Arctic (2019) Blu-ray

Original Filmtitel: Arctic (2019)

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Disc-Informationen
US-Kinofassung, Uncut, HD Sound (deutsch), HD Sound (englisch), Extras in HD (komplett)
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Englisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.35:1) @23,976 Hz
Video-Codec:
Spieldauer:
119 Minuten
Veröffentlichung:
28.11.2019
 
STORY
8
 
Bildqualität
9
 
Tonqualität
7
 
Ausstattung
3
 
Gesamt *
6
* In der Gesamt-Bewertung wird die Story nicht berücksichtigt.
Mit den variabelsten Charakter-Darstellungen hat es der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen in die oberen Reihen der Hollywood-Stars gebracht. Dabei liebt der wandelbare Mime scheinbar die Abwechslung, denn von diversen kleineren Produktionen aus dem Norden Europas bis hin zu Blockbustern á la 'James Bond', 'Doctor Strange' oder 'Star Wars' ist er sich für nichts zu schade. Abwechslung wird bei ihm auch bei der Genre-Wahl großgeschrieben, denn auch hier ist vom Action-Film über Drama bis zu Sci-Fi sämtliche Kategorie vertreten. Im hier vorliegenden Survival-Drama hat er es sich sogar zu Aufgabe gemacht, einen abendfüllenden Spielfilm komplett alleine zu tragen, denn einen weiteren 'aktiven' Cast gibt es hier nicht. In wie weit ihm dies gelingt wird anhand der Blu-ray Fassung des Films überprüft, welche durch Koch Media Home Entertainment in Form einer Amaray und eines Steelbooks in den Handel gebracht wird.

