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Uhrwerk Orange 4K (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray

Original Filmtitel: A Clockwork Orange

4K - ULTRA HD
MARKTPLATZ
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Disc-Informationen
Kinofassung (dt. & US Version identisch), Uncut, die hier vorliegende Filmfassung entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, 2 Discs, BD (1x), 4k UHD (1x), 16:9 Vollbild, HD Sound (englisch), Extras in HD (teilweise)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Englisch DD 1.0
Französisch DD 5.1
Italienisch DD 5.1
Polnisch DD 2.0
Spanisch DD 5.1
Lateinamerikanisches Spanisch DD 5.1

Blu-ray:
Deutsch DD 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Französisch DD 5.1
Italienisch DD 5.1
Brasilianisches Portugiesisch DD 5.1
Spanisch DD 5.1
Lateinamerikanisches Spanisch DD 5.1
Untertitel:
4K UHD:
Deutsch für Hörgeschädigte, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Chinesisch (vereinfacht), Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch, Lateinamerikanisches Spanisch, Tschechisch, Ungarisch

Blu-ray:
Deutsch für Hörgeschädigte, Chinesisch (traditionell), Dänisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Italienisch für Hörgeschädigte, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Brasilianisches Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Lateinamerikanisches Spanisch
Region:
A, B, C
Disc Kapazität:
BD-100 GB
Bildformat(e):
3840x2160p UHD (1.66:1) @24 Hz 4K native, HDR10
Video-Codec:
Spieldauer:
137 Minuten
Veröffentlichung:
28.04.2022
 
STORY
10
 
Bildqualität
6
 
Bild 4k UHD
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
6
 
Gesamt *
8
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Darauf haben sicherlich zahlreiche Fans gewartet: Kubricks kongeniale Verfilmung des Anthony Burgess Romans erhält nach einer eher durchwachsenen Blu-ray Veröffentlichung zum 50-jährigen Jubiläum endlich das lang erwartete Upgrade in Ultra HD. Dafür wurde das Original Kameranegativ offenbar restauriert und neu abgetastet. Ob sich das Warten gelohnt hat, und warum der Film in keiner gutsortierten Sammlung fehlen sollte, klärt die nun folgende Rezension.

Story

Alex (M. McDowell) ist ein Verbrecher sondergleichen, der stiehlt, randaliert, raubt und sogar mordet. Die Polizei kann ihn festnehmen und er wird als "Versuchskaninchen" einem Verfahren unterzogen, mit dem man Straftäter angeblich wieder gesellschaftsfähig machen will und kann. Alex wird seiner Aggressionen beraubt und wird entlassen. Da fällt er seinen ehemaligen Opfern in die Hände und Alex begeht danach einen Suizidversuch...
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„Uhrwerk Orange“ bietet auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Uraufführung grandioses Kino der Extraklasse; verstörend, subversiv, unerbittlich und gnadenlos, aber auch berührend und sensibel. Diesen Film als kontrovers zu bezeichnen ist eine Untertreibung. Allein die Umsetzung des surreal und avantgardistisch fotografierten Werkes ist eine Klasse für sich und ist ganz klar kein Film für einen gemütlichen Filmabend oder den entspannten Sonntag-Nachmittag-Schlechtwetter-Couch-Tag, sondern ein sperriger, im besten Sinne unbequemer Film. Kubrick nimmt den Zuschauer auf eine Ebene mit, welche die meisten Kinofilme weder anstreben noch versuchen zu erreichen – ihm gelingt es dagegen fast mühelos 136 Minuten intelligent zu unterhalten und den Zuschauer mit plakativen Parolen oder einfachen Lösungen zu verschonen.
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Wie immer macht es uns Kubrick nicht leicht. Die zynische Verfilmung des Romans von Anthony Burgess ist sehr nah am Buch und der Regisseur findet eine ganz eigene Bild- und Musiksprache, um das Buch für die Leinwand zu transformieren. Die Geschichte von Alex, den Kubrick in der ersten Hälfte des Films zuerst als Täter und danach als Opfer zeigt, beschäftigt, verstört und beunruhigt den Zuschauer auf vielfältige Weise. Kann man Menschen umerziehen? Wie weit darf eine Gesellschaft gehen, um sich zu wehren? Welche Methoden sind sakrosankt, welche akzeptiert?
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Da dies kein soziologisch-politischer Exkurs ist, sondern ein Film, werden die Fragen nicht mit erhobenem Zeigefinger gestellt. Aber Kubrick drängt uns auch keine einfachen Urteile, Lösungen oder Auswege aus den geschilderten Themen auf, sondern lässt den Zuschauer sein eigenes Urteil bilden. Die Geschichte hat bis heute nichts von Ihrer Aktualität verloren, sondern ruft schmerzlich in Erinnerung, dass es keine einfachen Antworten auf komplexe Probleme gibt. Da er auch die Filmsprache findet, die den ungewöhnlichen Stil des Buches widerspiegelt, schafft Kubrick, in Verbindung mit sorgfältig ausgesuchter Musik und Bildern, die mit ihrer Schönheit, Radikalität aber auch Sensibilität und Brutalität den Betrachter noch lange nach Filmende beschäftigen. Kurz gesagt: ein filmisches Meisterwerk für die Ewigkeit – zeitlos und einfach nur genial.

