Resident Evil 7

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Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
24.01.2017
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Story
9,0
 
Grafik
9,0
 
Sound
10,0
 
Atmosphäre
10,0
 
Singleplayer
9,0
 
Gesamt
9,4
Ein düsteres Haus in den Sümpfen, angsteinflößende Geräusche…eine unheimliche Familie und wir mittendrin, das bedeutet - Der Horror ist zurück - Resident Evil 7 – Biohazard. Ausgestattet mit dem neuen Helden Ethan, einer neuen Hauptstory, Darstellung in der Ego-Perspektive und VR Support. Wir haben uns in das Haus der Bakers getraut und den neuen Survival-Horror aus dem Hause Capcom ausgiebig getestet.

Story

Ein Anruf seiner seit drei Jahren verschollenen Frau Mia ist der Begin… In diesem Call bittet Mia ihren Freund Ethan, dass falls er diese Nachricht erhält seine Mia NICHT aus den Sümpfen Louisianas bei der ominösen Family Baker abholen soll…Klar, jedem normal denkenden Menschen würde diese Geschichte etwas merkwürdig vorkommen, aber warum nicht mal dem verdeckten Wunsch der besseren Hälfte nachkommen? Also Boliden gestartet und ab in die Sümpfe. Nachdem man auf Umwegen das Anwesen der Familie Baker erreicht – das nun rein gar nichts mit Onkel Toms Hütte zu tun hat – sondern eher einer runtergekommenen, unheimlichen, verdreckten Hillbilly-Hütte gleicht, wird schnell klar - hier stimmt irgendwas ganz und gar nicht. Nachdem man ein Video findet, dass einen Rückblick auf ein Fernsehteam gibt, welches für ihre Reportage ebenfalls in das Domizil der Bakers eingedrungen ist und deren Expedition nicht gerade ein Happyend fand, wird das eigene Unbehagen größer. Etwas später findet man Mia in einem Verlies unter dem Haus – Allerdings hält die Wiedersehensfreude des Pärchens nicht allzu lange an…nach dem intensiven Rendezvous lernt man dann auch die Gastgeber persönlich kennen - Willkommen bei den Bakers! Mehr möchten wir an dieser Stelle zur Story nicht verraten, aber eines vorweg - gute Nerven sollte man für den neuen Titel aus dem Hause Capcom mitbringen.

Grafik

Das Setting des schäbigen Hauses im Nirgendwo mit seinen kruden Bewohnern wird durch die neue Engine von Capcom sehr stimmig zum Leben erweckt. Die Darstellung der Umgebung, der einzelnen Gegenstände im Haus und der Räume wirkt auf den ersten Blick sehr detailliiert. Man stellt bei genauerem Hinsehen aber fest, dass einige Texturen matschig wirken. Dieser Effekt hebt sich aber etwas auf, wenn man mit der VR-Brille zockt. Bei den Charaktermodellen gilt ähnliches: Die Figuren wirken alle sehr detailliert und gut modelliert - allerdings wirkt deren Mimik etwas puppenhaft. Die Animation der Hauptakteure ist dafür ohne Einschränkung durchweg gut gelungen. Zusammenfassend kann man feststellen, dass es auf der Visuellen Seite passt um den Horror-Trip zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Sound

Bodendielen, die unter den eigenen Schritten knarren und quietschen, knarzende Fensterläden, Klopfen und Knarzen an den Wänden – die Soundeffekte in Resident Evil 7 sind klasse und erzeugen die Stimmung, die einem Spieler akustisch die Panik in die Adern treibt – den Effekt bei der man einfach nur aus der Situation entkommen möchte. Die schnellen Fluchtpassagen von Ethan werden durch treibende Kompositionen gekonnt untermalt und verstärken das Gefühl, wie ein gehetztes Tier auf der Flucht vor dem eigenen Bildschirmtod in den Gängen des Baker-Anwesens unterwegs zu sein. Bei ruhigen Passagen hält sich die Musik dezent zurück. Die deutsche Lokalisation ist samt Besetzung der deutschen Sprecher ebenfalls sehr gut gelungen. Dies alles wird in einer perfekten Surround-Abmischung geboten, die gerade bei Nutzung des VR-Headsets noch intensiver wirkt und keine Wünsche offen lässt.

Atmosphäre

Die Gesamtatmosphäre bei Resident Evil 7 ist als großartig zu bezeichnen. Großartig im Sinne von echtem Horror. Ständig fühlt man sich durch den gelungenen Einsatz der Soundeffekte gehetzt und beobachtet – die detaillierte Grafik der Baker Villa mit ihrem verlotterten und verfallenen Räumen, Kellern -und Geheimgängen verstärkt diesen Effekt. Den blanken Horror erlebt man aber, wenn die VR-Brille zum Einsatz kommt. Dann wirkt alles noch viel plastischer und bedrohlicher. Spätestens wenn man von den netten Hausbesitzern gejagt wird, greift die Panik fühlbar um sich. Man vergisst stellenweise, dass man sich nur virtuell dort befindet.

