Geschrieben: 03 Mai 2026 20:56

Blu-ray Papst
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seit 08.10.2009
Bedankte sich 78402 mal.
Ein bißchen was nachzuholen daher nur kurze Kritiken.
Jungle Cruise 6,0/10
Abenteuerfilm von Disney mit Emily Blunt und
The Rock welche sich auf eine Flussfahrt in
Brasilien begeben auf der suche nach einem Sagenumwobenen Baum, mit
Heilkräften. Actionszenen überzeugen, auch die Chemie zwischen den
beiden Triebfedern ist vorhanden, und dennoch wirkt der Film sehr
nach bewährter Disney Mixtur ohne Ecken und Kanten und grob
vorhersehbarem ablauf. Unterhaltungswert es dennoch vorhanden. The
Rock erinnert mich in seiner Rolle als schroffer Schiffskapitän wie
auch der Exotischen Wirkungsstätte etwas an Humhrey Bogart in
'African Queen' während Blunt, erinnert vom Acting ganz leicht an
Katherine Hepburn, die bewusst und für die zeit untypisch als Frau
sehr selbstbewusst auftritt woraus sich bisweilen einige amüsante
momente u.a. plänkeleien ergeben.
Die Effekte besonders ab dem Baum sehen gelungen aus.
Fazit: Für einen lauen spassigen Abend durchaus zu empfehlen, für
die Sammlung aber kein Must Have.
Erdbeben in New York 4,5/10
Aus dem Jahr 1998 für das TV gedrehter Katastrophenfilm nach
bewärter Marnier von dem es aber min. ein halbes dutzend bessere
vertreter gibt. Größter schwachpunkt sind die grauenhaften Effekte
die auf eine zu dem zeitpunkt noch unausgereifte Software hindeuten
und wohingegen Klassiker wie Erdbeben Anno 1974 wo man mit
Miniaturmodellen gearbeitet hat besser dastehen. Wesentlich besser
geraten ist das Arrangement der Set's die zu überzeugen vermochten.
Unglaubwürdig waren einige Aufnahmen in denen einige Bezirke fast
wie verschont aussahen während andere fast völlig zerstört wurden
und Skyscaper die leicht wie Sandburgen umkippten.
Der Cast ist u.a. mit Greg Evigan, Melissa Sue Anderson und
Cythia Gibb relativ unbekannt, für einen Auftritt in einer
Nebenrolle schaute allerdings Götz Otto vorbei.
Etwas irritierend war das einige der Schauspieler mit sehr
bekannten Deutschen Voice-Vertreten versehen wurden was dazu führte
das ich ständig die Stamm-Schauspieler/innen vor Augen hatte u.a.
Franziska Pigulla (G.Anderson) oder Engelbert von Nordhausen (S.L.
Jackson, B.Cosby). Die Schauspielleistung war durschnittlich, die
Emotionen über den vermeintlichen verlust eines Kindes einer Frau
war aber überzeugend gespielt.
Fazit: Wenn nichts mehr im TV läuft, 'kann' man sich den geben,
aber nicht zuviel erwarten.
Rocky IV - Der Kampf des Jahrhunderts
8,75/10
Für mich noch heute der beste Beitrag aus dem Rocky Universum. Ja
er ist nicht perfekt, er strotzt vor Klischees inbesondere der
ewige Kulturelle und Politische gegensatz zwischen den USA und
Russland (Sowjetunion), und dennoch betätigt Stallone der in diesem
Film auch als Regisseur fungierte die richtigen Hebel um das
Publikum nicht nur abzuholen sondern geradezu
mitzureißen.
Ausgandspunkt ist der verlust seines einst größten Wiedersachers
und späteren Freundes Apollo Creed durch Ivan Drago und dem
gedanken an Rache welches darin gimpfelt das sich beide Kontraheten
bis ins unmenschliche im Training Quälen bevor es dann zum
höhepunkt im Ring aus ihnen heraus Explodiert und sie wie von
sinnen, geprägt von blanken hass, wie Maschinen aufeinander
einprügeln, das Publikum als zusätzlichen Anzünder. Rocky der dabei
höhen und tiefen, emotional wie körperlich durchlebt aber auch
Drago der bloß als Werkzeug des Machtapperates mssbraucht wurde und
von jenem nicht mehr als Mensch betrachtet wurde.
Stallone liefert, auch abseits des Rings eine eindrucksvolle
Vorstellung ab, sein leiden über den verlust, seine wut, und sein
stolz, all das empfindet man zwangsläifig als Zuschauer
mit.
Die Story mag kein Geniestreich sein, das erwartet auch niemand,
aber sie ist der beste Ausgangspunkt um zu erleben.
