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Pillars of Eternity - Complete Edition

Publisher:
Entwickler:
Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
31.08.2017
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Story
7,0
 
Grafik
7,0
 
Sound
7,0
 
Preis/Leistung
9,0
 
Singleplayer
9,0
 
Gesamt
7,8
Pillars of Eternity erschien bereits im März 2015 für den PC. Das Spiel stammt aus der Feder von Obsidian Entertainment, die ja hinter bekannten Klassikern wie Fallout: New Vegas, Star Wars: Knights of the Republic II oder beispielsweise dem etwas jüngeren South Park: Der Stab der Wahrheit stecken. Rollenspiele liegen den Entwicklern also im Blut. Pillars of Eternity finanzierte das Team via Kickstarter und es stellt einen Liebesbrief an klassische, isometrische Rollenspiele der alten Schule dar – wie Baldur‘s Gate 2. Nun ist endlich auch eine Portierung für die PS4 erschienen, die sogar direkt die beiden Erweiterungen The White March Part 1 und Part 2 integriert.

Story

In Pillars of Eternity übernimmt man die Rolle eines Wächters: Er ist durch eine neu erwachte Fähigkeit in der Lage auf die Seelen anderer Lebewesen zuzugreifen. Auf diese Weise kann er oft ihre Geheimnisse lüften und das zu seinem eigenen Vorteil nutzen oder aber altruistisch zur Hilfe eilen. Das Problem ist, dass der Wächter nun auch Erinnerungen seiner eigenen Seele erblickt, die ihm vorher verschlossen blieben. Um nicht von diesem Gedanken- und Gefühlsregen übermannt zu werden, macht sich der Wächter mit neuen Verbündeten auf die Suche nach Antworten. Denn nicht nur er steht vor einer schwierigen Situation: Im Land Eora gibt es immer mehr Säuglinge, die ohne Seele geboren werden und daher vollkommen apathisch sind. Kann der Wächter die Quelle dieser Plage ergründen? Die Story von Pillars of Eternity klingt von der Ausgangsbasis her spannend, allerdings ist speziell die erste Hälfte des Spiels doch sehr konfus. Man wird geradezu in die Spielwelt geworfen und es prasselt ein solcher Hagel an endlosen Texte auf den Gamer herein, dass Ungeduldige geneigt sein dürften sich vorschnell vom Spiel zu verabschieden. Zumal die ersten Hauptaufgaben einen oft ratlos zurücklassen: Warum man da nun in der Stadt mit etlichen Leuten redet, hin- und hergeschickt wird und in den Seelen fremder Leute herumstochert, bleibt zumindest zur Hälfte unklar. Erst ab dem zweiten Akt, wenn sich das Spiel auch spürbar öffnet, beantwortet Pillars of Eternity so langsam die Fragen, welche der erste Akt nach und nach aufgeworfen hat. Leider sind auch einige der Charaktere etwas farblos: Während die mysteriöse, Trauernde Mutter interessant eingeführt wird und auch der quasselige Priester Durance eine klare Persönlichkeit zeigt, bleiben andere Figuren wie der Krieger Eder bis zum Ende blass. Am Ende erzählt Pillars of Eternity durchaus eine gute Geschichte, bei der man sich aber erst durch einen eher misslungenen Start ackern muss, um in den Genuss der interessanteren Elemente zu kommen. Das wird nicht jedem Spieler schmecken.

Grafik

Technisch liefert Pillars of Eternity: Complete Edition auf der PS4 eine saubere Vorstellung ab. So wurde das Interface so angepasst, dass die Texte und Bedienelemente auch an Fernsehern und bei den üblicherweise höheren Sitzabständen als am Monitor perfekt lesbar bleiben. Zwar ist das isometrische RPG bereits am PC im Erscheinungsjahr 2015 kein Grafik-Feuerwerk gewesen, überzeugt aber mit einem sehr gelungenen Art Design. Die schön gestalteten Umgebungen sehen so aus, wie man Klassiker wie Baldur‘s Gate mit seiner rosaroten Nostalgiebrille in Erinnerung hat. Auch die Charaktere und Monster mit ihrem leicht comicartigen 3D-Look sehen super aus und wirken lange nicht so matschig wie etwa die Charaktermodelle aus Wasteland 2. In Kämpfen sind es natürlich vor allem die Zaubersprüche, die mit modernen Licht- und Partikeleffekten Aufmerksamkeit erregen und unterstreichen, dass Pillars of Eternity eben ein modernes Game ist. Insgesamt ist dieser Titel also sehr stimmig gelungen und weist nur ein kleines Manko auf: In einigen Kämpfen mit vielen Gegnern, Fallen und Zaubersprüchen bricht die Performance dann doch manchmal ein, so dass es zu Ruckeln kommt. Da man in den taktischen Gefechten aber ohnehin oft pausieren muss, speziell bei vielen Kontrahenten, beeinflusst dies das Gameplay nicht negativ.

