Geschrieben: Gestern 20:46
Premium Rush ( BD ) 6.5/10 Der letzte Auftrag des Tages einer
Fahrradkurier-Firma geht an den ehemaligen Jurastudenten Wilee. Er
ist speziell von der chinesischen Mitbewohnerin seiner Freundin
angefordert worden, um einen Briefumschlag nach Chinatown zu
bringen. Doch sobald der Umschlag in Wilees Besitz ist, beginnen
die Probleme. Der korrupte Cop Bobby Monday verlangt, dass Wilee
ihm den Brief aushändigt, und plötzlich sind auch noch finstere
Gesellen hinter der Lieferung her. Eine Hetzjagd auf Leben und Tod
beginnt.
In erster Linie steht hier der Kurierfahrer im Vordergrund, der von
Joseph Gordon-Levitt verkörpert wird. Ein Bike, keine Bremsen, 1
Gang und das mit dem Fahrrad durch New York. Adrenalin pur und hohe
Geschwindigkeiten stehen bevor. Ein Auftrag, der kompliziert wird.
Dabei spielt ein Brief eine ganz wichtige Rolle. Dieser gilt als
Zahlungsmittel für eine chinesischen Triade. Diese Logik dahinter
muss man nicht verstehen, sowas einem Kurier zu überlassen. Das
ruft den korrupten Polizisten Bobby Monday ( Michael Shannon ) auf
den Zettel, der Spielschulden hat und von der Sache erfährt. Ein
Spiel auf Leben und Tod beginnt.
Die Story ist dabei recht dünn gehalten und ist typisch Hollywood.
Das Fahrradspektakel ist dabei hektisch, rasant und temporeich
gestaltet. Zur Ruhe kommt man kaum, da alles schnell
voranschreitet. Joseph Gordon-Levitt macht seine Sache ganz
ordentlich. Wer die Zielgruppe ist, merkt man hier deutlich.
Michael Shannon als überdrehter Polizist spielt diesen echt stark.
Seine manipulierte Art, sein krankes Verhalten ist schon
zwangsweise narzisstisch.
Die Fahrradstunts sind gut inszeniert. Ein wenig Action gibt es
auch noch.
Der Film wird in nicht chronologischer Reihenfolge erzählt und
zwischenzeitlich gibt es auch einie Rückblenden.
Am Ende hat mich der Film unterhalten, auch wenn er jetzt keine
großen Ambitionen hatte. Dennoch ein kurweiliger Trip mit dem Bike.
Geschrieben: Gestern 21:01

Forenmoderator
Blu-ray Papst
Aktivität:
Predator: Badlands 7/10 (4K)
Der junge Predator Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) wird von
seinem Clan verstossen, weil man ihn nicht für einen starken
Krieger hält. Allein auf einem abgelegenen Planeten trifft er auf
die Androidin Thia (Elle Fanning), mit der er eine unerwartete
Verbündete findet. Gemeinsam gehen sie auf die Jagd und müssen sich
schliesslich einer scheinbar übermächtigen Bedrohung stellen.
Mit Dan Trachtenberg hat das Predator-Franchise in den letzten
Jahren einen spürbaren Aufschwung erlebt, denn mit Prey und
Predator: Killer of Killers hat er bislang zwei richtig starke
Beiträge zur Reihe abgeliefert. Entsprechend hoch waren meine
Erwartungen an Predator: Badlands, auch wenn mich der Trailer
ehrlich gesagt eher abgeschreckt hat. Am Ende bleibt für mich ein
Film zurück, der zwar der schwächste dieser drei Beiträge ist, aber
definitiv kein Reinfall geworden ist. Zunächst muss man dem Film
zugutehalten, dass er sich nicht darauf ausruht, einfach das
Gleiche wie immer zu machen. Stattdessen versucht er wirklich, dem
Franchise neue Ideen hinzuzufügen und neue Perspektiven zu
eröffnen. Besonders auffällig ist dabei, dass der Predator selbst
zur Hauptfigur wird und man deutlich mehr über die Kultur der
Yautja erfährt. Das ist zwar ein mutiger Ansatz, allerdings hätte
ich persönlich dieses Mysterium lieber weiterhin offen gelassen.
