Zitat:
Zitat von MpO;1127479
das hat ein gamepro Redakteur geschrieben:
Zur Spieldauer: Ich hatte das Spiel in knapp 5 Stunden durch, wobei mir aber ein Charakter hopps gegangen ist. Je nachdem, wie man spielt sollte man dank des strikten Ablaufs (es gibt nichts zu erforschen, keine Puzzles, keinen Freiraum) also zwischen 4 (mit dem Charakterminimum von zwei Personen) und 6 Stunden (alle Charaktere überleben) brauchen.Ob man einen zweiten oder gar dritten Durchlauf wagt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich habe anschließend dank der Kapitelwahl noch ein wenig herumprobiert ... der Killer ist immer derselbe. Variationen gibt's nur bei den einzelnen Szenenausgängen oder eben dem Ende (wer überlebt?).
Man sollte vielleicht erwähnen das diese Meinung/Aussage von einem Redakteur ist der das Spiel nicht mochte und sich damit vermutlich nicht mehr beschäftigt hat als er musste... In anderen Tests ist auch durchaus von 10 Stunden und mehr die Rede.
Hier die Fazits von den 3 Redakteuren der GamePro die das Spiel getestet haben. Das letzte Fazit (Kai) ist auch der, der das Kommentar oben geschrieben hat:
Fazit
Selten gab es so viele Diskussionen wie über Heavy Rain. Ist es nun ein wahres Kunstwerk? Oder doch nur ein ambitioniertes Projekt, das an seinem eigenen Anspruch zu Grunde geht? Fest steht: Ich mag Heavy Rain -- sehr sogar. Mir gefällt die finstere Atmosphäre und die Art, wie die Charaktere in das Spiel eingebunden wurden. Jeder besitzt seine Schwächen und seine düstere Vergangenheit. Klar, spielerisch ist Heavy Rain bestenfalls Durchschnitt. Aber dafür entschädigen mich die packenden Filme mit immer wieder neuen Überraschungen und toll inszenierten Ereignissen. Daher spreche ich für Heavy Rain auch eine klare Kaufempfehlung aus -- als eine der ungewöhnlichsten Spielerfahrungen der letzten Jahre.
9/10
Begeistert: Benedikt
Heavy Rain ist ein Experiment, deshalb verzeiht man dem Titel, dass er die Balance zwischen interaktivem Krimi und herkömmlichen Videospiel noch nicht gefunden hat. Auf der einen Seite sitzt man mit einem glücklichen Lächeln vor der Konsole, wenn Ethan mit den Kindern spielt. Auf der anderen Seite holen einen himmelschreiende Detailfehler (warum darf der Held in seinem eigenen Haus nicht in die Küche, wenn er nicht vorher geduscht hat?) und Logiklöcher wieder in die Realität, von der vor allem für Einsteiger katastrophal hakeligen Steuerung ganz zu schweigen. Ich ziehe meinen Hut vor Quantic Dreams, weil sie sich mutig von vielen Spiele-Konventionen befreien. Ich wünsche den Entwicklern aber auch Glück und Augenmaß, damit (das hoffentlich schon geplante) Heavy Rain 2 ohne die vielen Macken und Holprigkeiten des Erstlings erscheint.
8/10
Macht Kraniche: Markus
Im Gegensatz zu Benedikt bin ich mit Heavy Rain überhaupt nicht warm geworden. Das liegt vielleicht daran, dass ich zumindest Ansätze eines Spiels erwartete, als ich die Scheibe ins Laufwerk schob. Die »Spielmechanik« erinnert mich ans düstere Konsolen-Mittelalter, als »interaktive Filme« wie Dragon's Lair versuchten, allein durch die Optik zu begeistern. Selbst dabei versagt Heavy Rain, denn die Wirkung der zugegebenermaßen gelungenen Gesichter der Figuren wird durch staksige Animationen zunichte gemacht. Es ist also kein Spiel im herkömmlichen Sinne -- funktioniert Heavy Rain also wenigstens als spielbarer Film? Auch das tut der Titel (zumindest für mich) nicht: Zwar finde ich die Geschichte über weite Strecken durchaus spannend, doch angesichts einiger hanebüchener Wendungen und Logiklöcher versagt David Cages Projekt auch hier.
5/10
Enttäuscht: Kai