Singleplayer

Capcom verlässt mit Resident Evil 7 den durchweg shooterhaften Ansatz der Serie. Im neuesten Teil geht man tatsächlich auf den Wunsch der Gamer ein und kehrt zurück zu den Ursprüngen des Survival Horror. In First-Person durchwandern wir im stets schummrigen Licht das Haus der Baker-Family. Meist sehr zaghaft und immer mit dem Wunsch um die nächste Ecke lugen zu können, ob nicht irgendein Familienmitglied oder etwas anderes den eigenen Weg kreuzt. Dies ist bei Verwendung des VR-Headset auch mit einer Kopfbewegung in die jeweilige Richtung möglich. Man durchlebt im Baker Anwesen ruhige Phasen in denen man nur auf der Suche nach neuen nützlichen Gegenständen und dem Weg in die Freiheit ist. In diesen Räumen ist meist etwas heller und die beklemmende Atmosphäre gedämpfter. Hier ist es dann auch möglich per Safe Spot seinen Spielstand abzuspeichern. Enge Gänge, dunkle Zimmer und Geheimgänge sind dann schon eher das Material, dass einem den Schauer über den Rücken laufen lässt. Capcom spielt mit den Gefühlen des Spielers häufig Ping Pong – denn auf die beruhigenden Passagen folgen Jumps Scares die kaum vorherzuahnen sind. Unser Held Ethan, der leider etwas blass wirkt, macht nie den Eindruck eines erfahrenen, überlegenen Elitesoldaten. Vielmehr stellt jeder Gegner eine ernstzunehmende Gefahr dar. Seine Lebensenergie kann Ethan durch das Sammeln und die Verwendung des grünen Krauts - welches im ersten Teil der Serie bereits gab - und diverser Medikamente regenerieren. Erst im weiteren Verlauf der Story wird das Waffenarsenal von Ethan um Sprengfallen, Schrotflinten und Flammenwerfer aufgewertet. Manche Gegner bedürfen auch eines stärkeren Waffenarsenals. Der Hausherr ist beispielsweise auch nach mehrfachem Töten durch Überfahren, Anzünden oder Wegballern einfach nicht totzukriegen. Er taucht im Verlauf der Geschichte immer wieder auf – nun ja, stört bei einem Survival-Horror nicht wirklich. Auf seiner Flucht durch das Horror-Anwesen findet Ethan immer wieder VHS-Tapes, die die Vorgeschichte und die Hintergründe erzählen. Das besondere ist, dass man selbst Teil der Geschichten wird – also einen der Protagonisten selbst spielt. Besonders intensiv ist beispielsweise eine Episode bei der man Mia auf der Flucht vor einem ihrer Peiniger spielt. In dieser Passage muss man sich immer wieder vor einer irren, masochistisch veranlagten Dame verstecken. Die Panik die Mia dabei erfasst, überträgt sich bei Verwendung des VR-Headsets so arg, dass wir während der Tests teilweise schweißnass eine kurze Pause einlegen mussten. Der Survival Part und die ständige Angst auf der Flucht sind die zentralen Elemente von Resident Evil 7. Es gibt auch einige kleine Rätsel im Verlauf des Spiels zu lösen. Beispielsweise muss man mehrere kleine Metallelemente sammeln, diese in entsprechende Öffnungen stecken um damit verschlossene Türen zu öffnen. Die Rätsel sind aber nie besonders schwer und meist intuitiv zu lösen. Das Inventar ist überschaubar gehalten und fasst die gefundenen Gegenstände und Heiltränke. Weiterhin findet man schematische Karten des Hauses und das aktuelle Ziel wird ebenfalls im Inventar angezeigt. Ein sinnloses Umherlaufen im Haus wird somit vermieden. Wie bereits angesprochen kann Resident Evil 7 auch komplett mit dem VR-Headset gespielt werden. Aber ACHTUNG – der Horrorfaktor steigt hier durch die Immersion immens. Die Feinde kommen einem virtuell sehr nah und die gesamte Atmosphäre des Hauses wirkt noch bedrohlicher. Man ist ständig auf der Hut und vermutet bereits hinter der nächsten Ecke die nächste Gemeinheit der Entwickler. Besonders bei den plötzlich auftretenden Schockmomenten, derben Splattereffekten und Bosskämpfen fühlt man sich wirklich ausgeliefert. Hier wird der Panikfaktor in bedenkliche Höhen getrieben.

Fazit

Danke Capcom – Danke dafür wieder zu den Ursprüngen der Resident Evil Serie zurückgekehrt zu sein. Resident Evil 7 bietet echten Survival Horror verpackt in eine gute Story. Angsteinflößende detaillierte Umgebungen und Charaktere, Panik erzeugende Schock - und Splattereffekte, die aber im stetigen Wechsel mit ruhigen Passagen ins Spiel eingebaut sind. Grandiose Soundeffekte, die die bedrohliche Atmosphäre sehr gekonnt verstärken. Altbekannte Features aus den Anfängen der Serie - Das heilende grüne Kraut, die Safe-Rooms mit ihren Kisten um Gegenstände zu lagern – alles wieder vorhanden. Dabei wirkt das Spiel bereits in der „normalen Version“ angsteinflößend – spielt man aber in VR eröffnet sich der blanke Horror. Man hat ein „Mittendrin-Gefühl“ das teilweise so intensiv ist, dass man glaubt, gerade wirklich seinen Arm eingebüßt zu haben. Resident Evil 7 – Biohazard beweist, dass VR auch in einem längeren Spiel funktionieren kann und stellt zusammen mit „Robinson – The Journey“ den momentan besten Vertreter dieses Genre dar. Aus unserer Sicht ist Resident Evil 7 ein Titel der gerade im VR-Bereich in keiner gut sortierten Sammlung fehlen sollte – in diesem Sinne viel Spaß bei der Family Baker.
  • beklemmende Horror-Atmosphäre
  • coole Shocking-Momente
  • großartige Soundeffekte
  • genialer VR-Effekt
  • spannender Story-Plot
  • teilweise matschige Texturen
  • blasser Hauptcharakter
(Michael Schröder)
(weitere Reviews anzeigen)
geschrieben am 02.02.2017

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3 Bewertung(en) mit ø 4,75 Punkten
 
GRAFIK
4.7
 
SOUND
5.0
 
SPIELSPASS
4.7
 
SPIELDAUER
4.7

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