen Schnee-Eule Eva (Conchita Wurst) besteht, wissen zu gefallen. Sehr überzeugend und charismatisch umgesetzt wurde zudem der Bösewicht Dr. Octavius Brine/Dave (I. Richter), der seinen Widersachern hier stets einen Schritt voraus ist – auch wenn er manchmal mit seiner Technik einige Probleme hat. Inhaltlich geht es dank der vielen Actionszenen jedenfalls gewaltig ab und man wird auch bei mehrmaligem Anschauen immer noch Spaß am Film haben, da man hier und da sicherlich etwas Neues entdeckt, das einem vorher nicht direkt ins Auge gegangen ist.

Bildqualität:

Zu Beginn des Films präsentiert sich der Bildtransfer, der hier im Seitenverhältnis von 1,85:1 vorliegt, etwas kontrastschwach, was allerdings nur während der Antarktis-Szenen so bleibt. Danach ist die Bildqualität auf einem durchweg sehr guten Niveau, so, wie man es von Animationsfilmen aus dem Hause DreamWorks Animations gewohnt ist. Der Transfer ist zu jeder Zeit gestochen scharf, die Farben sind überaus kräftig, das Kontrastverhältnis stets ausgewogen und auch der Schwarzwert lässt keine Wünsche offen. Daraus resultiert, dass das Bild sehr plastisch wirkt, wenn auch die Animationen selbst – wie man es von „Madagascar“-Filmen gewohnt ist, nicht immer ganz zeitgemäß sind. Das gehört aber zum Look des Films und ist keinesfalls negativ zu werten.

Bild 3D:

Die ebenfalls im Set enthaltene 3D-Variante schneidet im direkten Vergleich einen Tick besser ab, als das 2D-Pendant und wartet mit einer exzellenten Tiefenwirkung auf. Die in den Actionszenen vorhanden Pop-Out-Effekte, von denen es im Film leider nicht allzu viele gibt, überzeugen ebenfalls und lassen einen noch tiefer in den Film eintauchen. In Bezug auf den Kontrast und das Farbbild konnten wir keine nennenswerten Stärken oder Schwächen ausfindig machen, insgesamt betrachtet sollte man aber dennoch die 3D-Fassung bevorzugen, alleine schon wegen der enormen Tiefenwirkung, die nur in der dritten Dimension vollständig ihre Wirkung entfalten kann.

Tonqualität:

Akustisch präsentiert sich der Titel solide, allerdings nicht auf Referenzniveau. Schuld daran hat die Abmischung, die beim Tieftonbereich nicht in allen Szenen optimal abgestimmt worden zu sein scheint. Da spielt es auch keine Rolle, ob man gerade den deutschen Ton in DTS 5.1 oder den geringfügig besser klingenden, verlustfreien englischen Originalton in DTS-HD Master Audio 7.1 auswählt, denn beide Tonspuren haben mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Beispielsweise hört man bei der Szene, wenn Dave in Fort Knox mit seinem Snack-Automaten durch die Decke bricht, nur wenig vom Tieftonkanal, später jedoch kracht und rummst es hingegen gewaltig. Bis auf diesen kleinen Makel gibt es am Ton aber nichts auszusetzen, denn der Surround-Mix ist ansonsten sehr räumlich und überaus dynamisch ausgefallen. Die Musik des schottischen Filmkomponisten Lorne Balfe (Megamind, Home – Ein smektakulärer Trip) passt hervorragend zum Geschehen, die deutsche Synchronisation wartet mit tollen Sprechern auf und ist zu jeder Zeit klar verständlich. Ebenfalls mit an Bord ist eine englische Audiodeskription für Hörgeschädigte.

Ausstattung:
  • Wie wird man ein Eliteagent? (HD; 3:39 Min.)

  • Die Welt von DreamWorks Animation (HD; 1:09 Min.)

  • Einsätze rund um den Globus (HD; 1:30 Min.)

  • Die Stars aus „Madagascar“ sprechen über die Pinguine (HD; 1:52 Min.)

  • Das Beste aus "Madagascar" (HD; 3:12 Min.)

  • Musikvideo "He is Dave" (HD; 3:18 Min.)

  • Musikvideo "Celebrate" von Pitbull (HD; 3:18 Min.)

  • Musikvideo "Flossenplattler" (HD; 2:06 Min.)

  • Tanz den "Penguin Shake" mit tWitch (HD; 2:26 Min.)

  • Mission: Cuba (HD; 1:14 Min.)