Bildqualität

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Die beiliegende Blu-ray Disc entspricht offenbar der vorherigen Veröffentlichung, allerdings kann dies mangels Vergleichsexemplar nicht mit letzter Gewissheit bestätigt oder dementiert werden. Da die ursprüngliche Bewertung allerdings dem allgemeinen Eindruck der "neuen" Disc entspricht, wird auch die vorherige Bewertung übernommen: Zunächst das Gute: Nahaufnahmen profitieren ganz offensichtlich von dem Transfer auf Blu-ray. Gesicht- und Hautfarben wirken natürlich und stimmig, die Farbverläufe und Kontraste sind allerdings eher soft. Während also Nahaufnahmen profitieren und man beim Beobachten der Schauspieler so manche Entdeckung machen kann, gilt dies leider nicht für Panoramaaufnahmen oder Szenen, die aus mittlerer Distanz gefilmt sind. Dort verschwimmen die Details in Unschärfe – Gegensatz zu den meisten Innen-und Nahaufnahmen und sorgen in den Bildhintergründen für verwaschene Farben. Insgesamt ein sehr zwiespältiger Eindruck. In vielen Szenen kann die DVD mit einem guten Upscaler auf 720p locker mithalten; mehr noch – sie sieht sogar in einigen Szenen besser aus, da durch die geringere Auflösung Bildfehler nicht so betont werden. Insgesamt eine herbe Enttäuschung; zwar nicht wirklich schlecht, da immer wieder Szenen mit guter Bildqualität zu sehen sind, dennoch für einen Kubrick Film eine Frechheit.

Bild 4k UHD

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Oh, ja. So haben wir uns diesen Film immer für das Heimkino gewünscht. Der neue UHD-Transfer bietet endlich das, was man sich für ein filmisches Meisterwerk wie dieses wünschen würde. Das Bild liegt zudem im korrekten Ansichtsverhältnis von 1,66.1 vor und bildet ein homogenes und dezentes Korn ab. Die Schärfe, insbesondere der Nahaufnahmen, kann locker mit aktuellen Produktionen mithalten und so lassen sich nun Zeitungsartikel, Oberflächenbeschaffenheiten, Hautporen und Feinheiten der Ausstattung detailliert und messerscharf betrachten. Ebenso profitieren die Farben von dem neuen Transfer und dem erweiterten Farbraum. Zum einen schaut das Bild deutlich authentischer und natürlicher aus als es bei sämtlichen vorherigen Veröffentlichungen der Fall war und zum anderen strahlen die lebhaften Farben in einer nie zuvor gesehenen Intensität. Auch der Kontrast ist deutlich ausgeprägter: Tiefes Schwarz und strahlendes Weiß ergeben eine Tiefe und Plastizität, die das Bild beinahe schon dreidimensional erscheinen lässt. Wohl sollte erwähnt werden, dass dieses Ergebnis aufgrund der angewandten Technik und gewollter Stillmittel nicht permanent vorherrscht. Einige Szenen wirken nach wie vor weicher, verwaschen und viele Einstellungen wirken in ihrer Farbgebung zurückhaltend, aber das liegt weniger an der Bearbeitung als vielmehr daran, dass Kubrick es so wollte. Auch die zahlreichen düsteren Aufnahmen sind nicht immer ganz optimal, allerdings lässt sich daran mutmaßlich nicht viel mehr verbessern, als es hier der Fall ist. Grundsätzlich überwiegt der sehr positive Gesamteindruck, und es darf bezweifelt werden, dass aus dem Material in absehbarer Zeit mehr herauszuholen ist.

Tonqualität

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Der Sound vom Uhrwerk kann seine Herkunft nicht verleugnen - die technische Umsetzung lässt das Alter spüren ... Ein allseits präsenter, wenn auch erträglicher Rauschteppich, und auch nur begrenzte Dynamik können mit neuester Technik nicht mehr mithalten. Andererseits vermittelt die vorliegende Blu-ray wie im Bereich des Bildes dadurch vielleicht noch ein authentischeres Erlebnis - die Qualität erscheint äquivalent zur Ausstattung zeitgenössischer Lichtspielhäuser. Die Musik versetzt das Uhrwerk erst ins Schwingen. Allein die Tatsache, dass der Song "Singing in the Rain", bisher in das kollektive Kinogedächtnis als Begleitmusik für Gene Kellys regennasse Rollschuhfahrt in „Ein Amerikaner in Paris“ eingezogen, nie wieder unbeschwert genossen werden kann, ist Beweis dafür, dass der Regisseur wirklich jedes Mittel einsetzt, um das Publikum zu erschüttern. Denn Kubrick stellt grausamen Szenen oft diametral gegensätzliche Musik zur Seite - und vice versa. Der wegweisende Einsatz von Musik von Pop bis Klassik als erzählerisches Stilmittel wird niemals langweilig, sondern fordert seine eigene Aufmerksamkeit und schafft eine gleichwertige Säule zum Verständnis von Uhrwerk Orange. Der englische Originalton hingegen klingt wesentlich sauberer, klarer, differenzierter und angenehmer und ist obendrein auch wesentlich lauter und besser verständlich.

