Fist of the North Star: Lost Paradise

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Anzahl der Spieler Netzwerkfähig mit Trophäen ohne 3D ohne PlayStation Move
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Publisher:
Entwickler:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Netzwerkfähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
02.10.2018
PlayStation 4 Review
Story
 
7,0
Grafik
 
7,0
Sound
 
7,0
Singleplayer
 
8,0
Gesamt
 
7,3
geschrieben am 09.10.2018
Nicht nur in Japan ist Hokuto No Ken (Fist of the North Star) seit den 80ern absoluter Kult und wurde bisher neben der Originalserie mehrfach neu aufgelegt. Wer gerne mal in das Hokuto No Ken Universum reinschnuppern möchte, dem sei die 5-teilige Neuauflage „New Fist of the North Star“ von KAZÉ empfohlen. Koei Tecmo hat sich bereits an zwei Musou Titeln von Fist of the North Star versucht und damit besonders Fans der Reihe glücklich gemacht. In Lost Paradise übernimmt nun SEGA, genauer gesagt das Ryu ga Gotoku Studio, das Zepter und erzählt die Geschichte von Kenshiro in einer neuen, alternativen Zeitlinie.

Story

Um Fist of the North Star Unerfahrene ein wenig abzuholen hier eine kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte: Fist of the North Star spielt in einer postapokalyptischen Zukunft und erzählt die Geschichte von Kenshiro. Nach dem großen Atomkrieg ist von der Erde nicht mehr viel übrig. Technik, Flora und Fauna existieren nicht mehr und Gesetze gehören der Vergangenheit an. In dieser grausamen Welt überleben nur die Starken. Kenshiro ist der jüngste von vier Brüdern, die allesamt den tödlichen Kampfstil Hokuto Shinken beherrschen. Kenshiro's Brust ist mit sieben Narben gezeichnet welche ihm sein ehemaliger Freund Shin, ein Meister der Nanto Seiken Kampfkunst, beim Zweikampf um Ken's Geliebte Yuria zugefügt hat. Kenshiro durchquert seither die trostlose Welt mit dem Ziel, seine Geliebte Yuria zu finden und sich an Shin zu rächen. Auf seiner Reise beschützt er die Schwachen wo immer er kann und muss sich vielen Gefahren stellen. Fist of the North Star: Lost Paradise überspringt viel der klassischen Vorgeschichte und startet kurzerhand mit Kenshiros epischen Zweikampf gegen Shin. Ken geht aus diesem zwar als Sieger hervor, doch leider ohne seine Geliebte Yuria. Gerüchten zur Folge soll aber eine Frau, auf die Yurias Beschreibung passt, in der Stadt Eden gesehen worden sein. Ken zögert nicht lange und macht sich sofort den Weg. Er ahnt jedoch nichts von den schon bald auf ihn zukommenden Schwierigkeiten.

Grafik

SEGA setzt auf Cel Shading Optik, mixt diese mit modernen, geschickt eingesetzten Stilmitteln wie z.B. Beleuchtungseffekten und trifft damit den ganz besonderen Stil von Tetsuo Hara ausgesprochen gut. Besonders den Charakteren steht dieser Look ausgezeichnet. Aufgrund der Cel Shading Optik konnten auch die Cinematics komplett in der Spielgrafik umgesetzt werden ohne dabei schlecht auszusehen. Gespielt wurde in einer Auflösung von 2160p (UHD) auf der PS4 Pro. Von der technischen Seite gibt es nichts zu beanstanden, das Spiel läuft durchweg flüssig bei konstant hoher Framerate. Unterm Strich betrachtet passt der Gesamtlook schon zu FotNS, wirkt aber leider aufgrund der häufig lieblosen Texturen und teilweise schwergängigen Animationen ein wenig altbacken. Hinzu kommen NPCs die das gleiche Charaktermodell nutzen. Kommt es aber zu epischen Duellen im Spiel, dreht die Dragon Engine auf und zeigt sich von ihrer besten Seite.