  • Bildergalerie (HD; 2:18 Min. / 29 Bilder)

  • Original-Kinotrailer (HD; 2:25 Min.)

Das Bonusmaterial sieht auf den ersten Blick zwar sehr umfangreich aus, bietet allerdings kaum Nennens- oder Sehenswertes über die eigentliche Produktion. Interessant und kurzweilig ist auf alle Fälle „Wie wird man ein Eliteagent“, in dem man erfährt, was man alles benötigt, um ein erfolgreicher Agent zu werden. Die zwei Musikvideos „Celebrate“ und „He is Dave“ sind ebenfalls einen Blick wert, genauso wie der englische Kinotrailer zum Film. Die übrigen Extras sind so lala, liegen aber zumindest komplett in HD und oftmals sogar in deutscher Sprache vor. Falls nicht, sind aber immer deutsche Untertitel vorhanden. Übrigens: Das einzige Extra auf der 3D-Blu-ray ist ein Trailer zu „Home – Ein smektakulärer Trip“, der ab dem 26. März in den deutschen Kinos zu sehen ist.

Fazit:

Die Pinguine aus Madagascar ist ein sehenswerter Film, der – auch wenn die Story etwas simpel ausgefallen ist, vor allem Kindern aber auch Fans der vier knuddeligen Kameraden ans Herz zu legen ist. Zudem ist das ersteb eigene richtige Kinoabenteuer der Frackträger sehr actionlastig ausgefallen, was Technikbegeisterte ebenfalls freuen wird. Die Bildqualität kann mit anderen Animationshits aus dem Hause DreamWorks Animation sowie anderen Genre-Kollegen definitiv mithalten und leistet sich keine nennenswerten Schwächen. Der Sound präsentiert sich ebenfalls solide, allerdings wegen der angesprochenen Tieftonproblematik nicht auf Referenzniveau. Beim Bonusmaterial gilt leider die Devise: Masse statt Klasse, denn wirklich informative oder gar sehenswerte Beiträge zur Produktion sucht man vergeblich. Alles in allem aber dennoch eine Blu-ray-Veröffentlichung die viel Freude bereitet, vor allem in 3D!

Kaufempfehlung 6 von 10
#2
Geschrieben: 26 März 2015 14:35

Dash_HB

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Danke für das Review. Selbiges lässt meine Hoffnung leben, dass dies endlich mal wieder Animationsfilm sein könnte, der mir richtig gut gefällt, nachdem ich in letzter Zeit praktisch nur enttäuscht war.
Das mit diesen Bonusschnipseln ist allerdings wirklich pappe :(.
#3
Geschrieben: 27 März 2015 07:14

Sawasdee1983

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Hab den Film gestern in 2D gesehen. Punktemäßig würde ich ähnlich bewerten. Wie du sagst, film ist sehr rasant erzählt. Die ersten 2/3 fand ich den Film auch recht lustig, aber im letzten Drittel war irgendwie die luft raus und alles dümpelte vor sich hin
MfG Pierre

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#4
Geschrieben: 28 März 2015 08:19

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Sehr gute Review mit der ich absolut konform gehe.
Anfangs fand ich's aufgrund der von Dir angesprochenen Problematik, dass die Story keinen wirklichen Beginn vorzuweisen hat noch recht anstrengend rein zu kommen, was sich aber durch die rasante und actiongeladene Erzählweise schnell legt. Der Film stellt kein Highlight aus dem Animationsbereich dar, ist aber kurzweilig und macht, vor allem in 3D, Spaß.
Viele Grüße
Robin

#5
Geschrieben: 13 Apr 2015 15:08

Dash_HB

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Gesehen und für "ordentlich" befunden, aber in der Tat kein Highlight.
Die actionreichen Passagen, besonders die Verfolgungsjagden, finde ich wirklich klasse und vom Unterhaltungslevel her ähnlich stark wie Tim und Struppi. Aber nach etwa einer Stunde driftet der Film dann leider in sehr konventionelle Bahnen ab. Außerdem ist mir der Film insgesamt ein wenig zu bunt und zu flippig (was mir schon beim jüngsten Madagascar-Teil total auf die Nerven ging). Das Nordwind-Team fand ich auch eher uninteressant.
Ansonsten gab's aber den einen oder anderen Lacher, auch wenn man die besten Gags wie meist schon aus dem Trailer kannte.
Also, ganz ok, aber gekauft werden wird er wohl nicht. Würde auch eine 6 bis 7 geben :).


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