Story

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Seit Wochen sitzt der abgestürzte Pilot Overgård (M. Mikkelsen) in der arktischen Kälte fest. Hier hat er sich inzwischen notgedrungen häuslich eingerichtet und spult täglich das gleiche Programm ab: ein in den Schnee geschriebenes SOS gut sichtbar halt, Eisangeln um für Nahrungsnachschub zu sorgen und Stück für Stück das Tal erkunden, um einen möglichen Ausweg zu finden. Bei seinen Erkundungsgängen versucht er zudem von verschiedenen Positionen aus ein Not-Signal abzusetzen, welches eines Tages auch endlich erhört wird. Als der rettende Hubschrauber zur Landung ansetzt, wird er jedoch von einer Windböe erwischt und stürzt ebenfalls ab. Von der zweiköpfigen Besatzung überlebt nur eine Frau (M. T. Smáradóttir) schwer verletzt. Als sich ihr Zustand zunehmend verschlechtert, beschließt Overgård das halbwegs sicher Lager zu verlassen und den weiten Weg zu einer Rettungsstation auf sich zu nehmen. Doch die unwirtlichen Bedingungen der Arktis sowie deren Bewohner machen ihm seine Mission nicht leicht. Begonnen mit einigen selbstgedrehten YouTube-Videos, welche über die Zeit immer aufwendiger wurden, entschied sich Regisseur Joe Penna seinen ersten großen Film zu drehen. Mit dem hier vorliegen Überlebenskampf in der Arktis gelang es ihm dann, einen äußerst spannenden Film auf die Beine zu stellen, welcher schlussendlich nur eine einzige aktiv agierende Person in Szene setzt. Für diese anspruchsvolle Aufgabe konnte man den Dänen Mads Mikkelsen gewinnen, der sich bei den Dreharbeiten in die kalten Gefilde von Island stürzte. Er spielt hier sehr überzeugend einen abgestürzten Piloten, der sich glücklicher Weise trotz seiner misslichen Lage zu helfen weiß. So gelang es ihm schon eine ganze Weile in der eisigen Kälte auszuharren, in dem er den Rumpf seines zerstörten Flugzeuges zu einem Notquartier umfunktionierte. Die Not machte ihn dabei auch erfinderisch und mit ein bisschen Geschick gelang es ihm, Werkzeuge zum Eisangeln zu bauen, durch die er sich täglich mit frischem Fisch versorgen kann. Die vergangenen Tage seiner unfreiwilligen Einsamkeit nutzte er dazu, durch Erkundungsgänge eine Karte seiner Umgebung anzufertigen, auf der er auch die Stationen seiner Not-Signal Versuche festhielt. Der Film vermittelt dem Zuschauer dabei in den ersten Abschnitten, welche täglichen Routinen der Pilot abarbeitet. Dabei lässt man den Zuschauer jedoch komplett darüber im Dunkeln, wer Overgård überhaupt ist und wie genau er in die missliche Lage gelangte. Hin und wieder werden zwar einige 'Brotkrummen' gestreut, bei denen ist man jedoch seiner eigenen Phantasie überlassen. Im Grunde braucht es aber auch keine genaueren Erklärungen, denn dank seiner sehr guten Darstellung schafft es Mikkelsen auch so, dass man schnell mit seinem Charakter mitfiebert. Im weiteren Verlauf kümmert er sich dabei rührend um die ebenfalls abgestürzte Frau aus dem vermeintlichen Rettungshubschrauber. Diese wird von Maria Thelma Smáradóttir gespielt, welche jedoch, abgesehen von einigen kurzen wachen Augenblicken, zumeist im schonenden Tiefschlaf verweilt. Dadurch gibt es im Film auch nur ein Minimum an Dialogen, welche sich zumeist auch noch als Selbstgespräche von Overgård erweisen.
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Das Abenteuer schafft es aber trotzdem während der gesamten Laufzeit von knapp 97 Minuten die Spannung aufrecht zu erhalten. Die Darstellung der eisigen Arktis wurde dabei auch recht abwechslungsreich in Szene gesetzt, sodass man trotz des vielen Schnees unterschiedliche Bereiche der Wildnis zu sehen bekommt. Der Film gleicht in einigen Teilen dem Abenteuer 'The Revenant' welches jedoch noch ein gutes Stück intensiver ist. Man denke hier nur an die nervenzerreißende Bären-Szene. Der zollt man in 'Arctic' zwar auch Tribut, ohne jedoch die gleiche Dramaturgie zu erreichen. Dennoch wird man insgesamt auch hier sehr gut unterhalten, wobei man bis Ende nicht sicher sein kann, wie der Film genau ausgehen wird. Auf weitere Details soll an dieser Stelle der Spoiler-Gefahr wegen nicht eingegangen werden. Fans von Survival Filmen kommen hier aber definitiv auf ihre Kosten und sollten der kleinen aber feinen Produktion auf jeden Fall einmal eine Chance geben.

Bildqualität

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Für die Dreharbeiten besorgte man sich extra sehr weitwinklige Objektive, damit man die ganze Schönheit der unwirtlichen Arktis aufnehmen konnte. Daraus resultieren fantastische Landschaftsaufnahmen der eisigen Wüste. Das Bild ist dabei kristallklar und verfügt über sehr gute Schärfewerte. Besonders die Tiefenschärfe lässt auch weiterentfernte Unebenheiten in der verschneiten Oberfläche erkennen. Farblich Akzente in der weißen Landschaft werden letztendlich nur durch die rote Polar-Jacke von Overgård gesetzt. Auch Blut, das Leuchten einer Phosphor-Fackel oder die Flamme eines Gas-Kochers liefern etwas Abwechslung. Der Schwarzwert könnte noch etwas besser sein, liefert dieser doch in dunklen Abschnitten einer Höhle ein etwas gräuliches Bild. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass man ohne künstliche Beleuchtung drehte und nur auf natürliches Licht setzte. Ansonsten bekommt man hier eine zeitgemäße Produktion geboten, an der es unter dem Strich keine nennenswerten Beanstandungen gibt.

