Zitat:
Zitat von Klinke26;2803024
Wüsste auch nicht, abgesehen vom persönlichen Befinden, was Publisher dazu bewegen sollte die nunmal fürs Kino geschnittene und damit vorliegende Fassung nicht zunächst herauszubringen.
Man muss sich mal in die andere, Gewinn machende Seite, hinein versetzen müssen.
Ein Produkt was schon vorrätig ist, kostet weniger Geld es auf dem Markt zu bringen.
Das es Käufer gibt (nicht wenige davon), die später auf eine Sonder-Edition oder erweiterte Filmfassung warten, wissen die Publisher. Doof sind sie nicht.
So lässt sich mehr Gewinn erwirtschaften.
Würde jeder von uns ebenso machen. Und ich mach es auch so, immer nach dem höchstmöglichen vertretbaren Gewinn streben.
Schaut man sich hier und anderswo auf den Marktplätzen um, kann sich jeder User an die eigene Nase fassen.
Jap! Seh ich absolut genauso. Ist halt ein klassischer Interessenskonflikt zwischen Hersteller und Verbraucher/Käufer. Der eine will den größtmöglichen Gewinn aus seinen Produkten erwirtschaften, das Gegenüber das bestmögliche Preis/Leistungsverhältnis. Treffen wird man sich, im Schnitt, in der Mitte. Mal wartet man, bis die Lieblingversion herauskommt, ein anderes Mal kauft man 2mal.
Dabei ist mir diese Variante deutlich lieber, als die Schiene, auf die die Publisher scheinbar derzeit umschwenken. Da wären zum einen die fehlerhaften Produkte, bei denen man darauf setzt, dass es im Falle dessen, die wenigsten merken. Zum Anderen bspw die Universum-Masche, durch fadenscheinige Statements gleich zu Beginn dem Kunden eine Leistungsminderung zu begründen/rechtfertigen.
Denn seien wir ehrlich. Es hätte nichts dagegen gesprochen bei der neuen Boot-VÖ die TV-Fassung (als Gimmick) in SD beizulegen. Hier dem Kunden aber weiß zu machen, dass man das Teil nur in bestmöglicher Qualität auf BD zeigen möchte, ist nichts weiter, als schlicht und einfach den Aufwand/Ausgaben dafür einzusparen. Bei der "Unendlichen Geschichte" geht man nun sogar, noch einen Schritt weiter und erkennt auch Originalfassungen aus eben diesen Einspargründen nicht mehr an, wenn sie nur eingeschränkt einer breiten Masse zur Verfügung gestellt werden können (sprich am kostengünstigsten mit engl. Untertiteln).
Verwerflich ist es allemal und zudem erst der Anfang. Aber nicht minder verwerflich ist es, wenn "der Kunde" darauf einfach nicht reagiert und mehr oder weniger fröhlich weiterkauft, was ihm vorgelegt wird. Sei es, um ein Glücksgefühl zu erkaufen, weil es ihm tatsächlich egal ist, oder aus was für Beweggründen auch immer. Und klingt es auch wie eine Floskel (dem Publisher ist in jedem Fall bewußt, dass "der Kunde" es als solche abwinkt), ist es tatsächlich so, dass es Einhalt nur dann geben wird, wenn "der Kunde" darauf entsprechend reagiert. Dafür müßte er sich aber über die Beweggründe seiner Kaufabsicht hinwegsetzen! Der Gedanke/das Gefühl "...ach, egal!", ist im Moment der Entscheidung allerdings nur zu verführerisch. So bleibt dann nur zu sagen: Assimilation erfolgreich!