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Mondo Cannibale (1972) Blu-ray

Original Filmtitel: Il paese del sesso selvaggio

Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US Unrated Fassung, HD Sound (deutsch), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Label:
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 2.0
Italienisch DTS-HD MA 2.0
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-25 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.39:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Laufzeit:
93 Minuten
Veröffentlichung:
30.09.2022
 
STORY
4
 
Bildqualität
8
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
7
 
Gesamt *
7
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit „Mondo Cannibale“ schuf Regisseur Umberto Lenzi im Jahr 1972 einen Film, der ein ganzes Genre begründete und bis heute fanatische Verehrer sowie Gegner hat. Entweder man liebt das Genre, oder aber man verabscheut es – dazwischen gibt es quasi Nichts. Die Veröffentlichung des Titels wurde bereits vor einigen Jahren angekündigt, und nun ist es endlich so weit: Die Mutter aller Kannibalen-Filme, welcher seinerzeit eine ganze Welle von teils sehr geschmack- und einfallslosen, primär auf Schauwerte übelster Couleur ausgelegten Fortsetzungen lostrat, ist nun endlich mit dem Segen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft in seiner ungekürzten Fassung legal in Deutschland erhältlich.

Story

    In eine nicht von ihm verschuldete Mordsache verwickelt, flüchtet der englische Journalist Bradley in den nordthailändischen Dschungel. Als sein Weggefährte getötet und er selbst von einem Eingeborenenstamm gefangen genommen wird, erfährt er am eigenen Leib, dass der Urwald auch Gefahren birgt. Seiner blonden Haare und des Taucheranzugs wegen, halten ihn die Eingeborenen für einen Fischmenschen. Der erzwungene Aufenthalt bei den primitiven Wilden wird zu einer einzigen Kette von Qualen und Grausamkeiten, die er selbst erleiden oder deren Zeuge er sein muss. Bei einem Fluchtversuch tötet er einen Stammangehörigen und nimmt nach einem Aufnahmeritual dessen Stelle ein. Daraufhin geht Bradley mit der bildhübschen Häuptlingstochter eine Beziehung ein und schwängert sie. Kurz darauf wird das Dorf von einem Kannibalenstamm angegriffen und es kommt zu einem bestialischen Kampf um Leben und Tod... (Pressetext Al!ve AG)
    Mondo Cannibale 00.jpg
    Kaum ein Subgenre des Horrorfilms spaltet die Filmfans derart wie es der Kannibalen-Film tat und tut. Vor allem der Einsatz von „Tiersnuff“, also dem Töten von Tieren vor laufender Kamera aus reinen Unterhaltungszwecken, stößt selbst hartgesottenen Genrefans teilweise übel auf. Die Gute Nachricht daher vorneweg: Die hier vorliegende Veröffentlichung enthält die Möglichkeit, den Film sowohl zu 100% ungekürzt als auch in einer Tiersnuff-Freien-Version zu genießen. Wobei „Genießen“ ein Terminus ist, den man auf den Kannibalenfilm nur bedingt bis überhaupt nicht anwenden kann. Inhaltlich waren diese Filme mitunter sehr dünn und verstanden sich primär als Gelddruckmaschine, da man außer besagter Tiertötungen, nackter Haut und Gewalt- und Ekelexzessen nicht sonderlich viel bieten musste, um dem Fan das zu geben wonach er verlangte. Allein: „Mondo Cannibale“ ist der erste Film einer Reihe von ähnlich gearteten Produktionen, und hätte dieser Film nichts zu bieten gehabt, hätte er wohl kaum eine derartige Lawine von Nachahmern auf den Plan gerufen.
    Mondo Cannibale 01.jpg
    Dem hier vorliegenden „Original“ kann man zugutehalten, dass man zumindest noch nicht ganz so sehr auf derartige „Kunstgriffe“ angewiesen war. Die Handlung ist stimmig inszeniert und erinnert stellenweise an einen Dokumentarfilm (wobei dieser Aspekt bei späteren Vertretern des Genres deutlicher zu Tage trat) und kupfert ohne Umschweife bei Filmen wie „Der Mann, den sie Pferd nannten“ ab. Die darstellerische Leistung des Hauptdarstellers Ivan Rassimov ist solide und auch wenn er ein ums andere Mal übertreibt, während er in anderen Szenen komplett emotionslos bleibt, kann man von einer relativ authentischen Darstellung sprechen. Anders sieht es bei den „Wilden“ aus, die möglicherweise überhaupt nicht wussten, was sie da genau machen. Dabei wird die Kultur der Eingeborenen so klischeehaft und offenkundig falsch dargestellt wird, dass sich einem beinahe der Magen umdrehen möchte – und das nicht nur wegen der grausamen und zugegebenerweise perfekt in Szene gesetzten Rituale, die allerdings erstaunlich rar gesät sind und in ihrer Summer kaum den Begriff "Canibale" im Titel rechtfertigen, da hierdurch bei dem einen oder anderen falsche Erwartungen gesät werden.
    Mondo Cannibale 02.jpg
    Sehr viel häufiger gibt es hier „nackte Tatsachen“ zu sehen, die sich aber ebenfalls - verglichen mit späteren Titeln des Genres - sehr in Grenzen halten. Seinerzeit wurde der Film auch unter dem Titel „Die Insel der erregenden Liebesspiele“ vertrieben, was dem Originaltitel, der sich mit „Das Land des wilden Sex“ übersetzen lässt deutlich näher kommt und die Handlung auch ein wenig besser widergibt, da Kannibalismus in diesem Film eine sehr geringe, untergeordnete Rolle spielt. Generell ist der Film primär darauf zugeschnitten dem weißen Herrenmenschen in seinem klimatisierten Kino einen Schauer nach dem anderen über den Rücken zu jagen, während er dabei zusieht, wie der blonde, gebildete Mann langsam, aber sicher zum Herren über einen Stamm von „Wilden“ wird. Verglichen mit späteren Vertretern des Genres ist „Mondo Cannibale“ hingegen noch sehr zurückhaltend und punktet mit einem wundervollen Soundtrack von Daniele Patucchi und herrlichen Naturaufnahmen von Riccardo Pallottini. Aber inhaltlich ist er – trotz einiger guter und interessanter Ansätze – über sehr lange Strecken hinweg langweilig und während der „Höhepunkte“ abstoßend und durchweg entwürdigend. Für alle, die aber schon immer mal einen "Kannibalenfilm" sehen wollten, ist dieser Titel definitiv eine gute Wahl, denn er enthält zum einen alles, was das Genre geprägt hat, und ist zum anderen als Grundstein des Genres zu betrachten, weshalb er zumindest aus filmhistorischer Sicht einen gewissen Wert besitzt. Davon abgesehen ist er auch bei weitem noch nicht so plump und geschmacklos wie spätere Vertreter seiner Art.