Schauspielerisch brauchen wir nicht darüber reden, einfach Super,
auch Brigitte Nielsen fügte sich so Treffsicher ein.
Fazit: Ist man Stallone Fan, liebt und interessiert man sich für
das Boxen und diese Figur ist der Film Pflicht in der Sammlung
!
Rocky V 4,0/10
Der fünfte Teil, zurecht, gilt als der Tiefpunkt der reihe und das
heute noch wie damals wobei es sicher einige Kritiker gibt die ihn
noch härter bewerten.
Alles was die Filme zuvor ausmachte lässt dieser vermissen. Rocky
Arbeitet ausschließlich noch als Trainer, der Hauptdarsteller
Tommy Morrison verfügt über kein
Schauspieltalent sowie Charisma und Richard Gant
als Promoter gibt geradezu eine, absurde bzw. groteske Figur
innerhalb der Reihe ab. Das Niveau sank Dramatisch und
Haarsträubende Dialoge wie ''Soll ich dich wie eine Parkuhr
Vergewaltigen?' setzen dem die Krone auf. Es wirkt zeitweilig als
ob der Regisseur John G. Avildsen eine Parodie
gedreht hat, die Reihe nicht mochte, oder sehr naheliegend von der
Materie überhaupt keine ahnung besaß. Das lässt sich auch nicht mit
Rockys Hirnschaden erklären.
Selbst das Finale Inszeniert als Streetfight ist mau. Die Storyteil
das Pauli das gesamte Vermögen leichtfertig und unaufmerksam
'verlor' würde zwar zu seinem Charakter grundsätzlich passen, wirkt
aber auch merklich konstruiert.
Eine der wenigen Positiven aspekte ist das Stallone mit
fortlaufender Spielzeit seinen einstigen Glanz zwischenzeitlich
aufblitzen ließ und der Vater-Sohn Konflikt eine wichtige
Psychologische Komponente darstellt die den Film zumindest etwas
retten kann.
Das größte Manko aber bleibt das nur wenig gekämpft, dafür sich das
ganze als recht Dialoglastig entpuppt.
Talia Shire zeigt innerhalb der Reihe ihre
schlechteste Leistung und wirkt etwas 'gebremst', auch ihr Styling
(Haar, mütze) ist schlecht gewählt während Sage
Stallone, eine besonderheit das hier auch der Echte Sohn
mit seinem Vater spielte, noch mit die beste Leistung ablieferte.
Burt Young spielt auf gewohntem niveau.
Fazit: Wenn man die Reihe besitzt, gehört dieser, leider, dazu aber
die sichtung kann, oder sollte man vielleicht auch
überspringen.
Creed - Rocky's Legacy 7,75/10
Mit Creed begann ein neues Kapitel, da Stallone mittlerweile viel
zu alt für den Ring war, die Fans aber nach wie vor von der Reihe
Fasziniert sind und Hunger auf mehr haben musste man sich was
überlegen. Das Ergebnis war gleichermaßen Clever wie Logisch, und
erinnert an den 5ten Teil mit dem Unterschied das dieser versuch
gelungen ist. Rocky als Trainer vom Unehelichen Sohn Apollo
Creed's... Adonis, der in die Fußstampfen seines Vaters treten
möchte und dafür die Ikone des Sports und Freund seines Vaters
Rocky aufsucht und diesen darum bittet als sein Trainer und Mentor
zu fungieren.
Ryan Coogler gibt der Geschichte genügend zeit zum
Aufbau, auch zwischen den Figuren und M.B.Jordan
verkörpert glaubwürdig den Sohn einer Legende, auch wenn er
aufgrund seines Emotional reduzierten Spiels für mich nicht die
unantastbare Idealbesetzung darstellt. Das Spiel zwischen ihm und
Stallone ist recht kühl, aber es funktioniert.
Rockys leben wiederum entwickelt sich weiter, zu seiner
verstorbenen Frau gesellt sich auch der inzwischen verstorbene
Freund Pauli und der Eindrucks das er zwar weitermacht weil seine
liebsten das von ihm erwarten würden, aber der richtige lebensmut,
die freude fehlt. Insofern ist Adonis genau das, genau zum
richtigen zeitpunkt, was er brauchte. Die Krankengeschichte
verleiht dem ganzen nochmal mehr emotionale tiefe.
Die Fights, aber das ist ein recht subjektives empfinden, sind ein
bißchen auf die sehgewohnheit der heutigen zeit angepasst, das läst
sich nicht mit den 70er, 80er Jahren vergleichen.
Fazit: Gelungene Frischzellenkur welche die Reihe zukunftsfähig
macht.