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Metallica - Through the Never 3D (Blu-ray 3D)

Gestartet: 26 Apr 2014 15:53 - 1 Antworten


Veröffentlichung:
28.01.2014
Laufzeit:
93 Minuten
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Altersfreigabe:
#1
Geschrieben: 26 Apr 2014 15:53

Jason-X

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Die kalifornische Band Metallica ist schon seit Jahrzehnten im Heavy Metal Olymp angelangt und streitet dort im Wechsel mit Iron Maiden um das Zepter der Thronherrschaft. Darüber entscheiden aber letztendlich persönliche Vorlieben. Fakt ist indes, dass bei den vier Jungs, oder mittlerweile besser gesagt gestandenen Männern, nur noch in Superlativen gesprochen werden kann. Binnen Minuten ausverkaufte Konzerte mit über 60.000 Besuchern wie beispielsweise in Gelsenkirchen, sämtliche Alben belegen Platz 1 in den weltweiten Charts und auch was die Konzertaufnahmen anbelangt, lässt man sich jedes Mal etwas Neues einfallen. Mit Through the Never 3D geht die Truppe nicht nur den Schritt in Richtung 3D, sondern bindet darüber hinaus eine Rahmenhandlung mit professionellen Schauspielern in das Konzert ein. Ob sich die gesamten Produktionskosten von 32 Millionen US-Dollar gelohnt haben, wird sich zeigen.

Story
Hätte man den vier Raufbolden im Jahr 1981 erzählt, dass ihre Konzerte einige Jahre später mal weltweit in den Kinos gezeigt werden, wäre wohl schallendes Gelächter die Reaktion gewesen. Wie schnell sich eine Karriere entwickeln kann, hat das Quartett aus San Francisco deutlich gemacht. Nach gerade einmal zehn Jahren haben sie mit ihrem fünften Album (‚Das schwarze Album’) Weltruhm erlangt. Allerdings musste die Band neben Höhen auch etliche Tiefen wie etwa den tragischen Tod von Bassist Cliff Burton (1986 – R.I.P.) oder James Hetfields Alkoholentzug im Jahr 2001 hinnehmen. Davon ließen sich Metallica aber nicht unterkriegen und haben kontinuierlich Alben veröffentlicht und mehrere Welttourneen gespielt. Nachdem bereits einige Live-Blu-ray Titel wie etwa „Quebec Magnetic“ oder „The Big 4“ auf dem Markt erschienen sind, erscheint nun mit Through the Never 3D die erste Produktion, die eine zusätzliche Dimension bietet. Doch haben Metallica solche Gimmicks überhaupt nötig?

Beileibe nicht, allerdings ist der 3D Effekt eine willkommene Ergänzung, die nicht schadet. Das Hauptaugenmerk liegt aber zweifelsohne auf der herausragenden Show, die im August 2013 im kanadischen Vancouver aufgezeichnet wurde. Nach dem obligatorischen Intro „The Ecstasy of Gold“ bieten Metallica mit dem darauffolgenden „Creeping Death“ zwar keine Überraschung, aber dennoch einen fulminanten Einstieg. Überraschungen gibt es in der Setlist keine, wobei mit Songs wie „And Justice for all“, „Master of Puppets“, „Ride the Lightning“, „Wherever I may Roam“ oder „Enter Sandman“ das Publikum ihre Helden von der ersten bis zur letzten Sekunde abfeiern und die Stücke lauthals mitsingen. Da fällt die Laune bei Stücken wie „The Memory Remains“ oder „Fuel“ aus der bei Die-Hard Fans verhassten Load/Reload-Ära keineswegs ab. Gerade bei erstgenanntem Titel sorgt gerade der Mitsingpart am Ende für massig Gänsehaut.

Mit „Cyanide“ findet sogar eine Nummer vom noch aktuellen Album „Death Magnetic“ in die Songauswahl. Neben der ausgezeichneten Songauswahl bieten Metallica allerdings auch eine Menge optische Reize. Sei es mit zahlreichen Pyroeffekten, einer übergroßen „Lady Justice“ Statue, Kreuzen, die aus dem Boden auftauchen, Videoshows an Särgen unter der Decke oder Banner an den Wänden oder dem einen oder anderen inszenierten Unfall. Langeweile kommt jedenfalls nicht auf. Darüber hinaus ist auch die Rahmenhandlung sehenswert, bei der ein Roadie (gespielt von Dane DeHaan aus „Lincoln“ oder „The Amazing Spiderman 2“) auf eine Mission in die Stadt geschickt wird und dabei allerlei Abenteuer erlebt. Mit Beginn des Abspanns sollte man allerdings noch nicht abschalten, denn Metallica spielen vor nahezu leeren Rängen das Instrumental „Orion“, das somit nicht nur abschließend dem verstorbenen Bassisten Cliff Burton Tribut zollt, sondern darüber hinaus ein weiteres Highlight bietet. Atmosphärisch gesehen ganz großes Kino.

