Zitat:
Zitat von VK88;2693852
Es ist witzig, dass du im Zusammenhang mit Respekt anderen Sprachen gegenüber gerade die Amerikaner erwähnst. Der typische Amerikaner ist nämlich alles andere als respektvoll wenn er sich mal auf den Weg in Länder begibt in denen andere Sprachen gesprochen werden. Er erwartet nämlich grundsätzlich wie selbstverständlich, dass man mit ihm englisch spricht und es käme ihm gar nicht in den Sinn sich zumindest aus Anstand ein paar Standardfloskeln anzueignen. Und ich behaupte das auf Grund eines angesammelten Erfahrungsschatzes. Gleiches kann ich über den typischen Deutschen im Ausland nicht behaupten.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, auf beiden Seiten.
Zitat:
Zitat von atm;2695173
Ich möchte, auch wenn es ja bereits erwähnt wurde, nochmal auf den Zug aufspringen.
Da ich grade 3 Wochen Urlaub in den Staaten hinter mir habe, kann ich das so auch nicht nachvollziehen, wie du es beschreibst.
Wenn du in Deutschland gebrochen deutsch sprichst, hast du sofort nen Stempel : Ausländer !
Ausgenommen sind davon Dialekte ;)
Die Amerikaner sind das aber gewohnt, allein durch die Breite des Landes, den Großteil an Migranten (Latinos, Asiaten, Europäaer), sind die USA ein Land, in dem erstmal kein perfektes englisch von Dir erwartet wird.
Du wirst auch nicht müde belächelt, das du die Sprache nicht perfekt beherrschst.
Standardfloskel : " I like your accent 1" :)
Was hat diese Urlaubserfahrung jetzt mit meinem statement zu tun? Lies oben noch einmal nach, denn ich schreibe vom Verhalten von Amerkianern im
"Ausland" und nicht in den USA selbst. Diesbezüglich kann ich deine Tolleranzerfahrung nur unterschreiben, aber darum ging es in meinem posting nicht Ansatzweise. Im Übrigen bestätigst du mit deiner Aussage mein statement sogar, denn du selbst hast in den USA zumindest versucht die dortige Muttersprache zu sprechen. Das wurde honoriert indem über Unzulänglichkeiten mit Humor hinweg gesehen wurde. Würden sich nun ein Großteil der Amerikaner im Ausland ebenfalls anhand der dortigen Muttersprache bemühen zu kommunizieren, würde ihnen genauso begegnet werden und es gebe hier nichts zu diskutieren. Meine Aussage ist nun aber, dass sie meiner Erfahrung nach das zu einem Großteil (um hier nicht wieder Diskussionen bzgl. Verallgemeinerungen aufkommen zu lassen) im Ausland eben nicht tun sondern wie selbstverständlich jedes Gespräch in englisch beginnen.
Und jetzt in diesem Zusammenhang wieder die Intolleranz der Deutschen bzgl. der Deutschen mit Migrationshintergrund zu erwähnen ist auch typisch und völlig fehl am Platz. Ein Tourist, der sich bemüht deutsch zu sprechen (und wenn es nur einpaar Floskeln sind) ist doch ein völlig anderes Paar Schuhe als ein Deutscher mit Migrationshintergrund, der auch nach 20 Jahren noch gebrochen deutsch spricht. Beides kann gar nicht miteinander verglichen werden. Ein Tourist, der sich bemüht zumindest gebrochen deutsch zu sprechen, wird auch in Deutschland nicht belächelt.
Es ist mal wieder erschreckend zu sehen, wie eine Aussage umgedreht bzw. wie falsche Schlussfolgerungen gezogen werden. Ich bitte daher bei einem so sensiblen Thema, das Gemüter schnell erhitzen kann bitte nur das zu lesen was auch wirklich geschrieben wurde.
Gehirn: ein Organ mit dem wir denken, dass wir denken.
-Ambrose Bierce-