Gerade in der ersten Hälfte hatte ich deshalb etwas Mühe, richtig
in den Film hineinzufinden. Im Gegensatz zum natürlichen Look von
Prey wirkt hier vieles deutlich künstlicher und das Setting bringt
spürbar mehr CGI mit sich. Auch mit Elle Fanning als Sidekick wurde
ich nicht wirklich warm. Der später eingeführte zusätzliche
Begleiter sorgt zudem für humorvolle Momente, die für mich tonal
nicht so recht zum Film passen wollten. Das klingt nun nach viel
Kritik, aber der Film hat durchaus auch seine Stärken. Vor allem in
der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und
bietet mehrere starke und unterhaltsame Actionsequenzen. Mit der
Zeit begann ich auch stärker mit den Figuren mitzufühlen und wurde
mehr in die Handlung hineingezogen. Besonders das kreative
Creature-Design weiss zu gefallen und zeigt, wie viel Fantasie in
diesem Universum steckt. Trotz der vielen CGI-Effekte ist mir die
Optik insgesamt nie wirklich negativ aufgefallen, da der Film
insgesamt sehr hochwertig produziert wirkt. Vor allem das
Sounddesign ist richtig stark und trägt viel zur Atmosphäre bei. Am
Ende bleibt für mich ein unterhaltsamer Film mit einigen Schwächen,
der aber auch Mut beweist, etwas anderes zu versuchen und der
zeigt, dass das Predator-Franchise bei Dan Trachtenberg momentan
durchaus in guten Händen ist.

LG, Raffi
Letterboxd: VincentVega84
Geschrieben: Gestern 22:51

4K HDR Fan
Blu-ray Freak
Aktivität:
Cujo ( Tele5 HD ) 6/10 Der Horror-Film ist eine Adaption des
Bestsellers von Stephen King. Der friedliebende Bernhardiner Cujo
kann niemandem etwas zuleide tun, doch dann wird er mit der Tollwut
angesteckt und verwandelt sich in eine blutrünstige Bestie. Als
Donna Trenton mit ihrem Sohn die Werkstatt von Cujos Herrchen
aufsucht, ahnt sie nicht, dass ihr dort ein Kampf auf Leben und Tod
bevorsteht. Gefangen in ihrem kleinen Auto, sehen sich Donna und
Tad der Bestie gegenüber.
Ich habe den Film gestern zum ersten Mal überhaupt gesehen. Ich
kenne die Buchvorlage nicht und bin uneingenommen an den Film
rangegangen.
Der Anfang fängt ganz ruhig an. Hier wird das Leben der Figuren
rund um den Hund gezeigt. Es wirkte wie Familiendrama. Diese
Einführung hätte man überhaupt nicht gebraucht oder wenigstens
kürzer zusammenfassen können. Nach gut einer Stunde kommt der Film
erst so richtig in Fahrt und Cujo bringt sich endlich ins Spiel.
Hier zeigt man aber, das Tierhorror mit einfachen Mitteln und ohne
große Effekte auskommt und dabei auch noch wirkungsvoll gezeigt
wird. Ein Hund wird durch Tollwut zur reißenden Gefahr. Diese wird
realistisch und greifbar dargestellt und erzeugt einen sofortigen
Spannungsaufbau.
Der zentrale Punkt im eingesperrten Auto bringt auch eine
klaustrophobische Situation mitsich, die auch psychologisch an ihre
Grenzen stößt. Gerade solche Szenarien, die minimalistisch gehalten
sind, bringen den Zuschauer zum Mitfiebern. Starke Hitze, der Drang
nach Trinken, die umheimliche Gefahr draussen, die Angst verursacht
und die Aussichtslosigkeit tragen nochmal zur Grundstimmung bei.
Ein Gefühl der Ausweglosigkeit macht sich breit.