Bildqualität
  • sehr gute Bildwiedergabe

  • hervorragende Schärfe bei konstant hohem Detailgrad

  • kräftige und natürliche Farben bei sehr gut eingestelltem Kontrast

  • tiefer und satter Schwarzwert mit keinerlei Anfälligkeit von Durchzeichnungsproblemen

  • in wenigen Szenen leichtes Rauschen sowie minimale Banding Spuren

  • keine sichtbaren Kompressionsspuren

Auf den ersten Blick ist das Bild dieser Blu-ray tadellos. Jedoch machen sich vereinzelt Banding Spuren bemerkbar und in manchen Aufnahmen aus weiter Entfernung mit nicht optimaler Beleuchtung lässt sich obendrein leichtes Rauschen nicht verleugnen. Im Großen und Ganzen ist die Darstellung dank hervorragender Schärfe sowie knackigen Farben aber dennoch ein optisches Fest fürs Auge und lässt trotz dieser wenigen Mankos keine Wünsche offen.

Bild 3D
  • keinerlei qualitativen Unterschiede zur 2D Disc

  • keine Helligkeitsunterschiede festzustellen

  • sehr gute Tiefenwirkung erzeugt eine tolle Räumlichkeit

Das 3D Bild zeigt keine auffallenden Unterschiede zum 2D Bild. Das bedeutet allerdings auch, dass vereinzelt leichte Banding Spuren sowie in entsprechend schlechter belichteten Szenen leichtes Rauschen auftritt. Die Farben sind abgesehen davon ebenfalls prächtig und natürlich, wobei auch die Schärfe keinen Grund zur Beanstandung bietet. Die Räumlichkeit macht sich hauptsächlich durch eine mehrstufige Tiefenwirkung bemerkbar, die einen tollen 3D Effekt zaubert und dem Zuschauer dadurch zusätzliche Schauwerte liefert.

Tonqualität
  • 3 unterschiedliche HD Tonspuren

  • sehr druckvolle Abmischung, die dennoch durchweg transparenten Klang bietet

  • jederzeit klar verständlicher Gesang

  • authentische Liveatmosphäre

Der Ton liegt verständlicherweise ausschließlich in Englisch vor. Dafür sind optional deutsche Untertitel vorhanden. Als kleine Entschädigung darf der Zuschauer dafür zwischen einem DTS HD MA Mix mit 7.1, 5.1 oder 2.0 Kanälen auswählen. Die Liveatmosphäre ist bei den beiden Surround Abmischung logischerweise am authentischsten. Dennoch bleiben die Instrumente wie auch Hetfields Gesang stets transparent. Dank eines kraftvollen Sounds werden die einzelnen Songs stimmig wiedergegeben, so dass keine Wünsche offen bleiben.

Ausstattung
  • Making of: The Adam Dubin Documentary

  • Behind the Scenes

  • Musikclip “Master of Puppets”

  • Soundworks – Aufnahmen der Tonmischung

  • Mill Valley Film Festival: Q&A mit Metallica, Nimród Antal und Dane DeHaan

  • Orion Festival Film Tent: Highlights

  • Originaltrailer

  • Teaser

Auf der Scheibe findet sich eine Vielzahl an Bonusmaterial, das komplett in HD vorliegt. Neben einem Making Of gibt es noch ein Behind the Scenes Featurette, einen Musikclip zu dem Song “Master of Puppets”, einen Beitrag zu den Tonaufnahmen, jeweils einen Beitrag vom Mill Valley Film Festival sowie dem Orion Festival und diverse Teaser und Trailer. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden.

Fazit
Bis auf minimale Ausnahmen ist die Umsetzung dieser Blu-ray hervorragend ausgefallen. Sowohl das 2D als auch das 3D Bild sind nahezu tadellos, wären da nicht minimale Banding Spuren sowie stellenweise leichtes Rauschen. Der Ton erreicht hingegen problemlos die Höchstpunktzahl. Der große Umfang des Bonusmaterials liefert Interessierten zusätzlich eine Menge Hintergrundinformationen zum Film. Mit Through the Never 3D haben sich Metallica mal wieder selbst übertroffen und legen mit Hilfe des Regisseurs Nimród Antal einen sehr unterhaltsamen und innovativen Konzertfilm vor, der in dieser Form bislang konkurrenzlos sein dürfte. Nicht nur für Fans der Kalifornier sehenswert. (sah)

Story 9
Bildqualität 9
bild 3D 9
Tonqualität 10
Ausstattung 8
Gesamt * 9

Kaufempfehlung 9 von 10

Testgeräte
TV: Samsung UE55F6500
Player: Sony BDP-S790
AV-Receiver: Denon AVR-1312
Lautsprecher: Front: Dali Zensor 5 + Dali Vocal / Rear: Dali Zensor 1
#2
Geschrieben: 12 Mai 2014 12:47

Killswitch

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Diener des Lichts
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Tolles Review! Die Story würde ich zwar nicht so hoch werten, Setlist ist zwar ok, aber der Film rundherum ist naja durchwachsen finde ich. Aber auf jeden Fall eine nette Idee. Ich würde 7/10 geben. Beim Rest stimme ich voll und ganz zu!


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