Tonqualität

Zuschauer haben die Wahl zwischen den folgenden beiden Tonspuren: - Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 - Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
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Beim Ton sollte man hier keine großen Erwartungen stellen, denn es geht hier zumeist recht front-lastig und ruhig zu. Über die Surround-Lautsprecher werden in der Regel nur einige Windgeräusche wiedergegeben, auch der Rettungshubschrauber kommt hierüber kurz zum Einsatz. Sehr gut und passend klingt hingegen der aus der Feder von Joseph Trapanese stammende Soundtrack, welcher durchaus druckvoll die Szenerie unterstützt. Die wenigen Dialoge sind hingegen etwas zu leise - hier hat man ab und an schon Schwierigkeiten zu verstehen, was sich Mikkelsen da in den Bart nuschelt. Beim Bass-Einsatz hält man sich ebenso zurück, nur das Brüllen eines Eisbären geht hier etwas tiefer. Die Stille der eisigen Gefilde macht sich ansonsten deutlich bemerkbar, aber das kann man dem Film dann letztendlich nicht ankreiden. Wo keine Geräusche entstehen, kann man schlussendlich auch nichts hören. Zwischen der deutschen Synchronisation und der denglischen Originalspur gibt es im Allgemeinen keine nennenswerten Unterschiede, lediglich die wenigen Dialog sind hier etwas besser zu verstehen.

Ausstattung

Der Bonus-Bereich ist mit folgenden Beiträgen äußerst knapp bestückt: - Trailer Deutsch (2:18 Min.) - Trailer Englisch (2:18 Min.) - Mads Mikkelsen (1:30 Min.) - Die Story (1:50 Min.) - Deleted Scenes (6:41 Min.) - Trailershow: Nomis, Ein ganz gewöhnlicher Held, The Kindergarten Teacher
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Neben den Trailern zum Film erwartet den Zuschauer ein kurzes Interview indem Mikkelsen seine Rolle etwas eingehender beschreibt. Im Beitrag zur Story gibt Regisseur Joe Penna einen kurzen Überblick über seinen Werdegang und was ihn dazu bewegte, eine Geschichte wie 'Arctic' zu drehen. Zudem gibt er einige technische Infos zum eingesetzten Equipment bei den Dreharbeiten. Die schon recht kurzen Häppchen sind zudem noch mit einigen Filmausschnitten versehen, sodass man hier nicht wirklich etwas neues geboten bekommt. Schade, dass man hier nicht ein vollwertiges Making-Of präsentiert. Bei diesen Dreharbeiten hätte sich sicherlich genügend interessanten Material gefunden. Anschließend gibt es noch einige entfernte Szene und eine Trailershow aus dem Hause Koch Media Home Entertainment.

Fazit

Ein-Mann-Shows auf der großen Leinwand sind schon selten. Diese dann noch sehr spannend in Szene zu setzen kommt noch seltener vor. Im hier vorliegenden Survival-Drama gelingt dies Regisseur Joe Penna und seinem Hauptdarsteller Mads Mikkelsen aber mit Bravour, so dass es nicht lange dauert, bis man mit dem Protagonisten mitfiebert. Der Film bezieht seine Spannung einzig aus dem Überlebenskampf gegen die Wildnis - längere Dialoge oder weitere aktive Charaktere sucht man hier vergebens. Dennoch kommt zu keiner Zeit Langeweile auf und man sitzt gespannt bis zum Ende vor dem Schirm. Technisch gesehen liefert man eine durchaus moderne Produktion ab, die vor allem beim Bild mit tollen Landschaftsaufnahmen punkten kann. Beim Ton bleit es hingegen ziemlich ruhig, was jedoch an der zumeist stillen Umgebung der Arktis liegt. Als Fan von Überlebens-Abenteuern sollte man hier auf jeden Fall einmal einen Blick riskieren und sollte nicht enttäuscht werden. (Jörn Pomplitz)
(weitere Reviews anzeigen)

Kaufempfehlung

 
7 von 10

Testgeräte

TV: LG OLED 55B7D Player: Oppo UDP-203 AVR: Yamaha RX-A1080 Front-Lautsprecher: Canton Vento 890.2 Center-Lautsprecher: Canton Vento 866 Surround-Lautsprecher: Canton Chrono 507 Atmos-Lautsprecher: Canton InCeiling 989
geschrieben am 27.11.2019

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