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Grand Theft Auto: The Trilogy - The Definitive Edition

 
Story
7,0
 
Grafik
6,0
 
Sound
8,0
 
Atmosphäre
7,0
 
Singleplayer
7,0
 
Gesamt
7,0
Eines schon mal vorweg: So ein Auf und Ab der Emotionen hatten wir schon sehr lange nicht mehr beim Testen eines Titels. Grand Theft Auto! Rockstar Games! Das sind Namen in der Gamingindustrie, die nicht wegzudenken und nie zu unterschätzen sind. Klar ist keine Firma ohne ihren Makel, doch stand das Logo immer für Qualität und dem Wunsch, die Grenzen des Mediums zu erweitern. Mit der „Grand Theft Auto“ Serie wurde ein Titan in die Gamingwelt gerufen, der wie kein anderer die Interessen des Studios, die Gaming-Geschichte und den Zeitgeist widerspiegelte. Mit den berühmtesten drei Teilen aus der Zeit der heutigen Erwachsenen, verhielt es sich wie mit Schule. Jeder schwärmt davon, aber zurückkehren traut man sich nicht so schnell. Jetzt sind sie wieder zurück und in neuem Kleid. Aber sollte man sich den Stoff nicht genauer ansehen?

Story

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Die Geschichte der drei Teile zeigt wunderbar die Entwicklung des Studios und ihr Interesse an Videospielnarrative. Vergleichen wir: „GTA III“ hat einen namenlosen, stummen Charakter, der einer Mission nach der anderen hinterherläuft. „Vice City“ verfolgt mit Tommy Vercetti ein Mitglied einer Mafia-Familie, der als Versager gilt. Er kämpft sich die Ränge nach oben, erobert Teile der Stadt und wird zum Gangsterboss. Begleitet wird er dabei von einer Vielzahl merkwürdiger Charaktere und Umstände. „San Andreas“ zeigt wie schwer es ist als Farbiger in einer Gesellschaft groß zu werden, die sie verstoßen und nach unten gedrückt hat. Es erzählt vom Ausstieg aus dem kleinen Viertel, das von Drogen und Gewalt gebeutelt ist.
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Man sieht, dass die Erzählweise vielschichtiger wird und an Bedeutung gewinnt. Vom Namenlosen zum voll veränderbaren CJ. Von der Mission-zu-Mission-Struktur zu tiefgreifender Gesellschaftskritik. „Vice City“ liegt schön in der Mitte. Welche Zahl sollte man also einer Box geben, die drei Geschichten erzählt? Alle drei wissen zu unterhalten und die Welt ist wunderbar witzig und zugleich ironisch. Darum nehme ich für alle drei eine „Sieben“. Der Erste der klare Abstriche diesbezüglich macht, der Zweite der gutes Popcornkino ist und der Dritte, der hohen Wert auf Story, Charaktere und Welt legt.

Grafik

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Großer Sh*tstorm wurde ausgelöst, als Spieler in den neuen Fassungen auf fehlende Assets hinwiesen. Im dritten Teil fehlen umherfliegende Vögel, Zeitungen, die auf der Straße von Autos mitgeweht werden und es gibt Clipping Fehler. Ebenso wurden in „Vice City“ Details herausgenommen, sowie Animationen gestrichen. Plamen werden von Helikoptern nicht mehr beeinflusst und verharren unbeeindruckt. Das Wasser zeigt weniger Animationen bei Kontakt. „San Andreas“ hat aber die größte Ohrfeige abbekommen. Durch das Glätten von Texturen wirken vormals kantige Gesichter wie eine überspannte Maske. Derselbe Effekt führt auch bei den anderen Titeln dazu, dass Menschen weniger markant, sogar hässlicher aussehen. Hingegen scheinen die Modelle auf den Straßen rarer geworden zu sein. Wenig unterschiedliche Menschentypen, die in sehr fragwürdigen Bahnen durch die Straßen gehen. Laut den Entwicklern wurde ein Programm, eine K.I. genutzt um den Spielen einen neuen Anstrich zu geben. Zeiteffektiv? Ja! Schön? Oft! Fehleranfällig? Au man, JA! In den sozialen Medien kursieren genügend „Vorher-Nachher“ Fotos von Plakaten und Einkaufswänden, die solche Fehler aufzeigen. Von diesem Riesenmanko mal abgesehen, im Falle dass sie gepatcht werden: Was können wir Positives sagen: Das Gras sieht wirklich Current-Gen aus! Die meisten Texturen wurden geglättet und haben dadurch einen saubereren Touch. Für die Begriffe eines „GTA III“ zu sauber. Sollte die graue Kulisse doch das Gefühl der heruntergekommenen Stadt untermauern. Es ist ein Feinanstrich, der nicht durchdacht wurde.

Sound

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Das Beste was die Definitive Edition zu bieten hat, ist der Soundtrack. Die Radiostationen sind noch heute beliebt und bauen, wie nichts Vergleichbares, die Welt um unseren Charakter auf. Leider sind diese lizensiert und ein Ankerpunkt wo der Zahn der Zeit ansetzt. Gerade „San Andreas“ wurde am härtesten davon getroffen, rund zwanzig Songs sind raus. „Vice City“ fehlen rund zehn. Im Spielverlauf fällt dies jedoch weniger schwer ins Gewicht, machen doch die anderen Lieder ihre Sache immer noch ausgezeichnet. Die Radiosprecher, die ein besonders klassischer Beigeschmack zum Spiel und zur Spielwelt sind, sind vollständig vorhanden. Doch auch hier hat sich der Entwickler „Grove Street Games“ leider einige Schnitzer erlaubt. Es fehlen Hintergrundgeräusche. Gerade der dritte Teil ist außerhalb der Stadt sehr still und weit weg vom Original.