Wenn Cujo dann angreift, ist diese brutal, äußerst roh und wirkt
körperlich sehr lebensecht.
Die Schauspieler bleiben fast alle etwas zu blass. Einzig und
allein Donna Trenton ( Dee Wallace ) macht hier einen tollen Job.
Man spürt ihre Angst und Furcht eindeutig. Tad ging mir ein wenig
auf die Nerven. Diese ständige Geheule war schon etwas nervig, aber
auch verständlich.
Das Ende war nochmal plausibel und nervenstark.
Am Ende war ich doch etwas enttäuscht, weil es zu lange braucht,
bis sich Cujo austobt.
Dennoch war es ein kurzweiliger, atmosphärisch beklemmender Film,
der mit einfachen Mitteln und ein gehörigen Angst auskommt und
dabei fesselt.

Blu-ray Sammler
Aktivität:
"Freakier Friday", 2025 04/10
Nachdem mich der erste Teil stets gut unterhalten konnte, war ich
auf die Fortsetzung gespannt. 2024 hörte ich erstmals von den
Plänen dazu und freute mich seitdem darauf. Sorgen bereiteten mir
neben der langen Laufzeit aber einige Bewertungen, die die Länge
und die Gags abstraften. Nun konnte ich mir ein eigenes Bild von
der Komödie machen - und muss den negativen Bewertungen leider
zustimmen. Bereits in den ersten fünf Minuten begann mich der
moderne "Humor" zu nerven, der den Film wie jede andere aktuelle
Produktion anmuten ließ. Dazu trug auch die Netflix - Optik samt
austauschbarer Charaktere bei. Schon zu Beginn benahm sich die
Rolle der Tess viel zu jung für ihr Alter, wodurch die Wandlung des
späteren Körpertauschs verpuffte. Nach den Ereignissen in Teil 1
war die Übermutter Anna unglaubwürdig. Die beiden Kinder nervten
einfach nur und die Figur von Jake wurde lediglich als Fanservice
eingebaut, sie war nämlich komplett fehl am Platz. Dass das
magische Ereignis dieses Mal nicht durch Glückskekse hervorgerufen
wurde, war unverständlich, die vier getauschten Körper stifteten
Verwirrung. Die lausigen Gags wurden durch permanentes Overacting
sämtlicher Beteiligter dargeboten. Etliche aktuelle Redewendungen
oder Bezeichnungen fanden hier Verwendung, was anstrengend
zuzuhören war. Zudem wurden Erwachsene um die 30 als Volldeppen
präsentiert. Die schauspielerischen Leistungen waren
unterdurchschnittlich.
Die Bildqualität war beinahe perfekt. Bei nicht sichtbarem Filmkorn
gab es eine hohe Schärfe. Die Farben waren allerdings zu gelblich
eingestellt. Der Kontrast fiel hoch aus. Die deutsche
Synchronisation war in Ordnung, Dagmar Dempe auf Jamie Lee Curtis
ungewohnt. Karin Buchholz wäre passender gewesen. Zugutehalten ist
dem Studio, dass es die meisten Stimmen von damals erneut engagiert
hat. Die Musik war okay, das Beste am Film war der wiederholte Pink
Slip - Song.
Ähnlich wie bei "Zum Leben erweckt" konnte mich die etliche Jahre
später produzierte Fortsetzung nicht abholen. Während dem Schauen
von "Freakier Friday" hatte ich mir gewünscht, dass jemand im
Anschluss an das Original ein Drehbuch geschrieben hätte und dieses
genau so verfilmt worden oder dass eine damals realisierte
Fortsetzung nun erstmals ausgestrahlt worden wäre. Das wäre
maßgeblich besser als dieser zwanghafte moderne und zugleich
seelenlose Humor gewesen. Da der zweite Teil meines Erachtens nicht
annähernd an das Original herankommt, ich die Gags unlustig und die
Figuren anstrengend fand und nicht gut unterhalten wurde, gebe ich
keine Empfehlung ab. Stattdessen möchte ich "Freaky Friday" auf Blu
Ray!