Zitat von Schlumpfmaster;2603530
Ich bin mit den Bondfilmen aufgewachsen und habe alle, wirklich ALLE zigmal gesehen.
Dennoch muss ich auch sagen, dass die Reihe spätestens unter Brosnan (Goldeneye war da noch der beste) unglaublich an Format eingebüst hatte und man die etablierte Mischung schlicht nur noch ad absurdum geführt hatte.
GR:Wirklich gut war nur golden Eye, das andere war sehenswert aber nicht so gut.
Und Stirb an einem Tag war wirklich schlecht, wobei die erste Hälfte doch sehr gut war.
Aber generell gab es bei den Bondfilmen immer Durchhänger.
War ich anfangs noch begeistert von der Nachricht von brosnan als damals neuen Bond, fand ich sein Auftreten in den fertigen Filmen schlicht zu glatt und oberflächlich.
Ich wart froh, dass man mit Casino Royal endlich wieder auf einen neuen Bond setzte (ich mochte auch die beiden Teile mit Timothy Dalton) und die Machart insgesamt realistisch anmuten lies.
GR:Wobei die mit dalton besser waren.
Da gab es mehr Härte und auch trotzdem noch manche Spielereien.
Craig spielt einen anderen und vor allem auch zeitgemäßeren Bond, aber es sind die Wesenmerkmale die Bond in späteren Jahren (in dem Fall in den alten Filmen) charakterisieren, die hier und da immer wieder durchschimmern und somit man genug Spielraum hat, um der Figur eine charakterliche Evolution zu ermöglichen. Eine Sache die Bond in früheren Jahren eigentlich abging.
GR:Das ist eben die Frage ob es gelingt wirklich eine charakterentwicklung zu schaffen damit er zu dem Ur Bond wird den wir kennen.
Bisher lief das ja nicht sehr gut, da Quentum sich für die Chaaktäre viel zu wenig Zeit lies.
Diese charakterlichen Facetten bezioehen sich dabei ganz bewusst auf Sean Connery, der nämlich auch immer etwas kaltes und berechnendes hatte trotz all seinem Charme und der neue Bond ist noch jung und wird noch dazulernen...
Quantum war ein sehr guter Brückenfilm und ich weigere mich, den Film als Einzelstück zu betrachten, was Bond in der Vergangenheit immer war, aber die neuen eben nicht.
Und Wackelkamera gibt es auch nicht erst seit Bourne, funktioniert dort aber grenzgenial, auch wenn manche hinsichtlich der zu verarbeitenden Sinneseindrücke zeitweilig überfordert sein könnten, so bleibt die Action stets nachvollziehbar und steigert durch dein Handkamera die Intensität.
GR:Nein die Wackelkammera gab es schon vorher, wurde aber meistens sinnvoller genutzt(z.B. als subjektive Kammera).
Aber man hat das Konzept aus Bourne fast 1:1 übernommen.
Schau dir mal die Kleidung in manchen Szenen an.
Ein Quantum Trost ist fast eine schlechte Bourne Kopie.
Naja bei Quantum Trost wird durch die Wackelkammera nichts gesteigert, keine Intensität, schlechte Nachvollziehbarkeit.
Die Szene wo Bond auf das Boot kracht mit seinem Motorad, war schon sehr kurz und zerschnipselt.
Man raubt einer Actionszene so ihre ganze Brachialität und ästhetische Wirkung.
Vergleiche nur mal mit anderen Filmen wo die Actionszen durchkomponierte Zerstörungsorgien sind.
Nicht um sonst spricht man bei John Woo auch von dem Mozart der Zerstörung.
Ich möchte im Chaos versinken, einen brennenden Bildschirm haben und keine verwackelten schlecht sichtbaren Bilder.
Das muss man nicht unbedingt in jedem Film so handhaben, aber ich finde es hilft auch den neuen Bonds, um sich bei der nun zunehmenden Anzahl von unrealistischen Elementen und technischen Gimmicks zu erden.
GR:Ich finde das es bei Bond das falscheste ist was man tun kann.
Zudem gibt es auch viele Hasser dieser Wackelkammera.
Man sollte es da liebe wie bei Casino Royal machen wo alles schön ersuchtlich und gut in szene gesetzt ist.
Und bisher gibt es leider immer noch keine Gimmicks, da muss man sich auch nicht erden.
Quantum ist für mich eine direkte Weitererzählung der Ereignisse aus CR und fängt daher recht unvermittelt an und bietet unterm Strich vielleicht wenig handlungstechnische Entwicklung in Bezug auf seine Laufzeit (die zudem die kürzeste aller Bond-Filme ist), aber für das Gesamtkonstrukt funktioniert Qunatum für mich tadellos und wird sicherlich nahtlos in den wiederum etwas anders gelagerten Blood Stone überleiten, womit ich unterm Strich glücklicher bin, als mit den Pfaden, die 007 seit der Brosnan-Ära beackert hatte.