Wolfenstein II: The New Colossus

Publisher:
Entwickler:
Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Nein
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
27.10.2017
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Story
10,0
 
Grafik
9,0
 
Sound
8,0
 
Atmosphäre
8,0
 
Singleplayer
9,0
 
Gesamt
8,6
2014 war Wolfenstein: The New Order in aller Munde. Plötzlich war das Verlangen wieder da: schnelle Arcadelastige Baller-Action, abseits der jährlich aufgelegten 'Modern Military Shooter'. Genau diese Nische hat Entwickler MachineGames mit der ultrabrutalen Neuauslegung von Wolfenstein bedient. Nach der Standalone-Erweiterung 'The Old Blood', steht das richtige Sequel des schwedischen Entwicklerstudios, Wolfenstein II: The New Colossus, in den Startlöchern. Die deutsche Version ist in der Gewaltdarstellung unberührt, rechtswidrige Symbolik wurde jedoch entfernt. Daher sprechen wir im Test auch über ''Das Regime'', damit keine Verwirrung aufkommt. Wir verraten euch wie die angepasste deutsche Fassung sich schlägt und ob das Spielprinzip immer noch frisches Blei mit sich bringt.

Story

The New Colossus setzt die Geschichte des ersten Teils konsequent fort. Fünf Monate sind nach den Ereignissen von The New Order vergangen. B.J. Blazkowicz konnte nach den Vorfällen gerade noch so zusammengeflickt werden. Das Regime ist natürlich nicht kleinzukriegen und so mobilisiert sich auch der Widerstand wieder aufs Neue, dieses Mal soll Amerika von den Tyrannen befreit werden. Auch in The New Colossus ist die Erzählung ein Genuss, welche im Ego-Shooter Genre seinesgleichen sucht. Der Charakter Blazkowicz wird hier noch weiter ausgebaut, seine Beweggründe werden bestärkt, dann wiederum hinterfragt. Ein Spagat, den die gekonnt geschriebene Geschichte mit Leichtigkeit bewältigt. Die Rückblenden in seine Kindheit haben es emotional in sich. Diese Flashbacks sind Storytelling par excellence und absolut Filmreif. Es werden Territorien betreten, wo sich Videospiele nicht oft hinein trauen. Themen wie Rassismus und Autoritäre Gewalt werden zwar schonungslos aber immer auch mit viel Feingefühl vorgezeigt. Mit der Charakterdarstellung der Figuren kann der Spieler sich zwar nicht immer identifizieren aber durch das gute Skript, sind die Aktionen zumindest stets nachvollziehbar. Die Emotionen sind immer präsent: Wut, Hass, Verzweiflung und tiefste Trauer münden in The New Colossus durch die gegebenen Umstände zwar oft in Gewalt aber manchmal auch zu Lebensbejahenden Ergebnissen. Zugegeben einige Wendungen und Überraschung sind absolut verrückt, aber funktionieren komischerweise ohne aufgesetzt zu wirken. Sollte man den ersten Teil nicht gespielt haben gibt es zu Beginn einen kleinen Rückblick, wodurch auch neue Spieler auf dem neuesten Stand gebracht werden.

Grafik

The New Colossus weist auf der PS4 eine starke Performance auf. Für Entwickler MachineGames stand flüssiges Gameplay ganz oben auf To-do-Liste. Das Spiel bietet geschmeidige 60 Bilder pro Sekunde, hier und da gibt es kleine Aussetzer, die sind aber kaum bemerkbar. Der Gesamteindruck ist absolut flüssig, dass sollte es bei diesem Actionfeuerwerk auch sein. Dabei kommt der Detailgrad keineswegs zu kurz, die Umgebungen sind mit einer Fülle von Dekoration bestückt. Je nach Abschnitt und Ambiente ist es mal dunkler bzw. heller geprägt. Dabei dürfen sich die Licht und Schatteneffekte mehr als sehen lassen. Sonnenlicht scheint realistisch durch Fenster und macht kleinste Staubpartikel sichtbar. Vereinzelt sind wir auf kleine Aussetzer gestoßen, wie ruckartiges erscheinen und verschwinden von Schatteneffekten. Zudem ist uns in einigen Außenarealen das Bild etwas verwaschen vorgekommen. Dennoch, in der Gesamtheit ist das Spiel schön anzusehen, erstaunlich, was MachineGames hier wieder auf die Beine gestellt hat, hohe Spielbarkeit und eine Fülle von Details.

Sound

Kommen wir nun zu einem Bereich, der sich in der deutschen Fassung unterscheidet. Das Spiel ist komplett neu synchronisiert worden. Während in der internationalen Fassung Blazkowicz und seine Crew auf Englisch reden und gegnerischen Soldaten deutsch, sprechen in der USK Version alle deutsch. Die neu angefertigte Vertonung muss sich aber nicht verstecken, sie ist zwar nicht so gut wie das Original, aber dennoch gelungen. Es wurde sich merklich Mühe gegeben das generelle Sounddesign des Originals beizubehalten. Das gegen ein faschistisches System gekämpft wird, bleibt allgegenwärtig. Bei der Lippensynchronisation sind uns jedoch immer wieder einige Unstimmigkeiten aufgefallen, in vielen Szenen bewegen sich die Münder völlig außerhalb des Rhythmus. Schlimmer ist es jedoch wenn die Münder sich bewegen aber nicht gesprochen wird. Die Soundabmischung selbst ist hingegen brachial: Waffen erzeugen ordentlich Druck und hallen durch den Raum, während Patronenhülsen am Boden klimpern.

