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Zitat von EightySix;5536132
@Dash_HB:Auf Schauspieler bezogen: Es ist einfach ein Gefühl, du nimmst jemandem eine Rolle ganz besonders gut ab (Tom Hanks in Cast Away z.B.) oder aber auch du hättest jemandem eine solche Rolle gar nicht zugetraut (Will Smith in Das streben nach Glück). Jemand zeigt wie Wandlungsfähig er ist (Christian Bale in The Machinist) oder wie sehr er sich in jemanden hineinversetzen kann (Joaquin Phoenix in Walk the Line).
Es gibt viele Punkte die größtenteils sehr subjektiv sind und herausragend wird das ganze dann, wenn es die meisten anderen auch so sehen, dann folgen Oscars(nominierungen) etc. und jede Menga lob hier und in der Presse :)
Dieses "Gefühl" habe ich schon des Öfteren mal. Aber meistens, wenn ich dann nachschaue wie der Film aufgenommen wurde und ob er für Auszeichnungen nominiert wurde finde ich dieses Gefühl dann nicht wieder.
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Bei den technischen Dingen ist es schwieriger, aber auch da fallen dir sicher Filme ein wo dir die Einstellungen und Schnitte besonders gefallen, oder die Musik, die Geräuschkulisse als solches etc.
Ja, durchaus. Aber genau wie bei den Schauspielern ist es dann fast immer so, dass sich das in der Öffentlichkeit nicht widerspiegelt. Ein Beispiel ist Full Metal Jacket, da denke ich jedesmal, dass die Kamerafahrten und die Einstellungen überragend sind. Und wenn ich dann nachschlage, dann hat der Film zwar einige Nominierungen erhalten, aber nicht für die Kamera.
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Generell ist in diesem Bereich oft der Unterschied zwischen subjektiv "Den finde ich super" und objektiv "Der ist super", nur in der Menge der Befürworter begründet :cool:
Das soll keine Leistungen schmälern, es gibt nur einfach keine (bzw. wenige) objektive Kriterien nach denen sich diese Leistungen messen lassen.
Das leuchtet mir zwar ein, klingt mir aber irgendwie zu einfach. Ist irgendwie logisch, je mehr Leuten eine Leistung gefällt, desto eher wird sie ausgezeichnet. Trotzdem werden aber Darsteller und Regisseure von Publikumsmagneten seltener ausgezeichnet als von relativ unbekannten Werken.
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Zitat von hibb;5536143
Ich hoffe du hast den Film im Originalton gesehen. Man kann eine schauspielerische Leistung nur anhand des OT bewerten, da Stimme und Betonung den Großteil der Wahrnehmung eines Charakters ausmachen.
Ja, habe ich.
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Simmons schafft hier Herausragendes (nicht ohne Grund war der Oscar vorher schon sicher, das auch die schlechte Wettquote belegt), weil er einen absolut faszinierenden Charakter entwirft: Als erstes ist da die totale Autorität, die sich auch komplett auf den Zuschauer überträgt. Man kriegt absoluten Respekt vor ihm. In jeder Szene steht er total im Mittelpunkt und man will wirklich nicht in der Haut der anderen Figuren stecken. Jede kleine Regung in seinem Gesicht, jede Handbewegung und jedes Wort wird aufgesogen weil wir uns stets bewusst sind, dass er gleich wieder ausrasten könnte ("Either you're deliberately out of tune and sabotaging my band, or you don't know you're out of tune, and that's even worse"). Dadurch entsteht eine gewisse Grundspannung, der man sich nicht entziehen kann.
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Des weiteren schafft es Simmons, dass wir später wieder auf ihn hereinfallen (inkl. Miles Teller): In der Szene in der Jazzbar schafft er es Verständnis für seine Art der Arbeit zu erzeugen, da wir ihm die hartnäckige Suche nach dem neuen Jahrhunderttalent zweifellos abnehmen ("I was there to push people beyond what's expected of them. I believe that's an absolute necessity"). Auf einmal wirkt er doch nicht mehr so von Grund auf böse und wir haben etwas Mitleid mit ihm, dass er seine Ziele nicht vollständig erreichen konnte (The next Charlie Parker finden).
Zusammengefasst: Allein durch seine Ausstrahlung trägt Simmons den Film.
Wenn ich Dich richtig verstehe sagst Du hier vor allem, dass ein Schauspieler
1. so gut spielt, dass wir ihm die Rolle absolut abnehmen und
2. dass er uns mit seiner Arbeit in den Bann zieht.
Ok, leuchtet mir ein.
Meine persönliche Rezeption bleibt jedoch eher im Bereich "Sehr gut". Den ersten Punkt unterschreibe ich, ich finde ebenfalls, dass Simmons es schafft die Figur so zu spielen, dass ich sie ihm abnehme.
Das zweite ist ja etwas schwammiger. Dass er immer im Mittelpunkt steht, jede Szene an sich reißt, seine Ausstahlung usw. Da finde ich eben nicht, dass er das zu jedem Zeitpunkt hundertprozentig schafft. Und an genau diesem Punkt kann ich nicht unterscheiden, ist das jetzt einfach nur Geschmackssache, oder habe ich nicht die richtige Wahrnehmung.