Sound

Für den Sound wären, das sei vorab klargestellt, auch mehr Punkte drin gewesen. Allerdings verhindert dies die zu zaghafte Vertonung. Was an Sprachausgabe enthalten ist (ausschließlich auf Englisch) ist zwar fantastisch, doch gibt es viel zu wenig davon. Im Grunde sind nur die wichtigsten Hauptaufgaben und zentralen Charaktere mit Sprechern gesegnet. Das ist schade, denn rein von der Handlung her stehen viele Nebenfiguren und -questen ihnen in nichts nach. Durch die fehlende Sprachausgabe erkennt man dann als Spieler aber allzu klare Prioritäten und die Atmosphäre leidet. Die Musik ist wiederum wirklich toll: So vermeiden die Entwickler den Fehler vieler Rollenspiele zu dudelige Hintergrundklänge zu nutzen. Es bleiben tatsächlich viele Stücke im Gedächtnis – etwa gleich das bombastische Thema im Hauptmenü. Die Soundeffekte sind wiederum in den Kämpfen zwar eher der übliche Standard, dafür gibt es außerhalb tolle Umgebungsgeräusche: Im Wald hört man Vogelgezwitscher, Geraschel und den matschigen Fußauftritt der Charaktere, während es in belebten Städten immer Getuschel von Bewohnern, die Arbeit der Handwerker oder wiehernde Pferde zu hören gibt.

Preis/Leistung

Sowohl die physische Ladenversion als auch die digitale Version im PlayStation Store von Pillars of Eternity: Complete Edition kosten aktuell ca. 50 Euro. Zwar ist dieses Spiel bereits im März 2015 für den PC erschienen und hat somit schon über zwei Jahre auf dem Buckel, doch dafür liefert man nun für Konsolen direkt die beiden Erweiterungen The White March Part 1 und Part 2 mit. Separat kosteten jene als Bundle anno dazumal für PC-Gamer auch noch einmal rund 25 Euro. Bedenkt man zudem die Gesamtspielzeit von ca. 60 bis 80 Stunden, je nachdem wie ausgiebig man sich mit der Spielwelt befasst und Nebenaufgaben erledigt, ist Pillars of Eternity: Complete Edition seinen Kaufpreis wirklich wert. Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass der Vertrieb 505 Games übrigens nur die physische Ladenversion vertreibt. Die Variante im PlayStation Store wird quasi direkt von Obsidian dort angeboten. Das könnte dazu führen, dass die Preise in Zukunft etwas voneinander abweichen.