Sound

Die Musikuntermalung ist grundsolide und bietet eine gesunde Mischung aus ruhigen und fetzigen Stücken ohne dabei aufdringlich zu sein. Gleiches gilt auch für die Soundeffekte bei denen natürlich Kenshiros typisches „ATATATATATATA“ sowie die Erwähnung des soeben eingesetzten Hokuto Shinken Kampfmoves nicht fehlt. Wie zu erwarten gibt es keine deutsche, sondern nur eine sehr gute japanische und solide englische Synchronisation inklusive englischer Untertitel. Yakuza Fans werden hier bekannte Stimmen antreffen wie z.B. Takaya Kuroda (sonst Kazuma Kiryu) der nun unserem Protagonisten Kenshiro seine Stimme leiht.

Singleplayer

Fist of the North Star: Lost Paradise entpuppt sich nicht als typischer Musuo-Buttonmasher, sondern als waschechtes Action-Adventure in der wir Kenshiro auf seiner Reise durch eine postapokalyptische Zukunftsvision begleiten. Schwerpunkt des Ganzen sind dabei die brachialen Kämpfe. Kenshiro ist der Erbe des „Hokuto Shinken“ einer Kampfkunst, die gezielt Druckpunkte des Körpers angreift. Wie sich das auf seine Gegner auswirkt demonstriert das Spiel in der vollen, komplett unzensierten, blutigen Breitseite und lässt Köpfe in Scharen zerplatzen. Um spezielle Finisher anzusetzen müssen im richtigen Moment die eingeblendeten Buttons gedrückt werden. Neue Fertigkeiten können, neben diversen Attributen, sobald ausreichend Erfahrung gesammelt wurde, per umfangreichen Talentbaum erlernt werden. Viele Spielmechaniken ähneln der Yakuza Reihe und auch in Sachen Mini-Games kann Lost Paradise punkten. Es macht einfach Spaß, dem gnadenlos brutalen Endzeitszenario zu entfliehen, und mit Kenshiro ein wenig Gang-Baseball zu spielen oder ihn als Barkeeper oder Manager eines Nachtclubs arbeiten zu lassen. Ein besonderer Leckerbissen für SEGA und Retrofans ist die Arcade in Eden. Nach und nach können hier, neben dem allseits bekannten und beliebten UFO Catcher, auch gute alte SEGA Automaten-Klassiker wie z.B. Space Harrier, Out-Run oder Super Hang-On freigeschaltet werden. Es lohnt sich also das Wasteland nach diesen Schätzen abzusuchen. Um der Haupstory oder den unzähligen Nebenquesten zu folgen ist Ken nicht nur zu Fuß unterwegs, sondern kann das Wasteland auch im Buggy durchqueren.

Fazit

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Spieler die weder Fist of the North Star, noch die Yakuza Reihe kennen, das Spiel aufgrund eines flüchtigen Ersteindrucks schnell in eine Schublade stecken oder ignorieren werden. Lost Paradise spricht klar die Fans an und liefert genau das ab was erwartet wird. Das ganz besondere FotNS Feeling kommt gut rüber, daher von mir an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung für Kenshiro und Yakuza Fans. Und wer auf B-Movies, Mad Max Setting und Japan Kitsch steht sollte auf jeden Fall einen Blick auf das Spiel werfen.
  • hoher Wiedererkennungswert
  • gute Synchronisation
  • großer Spielumfang
  • konstant flüssiges Gameplay
  • gutes Kampfsystem
  • charakteristische Finishing-Moves
  • viele Mini-Spiele
  • hektische Kameraführung
  • repetitive Kämpfe
  • triste Umgebungen und Texturen
  • zu wenig Abwechslung bei NPCs
  • keine deutsche Synchronisation oder Untertitel
(Björn Cuber)
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