Atmosphäre

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In allen drei Teilen ist man auf Fahrzeuge und Schusswaffen angewiesen. Diese müssen sich also gut befehligen lassen. Für die Waffen orientierte man sich an dem Stil des fünften Teiles. Kein Auto-Anvisieren mehr, freies Zielen inklusive Autoaim. Das fühlt sich vertraut an und funktioniert sehr gut. Die Autos steuern sich ebenso vertraut, wie schwammig. Wir lernten wieder die Karossen unter Kontrolle zu bekommen und die Missionen funktionierten. Selbst der aus „Vice City“ berüchtigte Modelhelikopter ließ sich ohne Probleme steuern. Auf den Straßen herrscht Ödnis und Chaos. Damit meinen wir den Zustand der Fußgänger und Autofahrer. Fußgänger laufen minutenlang gegen Laternenpfähle und Mauervorsprünge, Polizisten reagieren nicht immer auf das Geschehen, immer wieder schmeißt ein Autofahrer den Turbogang ein und fetzt durch die Kreuzung. Es fühlt sich zumal an wie ein GTA Online. Man kann mit dem Verhalten der NPCs nicht rechnen. Das hilft dem Weltaufbau nicht weiter.

Singleplayer

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Sowie die Story wichtiger wurde, nahm das eigentliche Spielen einen kleinen Schritt zurück. Das stehe hier aber im positivsten Licht. Hieß es in „GTA III“ noch: „Der Typ doof! Mach sein Auto kaputt!“, gefolgt von Polizeiverfolgung und abschließender Geldspritze, gibt es in San Andreas auch mal Missionen die rein die Erzählung untermauern wollen. Der Spieler wird stärker in das Geschehen emotional einbezogen, was den Missionen eine gewisse Schwere gibt. Man setzt sich also gerne an die Missionen und verfolgt auf der Minikarte die Zielmarkierungen. Einziges Ärgernis hier: Die Checkpoints und Ladezeiten. Man sollte meinen, Spiele aus den Jahren 2001, 2002 und 2004, wären kompakt genug um in einem Guss zu laufen. Für den Start stimmt das auch! Vorbei die Zeiten der ersten langen Wartezeit zum Start des Spieles. Hat man hier früher auf viele Bilder von Charakteren starren müssen, geht dies nun um einiges schneller von statten. Ein Neuladen der Mission, Bildschirmtot und Verhaftung lassen uns trotzdem länger sitzen als erhofft. Hier scheint es eine alte, oder nicht gut durchdachte Kompression der Daten zu sein. Das würde bedeuten, dass die Informationen umständlich zusammengetragen werden müssen, was Zeit braucht. Ebenso fallen fehlende Checkpoints ins Gewicht. Man startet bei Missionsversagen immer auf Punkt 0.

Fazit

Während der Testphase jagte ein Gedanke durch unseren Kopf: „Warum sollte man Animationen, Sound-Files und kleinere Objekte rausnehmen? Warum nimmt man von einem Spiel, das schon so alt ist, noch immer Dinge heraus? Das würde ein Entwickler nur machen, um Speicherplatz zu sparen. Und das würde bedeuten, man nimmt ein Spiel und will es auf einer weniger fähigen Plattform zum Laufen bringen! Jetzt sind PS4 und PS5 bei weitem im Stande all diese Daten zu verkraften… Aber Handys nicht! Der Entwickler „Grove Street Games“ spezialisierte sich 2010 auf die Portierung bekannter Spiele auf Android und IOS. Drei Jahre später hatten sie genau diese drei Spiele von Rockstar Games auf die Handys portiert. Um hier Speicher gering zu halten, muss man Abstriche machen! „GTA III“s Protagonist zeigt nun keinen Mittelfinger mehr, dreht seinen Kopf nicht mehr, wenn er jemanden anrempelt, Möwen werden gelöscht, Sounddaten werden rausgenommen, Palmen wackeln nicht mehr, man trimmt wo man trimmen kann. Und als der Startschuss für die Definitive Edition kam, sollte sie wohl zum Weihnachtsgeschäft noch raus kommen. Kurz: Die DEFINITIVE Version ist ein hochskalierter Handyport. Bös formuliert, aber wir dürfen hier auch einfach mal bös sein. Immerhin wurde eines unserer Lieblingsspiele verhunzt. Schwelgt man gern in Erinnerungen alter Spielzeiten, darf man gern etwas Nostalgie einkaufen. Den Preis sollte man mit seinem eigenen Gewissen klären. Denn die „Definitive“, „Unumstößliche“, „Finale“ Fassung der drei Spiele ist ein Aufhübschen ohne Herzblut. Und ob das unser Geld würdig ist, muss jeder für sich entscheiden. (Peter Ankowitsch)
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geschrieben am 12.01.2022

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