Singleplayer

Wer auf moderne Rollenspiele steht, die den Spieler stets an die Hand nehmen, wird es bei Pillars of Eternity: Complete Edition schwer haben. Zwar kann man sich weder bei der umfangreichen Charaktererstellung noch beim Aufleveln und Ausrüsten so verrennen, wie etwa in einem Planescape Torment, doch spätere Kämpfe erfordern Pausieren im Sekundentakt. Das ist auch notwendig, da die KI-Begleiter sonst nur doof herumstehen, während ihre Kameraden das Zeitliche segnen. Auch die Wegfindung ist teilweise eine Katastrophe und Spielfiguren versperren einander den Weg. Das kann im Eifer des Gefechts wirklich nerven, da man alle einzelnen Figuren neu ordnen muss, nur damit ein hinten stehender Charakter passieren kann, um auch im Kampf mitzumischen. Generell sind die taktischen Scharmützel aber eine willkommene Abwechslung zu der aktuell das RPG-Genre dominierenden Action. Es macht Spaß verschiedene Zaubersprüche aneinander zu reihen, während man mit seinen gepanzerten Nahkämpfern selbst gegnerische Magier in Schach hält oder besonders starke Monster von seinen Bogenschützen abdrängt. Und Kämpfen muss man in Pillars of Eternity stets nach einer Weile: Sei es bei der Erkundung neuer Gebiete oder in den Konfrontationen der Story. Dabei lassen sich einige Gefechte aber auch umgehen. Zumal die Kämpfe an sich übrigens keinerlei Erfahrungspunkte einbringen. Jene erhält man nur für erledigte Aufgaben oder das Entdecken neuer Orte. Daran muss man sich gewöhnen. Vielmehr belohnen einen die Kämpfe also mit freier Passage oder neuen Items. Nebenaufgaben gibt es in Pillars of Eternity reichlich und tatsächlich lohnt sich deren Bewältigung nicht nur wegen der Erfahrungspunkte. Wie auch in The Witcher 3: Wild Hunt erzählen die Nebenquesten stets kleine, gut geschriebene Geschichten. Vielfach entwickeln sich diese Geschichten anders, als man zu Anfang erwartet. Dabei unterstützen einen insgesamt zehn Begleiter unterschiedlicher Rassen und Klassen. Sie bringen größtenteils ihre eigenen Questen mit. Je nachdem wie man sich im Verlauf des Abenteuers entscheidet, können einen die Begleiter die Truppe aber auch verlassen oder sich sogar gegen einen wenden. Entscheidungen im großen und kleinen Rahmen sind bei Pillars of Eternity dann auch das Salz in der Suppe: Oft darf man entscheiden, ob man skrupellos mit den Seelen anderer Menschen umgeht, um seinen Weg möglichst schnell fortsetzen zu können oder lieber zur Hilfe eilt. Beides hat teilweise auch unerwartete Konsequenzen, so dass „Gut“ und „Böse“ manchmal nicht direkt klar sind. Je nachdem, wie man sich verhält, wird man auch anders von den Bewohnern der Umgebung angesehen. Das spielt auch eine Rolle, wenn man im Verlauf des Spiels eine eigene Festung erhält. Jene kann man ausbauen, bewachen lassen und als Stützpunkt zum Verschnaufen nutzen.

Fazit

Pillars of Eternity: Complete Edition ist ein massives Rollenspiel vom alten Schlag. Deutlich mehr auf die Charaktere und die Interaktion mit den Bewohnern der Spielwelt fokussiert als das ähnlich nostalgische Divinity: Original Sin, schlägt das RPG von Obsidian Entertainment in die gleiche Kerbe wie Klassiker a la Baldur‘s Gate 2. Dessen Größe erreicht man aufgrund einiger Story-Schwächen zwar nicht, bietet dafür aber die Technik, mit welcher man sich die alten Haudegen heute wünschen würde. Auch die Bedienung ist größtenteils zeitgemäß, während die Soundkulisse hingegen etwas Überarbeitung vertragen hätte. Zwar ist die Musik hervorragend, doch mehr vertonte Dialoge hätten der Atmosphäre extrem gut getan. Oft liest man sich durch zwar gut geschriebene, aber viel zu lange Textwüsten. Auch bei der schlechten Wegfindung eifert Pillars of Eternity: Complete Edition dann an der falschen Stelle seinen Vorbildern nach. Alles in Allem handelt es sich hier aber um ein wunderbar nostalgisches Rollenspiel, das sich modern genug anfühlt, um im Jahr 2017 Spaß zu machen und trotzdem an die Hochphase der isometrischen RPGs erinnert. Wer also Lust auf ein taktisches Rollenspiel hat, in dem man nicht bei jedem Schritt an die Hand genommen wird, der sollte Pillars of Eternity: Complete Edition auch aufgrund der super umgesetzten Konsolenversion im Auge behalten.
  • hoher Spielumfang
  • zwei Add-Ons direkt integriert
  • wunderbares Oldschool-RPG-Flair
  • Story kann nicht mit den großen Vorbildern mithalten
  • mehr vertonte Dialoge hätten der Atmosphäre gut getan
  • leichte Performance-Probleme in Kämpfen
(André Westphal)
(weitere Reviews anzeigen)
geschrieben am 06.09.2017

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SOUND
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SPIELDAUER
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