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The Devil is a Part-Timer - Vol. 1

Gestartet: 11 Nov 2014 11:55 - 0 Antworten


Veröffentlichung:
31.10.2014
Laufzeit:
90 Minuten
Schauspieler:
-
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Altersfreigabe:
#1
Geschrieben: 11 Nov 2014 11:55

VincentVinyl

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The Devil is a Part-Timer - Vol. 1

Story 9
Bild 9
Ton 7
Extras 2
Gesamt 6


Devil is a Part-Timer ist ein Anime mit insgesamt 13 Episoden aus dem Jahr 2013. Die Serie basiert auf den Light-Novels des Autors Satoshi Wagahara bzw. des Zeichners Oniku. Anime House veröffentlicht die Serie in mehreren Volumes erstmals in Deutschland auf Blu-ray. Das uns vorliegende Volume 1 enthält die Episoden 1-3 mit insgesamt ca. 90 Minuten Spielzeit. Jetzt finden wir heraus: Der Teufel, Nebenjobs, Fast Food...Passt das wirklich zusammen?

Story

Die Welt Ente Isla erzittert vor den Dämonenhorden des höllischen Fürsten Satan. Doch durch einen Kampf mit der Reckin Emilia wird Satan mit seinem General Alciel plötzlich in das heutige Japan verschlagen. Ihrer Kräfte beraubt, müssen Satan, nun Sadao Maou, und Alciel, getarnt als Mensch Shirō Ashiya, sich mit den für sie ungewohnten Nöten des menschlichen Alltags plagen. Es hilft nichts: Satan heuert in einem Fast-Food-Restaurant an, um über die Runden zu kommen.

Selbst für einen Anime klingt die Prämisse zu Devil is a Part-Timer dermaßen beknackt, dass man entweder sofort abwinkt oder direkt Interesse entwickelt: Auf die abstruse Idee, dass der Teufel seiner Kräfte beraubt wird und in einem McDonalds-ähnlichen Burger-Geschäft anheuern muss, kommt sicherlich nicht jeder. Genau dieses kreative Szenario zwischen Lohn-Dumping und Plänen, die Weltherrschaft an sich zu reißen, macht die Serie aber bereits in den ersten drei Folgen attraktiv. Zumal man sich nicht lange mit der Vorgeschichte aufhält und sehr rasch von Ente Isla zur Erde bzw. dem heutigen Tokyo wechselt. Auch deuten sich bereits zahlreiche Charakterentwicklungen um Satan alias Sadao Maou und dessen kecke Kollegin Chiho an, welche schnell für Sadao schwärmt. Natürlich ohne zu ahnen, dass hinter dem engagierten Burger-Verkäufer in Wirklichkeit ein Dämon steckt. Letzterer entwickelt sich bereits innerhalb dieser wenigen Folgen vom unbarmherzigen Schlächter zu einem nachdenklicheren Charakter weiter, der den Menschen mehr abgewinnen kann, als er zunächst selbst je angenommen hätte. Dass sein loyaler General Alciel, der auch die Haushaltsfinanzen fest im Griff hat, wenig davon hält, sorgt für amüsante Zwischenspielchen.

Der spaßige Genre-Mix aus Action, Comedy und Romantik funktioniert mit der weit hergeholten Grundidee in Devil is a Part-Timer überraschend unterhaltsam. Zumal auch Anime-Fans, die gerne eine Prise Fanservice genießen, hier ohne extreme Übertreibungen innerhalb der Serie auf ihre Kosten kommen. Insgesamt macht Devil is a Part-Timer eine Menge Spaß und unterhält in den ersten drei Folgen vortrefflich und kurzweilig. Bleibt zu hoffen, dass sich die Serie in den Folgeepisoden nicht zu sehr auf ihrem speziellen Szenario ausruht und auch die Charakterentwicklung neben dem Humor vorantreibt.