Ausstattung

- Audiokommentar von Malcolm McDowell und Historiker Nick Redman - Es tickt noch: Die Rückkehr von Uhrwerk Orange (43:42 Minuten) - Große Bolshy Yarblockos!: Making Of Uhrwerk Orange (28:19 Minuten) - Wie ein Uhrwerk (26:19 Minuten) - Ein Rückblick mit Malcolm McDowell (10:30 Minuten) - USA-Kinotrailer (01:03 Min.)
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Auf der 4k-UHD befindet sich lediglich der bereits bekannte Audiokommentar mit Malcolm McDowell und Historiker Nick Redman, dessen Informationsgehalt allerdings erstaunlich hoch ausfällt. So erfährt man nicht nur Details zur kubrickschen Art des Filmemachens, sondern auch vieles Aberwitziges und andere Anekdoten. So hat Malcolm McDowell fast ein ganzes Jahr während der Dreharbeiten bei den Kubricks zu Hause gewohnt, dennoch hat ihm Kubrick regelmäßig die Zeit berechnet, die die beiden in Filmpausen mit Tischtennis verbracht haben – und den Betrag dann anschließend von McDowells Gehalt abgezogen. Auf der beiliegenden Blu-ray Disc, die der Premium Collection-Version entspricht, finden sich indessen weitergehende Dokumentationen und Features – allerdings nichts neues, und die beiden wirklich lohnenden und interessanten Boni der Premium Collection, welche auf einer Bonus-Blu-ray untergebracht worden waren, fehlen in dieser Veröffentlichung im Keep Case ebenfalls. „Wie ein Uhrwerk“ zeigt Hauptdarsteller Malcolm McDowell im Gespräch mit anderen Filmemachern. Gemeinsam erinnert man sich an die Entstehung von Uhrwerk Orange zurück und vergleicht die Techniken des Filmemachens von 1971 mit heutigen High-End-Blockbustern. Dabei zieht man parallel ein Résumé zu der Gewaltverherrlichungs-Kontroverse, die „Uhrwerk Orange“ bei seinem Erscheinen in Verruf brachte und den Film noch heute umweht. Die kritische Diskussion geht durchaus in die Tiefe und versucht zu klären, wie Filme die Gesellschaft beeinflussen können und gleichzeitig widerspiegeln. „Ein Rückblick mit Malcolm McDowell“ ergänzt diese Diskussionsrunde um die subjektive Perspektive McDowells, der sich, unterstützt von Erinnerungsstücken, an sein Mitwirken in „Uhrwerk Orange“ zurückerinnert. Leider ist dieses Special mit 11 Minuten recht kurz geraten, ergänzt das Extra-Paket aber durch seine persönliche Note wunderbar.

Fazit

Die 4k-UHD-Version punktet mit einem hervorragenden neuen Bild, welches dem Klassiker nach 50 Jahren endlich gerecht wird. Der Ton bleibt leider so wie es war, die beiliegende Blu-ray Disc ebenfalls und auch das Bonusmaterial entspricht der Erstveröffentlichung und verzichtet, zumindest in dieser Version, auf die beiden hervorragenden Dokumentationen der damaligen Premium Edition. Die Literaturverfilmung der gewalthaltigen Vorlage von Anthony Burgess sorgte an den Kinokassen derartig für Kontroversen, dass Kubrick bis zu seinem Tod in seiner Heimat England die Vorführung der Gesellschaftssatire untersagte. Macolm McDowell wurde als Alex zu einem Symbol für das Böse und Menschlichkeit zugleich, denn er lebt in einer Gesellschaft, die ihm die Fähigkeit zu moralischen Entscheidungen abspricht und damit auch die Chance, gut zu werden: Denn echtes Gutes kann es nur dort geben, wo es auch Böses gibt und der Mensch die Wahl hat. Diese Botschaft vermittelt „Uhrwerk Orange“ wie kein anderer Film vor oder nach ihm und ist ein Highlight in Kubricks Filmographie und darf daher in keiner gut sortierten Filmsammlung fehlen. (Dr. Andre Westphal/Frank Brasse/Michael Speier)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
8 von 10

Testgeräte

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geschrieben am 04.05.2022

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28,99 EUR *

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