Bildqualität

    Mondo Cannibale 03.jpg
    Das Bild liegt im Ansichtsverhältnis von 2,39:1 vor und schaut sehr gut aus – insbesondere wenn man das Alter und das verhältnismäßig geringe Budget in die Rechnung mit einbezieht. Die Schärfe bewegt sich stellenweise auf einem Top-Niveau, auch wenn sich immer wieder mal ausgangsmaterialbedingte Unschärfen einschleichen. Die Farben sind strahlend und satt, allerdings hätte der Kontrast ein bisschen mehr Feinschliff vertragen. So überstrahlen helle Flächen häufig und ganz allgemein ist das Bild ein wenig zu hell. Besonders dunkle Flächen wirken hier eher milchig und neigen dazu zu versumpfen. Abgesehen davon gibt es nicht viel auszusetzen. Altersbedingte Mängel wurden weitestgehend entfernt und der Film schaut so aus, wie man es sich als Fan desselben wünscht.

Tonqualität

    Mondo Cannibale 05.jpg
    Der deutsche Ton liegt, ebenso wie die italienische Sprachfassung, in dts-HD Master 2.0 mit optional zuschaltbaren Untertiteln vor und klingt erfreulich frisch und sauber. Die Dialoge sind jederzeit glasklar verständlich, die musikalische Untermalung ist harmonisch und die Umgebungsgeräusche sind angenehm abgemischt. Fast möchte man meinen, die Synchronisation wäre gerade erst entstanden – was allerdings nicht der Fall ist. Diese entstand unter der Regie und nach einem Dialogbuch von Joachim Kurzendorf bei der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke in Berlin und hat mit Rolf Marnitz, Traudel Haas, Wolfgang Ziffer und Inge Landgut ein paar hervorragende Sprecher aufzubieten.

Ausstattung

    - Audiokommentar mit Calum Waddell (engl. inkl. deutschen UT) - Audiokommentar mit Prof. Dr. Marcus Stiglegger und Dr. Kai Naumann - Deutscher Trailer (3:42 Minuten) - Originaltrailer (3:43 Minuten) - Tiersnuff-freie Schnittfassung (90:14 Minuten) - Super-8-Fassung (46:35 Minuten) - Inferno of Innards (13:19 Minuten) - Deep River Memories (13:20 Minuten) - Interview mit Regisseur Umberto Lenzi (9:52 Minuten) - Bildergalerie (0:30 Minuten)
    Mondo Cannibale 04.jpg
    Das Bonusmaterial wartet mit zwei Audiokommentaren auf, die den Zuschauern tiefe Einblicke in die Produktion und die Hintergründe und Nachwirkungen des Films und des mehr oder weniger von ihm erschaffenen Subgenres gewähren. Zum einen kommt Filmexperte und Dokumentarfilmregisseur Calum Waddell zu Wort (dieser englischsprachige Audiokommentar wurde optional deutsch untertitelt) und zum anderen bekommen wir von den Doktoren Marcus Stiglegger und Kai Naumann einen nicht minder interessanten, deutschsprachigen Audiokommentar präsentiert. Darüber hinaus finden sich noch diverse Interviews und Werbefeatures, sowie die alte Super-8-Fassung mit auf der Disc. Für Freunde des Films, die sich völlig zu Recht an den überflüssigen Tiersnuff-Szenen stören, liegt der Film auch in einer Tiersnuff-freien Schnittfassung, die ansonsten völlig ungekürzt ist, vor, was man dem Publisher hoch anrechnen sollte. Zu guter Letzt wurde dem Titel auch noch ein FSK-Flatschen-freies Wendecover spendiert.

Fazit

    Die Mutter aller Kannibalenfilme macht auf der ersten frei verkäuflichen deutschen Blu-ray Disc eine sehr gute Figur. Das Bild trumpft mit satten Farben und einer soliden Schärfe auf, der Ton klingt frisch und sauber und das Bonusmaterial ist bombastisch. Der Film selbst spaltete seinerzeit die Gemüter, und daran wird sich wohl nie etwas ändern. Für alle, die völlig zu Recht ein Problem mit dem überflüssigen Tiersnuff haben, enthält die Disc auch noch eine Schnittfassung, die auf besagte Szenen verzichtet, ansonsten aber alles zeigt, was die Fans sehen wollen. (Michael Speier)
    (weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
6 von 10

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geschrieben am 20.10.2022

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1 Bewertung(en) mit ø 3,00 Punkten
 
STORY
3.0
 
BILDQUALITäT
4.0
 
TONQUALITäT
3.0
 
EXTRAS
2.0

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