Atmosphäre

Wie wirkt sich das Ganze nun auf die Atmosphäre des Spiels aus? Neue Vertonung, angepasste Dialoge und alternative Symbole. Ein vollkommener Atmosphären-Killer ist es unserer Meinung nach nicht. Etwas Stimmung geht dadurch aber ohne Zweifel verloren. Viel drastischer finden wir die bereits oben erwähnte, teilweise asynchrone Vertonung. Dieser Umstand nagt viel mehr an der Atmosphäre. Die Bedrohlichkeit der Ausgangslage und das Setting werden dadurch minimal abgemildert. Aber wie bereits erwähnt wird die Grundstimmung beibehalten, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt werden nicht verharmlost. Abgesehen davon ist die Spielwelt äußerst detailliert aufgebaut und zeigt durch die dunkle Farbgebung, gepaart mit den düsteren Themen eine alternative Geschichte unserer Welt.

Singleplayer

Auch in The New Colossus wird sich vollkommen auf den Einzelspieler Modus konzentriert. Auf unserem actiongeladenen Abenteuer durch das alternative Amerika der 60er Jahre, treffen wir auf Verbündete, Verräter und Feinde. Dieses Mal reißen wir uns ein Regime U-Boot unter den Nagel. Auf der so genannten Hammerfaust rekrutieren wir neue Widerständler und navigieren unsere Pläne, dem Regime das Leben schwer zu machen. Die Crewmitglieder gehen ganz normal ihren Aktivitäten nach, ganz natürlich sprechen sie uns an. Wir müssen also keinen Dialog durch Knopfdruck initiieren, es sei denn dieser schreitet die Geschichte voran. So wird die Spielwelt bereichert und bietet auch abseits der Ballerei einige ruhige Momente, wobei Charakterentwicklung nicht zu kurz kommt. Apropos Ballerei, diese kommt natürlich auch nicht zu kurz. Es wird geschossen, gestochen und in Stücke gerissen was das Zeug hält. Das Waffenverhalten ist zurückstoßend wie eh und je. Für gekonntes Zielen ist eine ruhige Hand absolut von Nöten. Die optionale Zielhilfe kann in den Optionen auch ausgeschaltet werden. Das Waffenarsenal ist ordentlich vertreten und kann durch gefundene Upgrade-Kits verbessert werden. Maschinenpistole mit Nagelgewehr Aufsatz? Kein Problem. Sorgt für mehr Schaden aber langsameren Kugelhagel. Die Laserkraftwerk Waffe ist auch wieder mit dabei und wurde im Gegensatz zum Vorgänger sinnvoll verbessert, um metallische Oberflächen zu schmelzen, müssen wir nicht mehr akribisch eine Form schweißen, sondern feuern einfach eine Ladung durch das Metall. Die Laserwumme dient zudem hervorragend gegen gepanzerte Einheiten. Im Laufe des Spiels verbessern wir aber nicht nur das Waffenarsenal. Für Blazkowicz gibt es auch einige Verbesserungen, um ihn zum ultimativen 'Terminator' avancieren zu lassen. Auf die wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen, weil sie mögliche Story Elemente spoilern könnten. Durch das Knacken von Enigma Codes, welche wir von erledigten Kommandanten ergattern können, schalten wir zahlreichen Nebenaufgaben frei. Die Aufgaben sind optional, winken aber mit Belohnungen zur Verbesserung unsere Ausrüstung und mehr Kanonenfutter. Abgesehen davon gibt es im Spiel ein organisches System zur Verbesserung unserer Fähigkeiten. Nutzen wir im Kampf eine Fähigkeit oder Eigenschaft sehr häufig, werden wir nach einer bestimmten Nutzungsdauer belohnt. Gehen wir beispielsweise oft behutsam vor und überwältigen Gegner heimlich von hinten, werden wir mit erhöhter Bewegungsgeschwindigkeit beim Ducken belohnt. Dieses System motiviert ungemein für verschiedenen Herangehensweisen in den Missionen und belohnt Spielen für ihr Können.

Fazit

Wolfenstein II: The New Colossus ist ein weiterer Glücksgriff im Ego-Shooter Genre. MachineGames zieht noch mal alle Register und präsentiert ein stilvoll inszeniertes Actionfeuerwerk. Jede Aufnahme und Zwischensequenz ist gekonnt in Szene gesetzt, wodurch filmische Qualitäten erreicht werden. Die technische Umsetzung bietet einen hochwertiges Spielvergnügen, welches man in keinem Shooter mehr missen möchte. The New Colossus spielt sich im Großen und Ganzen wie der Vorgänger und die Erweiterung. Bei uns zumindest hat sich eine Stagnation noch nicht bemerkbar gemacht. Die erwachsene Story und das Waffengefühl fesseln einen bis zur letzten Sekunde an den Bildschirm.
  • toll erzählte Story
  • starke Charaktere
  • befriedigendes Waffengefühl
  • technisch solide
  • bombastischer Sound
  • gute deutsche Synchronisation
  • Vertonung asynchron mit Lippenbewegungen
  • deutsche Fassung mit Atmosphärischen Abstrichen
(Sascha Djodaki)
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geschrieben am 02.11.2017

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GRAFIK
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