Bildqualität

Das deftige Kantenflimmern in den ersten Szenen der Serie sollte Puristen nicht direkt abschrecken: Auch wenn die eher seltenen Computeranimationen tatsächlich kleine Flecke auf der ansonsten nahezu weißen Weste des Animes hinterlassen, ist die Bildqualität hervorragend: Vor allem die starke Schärfe und Durchzeichnung, gekoppelt mit den für eine TV-Serie extrem hochwertigen Animationen des noch jungen Studios White Fox, machen das Zusehen zu einem Genuss. Die Farbgebung variiert dabei leicht und ist zu Anfang auf Ente Isla eher kühl gehalten, zeigt direkt in Tokyo aber knallige Töne mit vielen, bunten Kontrasten. Zum Glück kommen die Schwarzwerte perfekt auf den Punkt, was dem Bild insgesamt viel Plastizität verleiht. Das Ergebnis ist ein Anime, der in HD voll auf der Höhe der Zeit liegt.

Tonqualität

Anime House legt, wie schon bei Tari Tari eine professionelle Synchronisation vor, die sich im Anime-Bereich wohltuend hervorhebt. Zwar sind die Sprecher allesamt unbekannt, klingen aber absolut passend und weder zu überzogen noch lustlos. Das ist auch gut so, denn in der verlustfreien, deutschen Stereo-Abmischung stehen die Stimmen sehr im Vordergrund. Doch auch der mal bedrohliche, mal komödiantische Soundtrack mit zahlreichen Orchester-Einlagen kommt gut zur Geltung. Mangels einer Surround-Spur spielen die Umgebungsgeräusche dagegen eher im Hintergrund und hätten von einem 5.1-Mix sicherlich profitiert. Ergänzend ist auch die japanische Tonspur als DTS-HD Master Audio 2.0 enthalten. Vorbildhaft: Wer Japanisch versteht, kann diese Tonspur auch ohne Zwangs-Untertitel anwählen – keine Selbstverständlichkeit.

Ausstattung

Auf der Blu-ray selbst herrscht fast so gähnende Leere wie auf den Tellern der Gäste im Fast-Food-Restaurant MgRonald nach einem schnellen Snack. So sind lediglich zwei Musikvideos mit Karaoke-Funktion zu Vor- und Abspann der Serie enthalten. Warum wir dann dennoch 2 Punkte geben? Zum einen enthält das Set einen doppelseitig bedruckten Bierdeckel, der gut zum Konzept der Serie passt. Zum anderen ist ein kleines Booklet mit Episodenbeschreibungen, einem Sunomono-Rezept und Charakterprofilen mit von der Partie. Der Vertrieb Anime House legt also insgesamt eine sehr liebevolle Veröffentlichung vor, dessen Wendecover den positiven Eindruck abrundet.

Fazit

Anime House setzt Devil is a Part-Timer technisch toll auf Blu-ray um: Das Bild dieser hochwertigen Animationsserie weist lediglich minimale Mankos auf und spielt für eine TV-Produktion auf sehr hohem Niveau. Ein Surround-Mix wäre zwar das Sahnehäubchen gewesen, doch auch deutsche und japanische Tonspuren in DTS-HD Master Audio überzeugen voll und ganz. Bei den Extras finden sich auf der Blu-ray zwar nur zwei Musikvideos zu Vor- und Abspann, doch das liebevolle Booklet, ein witziger Bierdeckel und das Wendecover kreieren einen runden Eindruck. Devil is a Part-Timer liefert bereits in den ersten drei Episoden mehr Lacher als manche Sitcom. Die absurde Prämisse der Serie, Satan muss sich als Fast-Food-Aushilfe seine Brötchen verdienen, wirkt innerhalb der Serie sofort stimmig und führt zu den beknacktesten Situationen. Doch die Macher setzen nicht nur auf Situationskomik, sondern binden tatsächlich auch Charakterentwicklung für Sadou und seine begeisterungsfähige Kollegin Chiho ein. Spannung und Action kommen dennoch nicht zu kurz, da die legendäre Heldin Emilia Sadou auf den Fersen bleibt. Am Ende muss man zwar ein wenig Offenheit für verquere Ideen mitbringen, erlebt dann aber in den ersten drei Folgen einen Anime mit unglaublich viel Potential, Unterhaltungswert und schierer Kreativität. Schön, dass Anime House sich getraut hat, diese ungewöhnliche Produktion nach Deutschland zu bringen. (anw)


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