Sniper Elite 4

Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
HD-Auflösung:
-
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Netzwerkfähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
14.02.2017
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Story
6,0
 
Grafik
9,0
 
Sound
9,0
 
Singleplayer
9,0
 
Multiplayer
8,0
 
Gesamt
8,0
Das Rebellion Entwicklerstudio schickt seinen Zweiten Weltkriegs-Scharfschützen Karl Fairburne mit Sniper Elite 4 nach Italien, um dem Widerstand den Weg zu öffnen und den Faschisten das Leben schwer zu machen. Der 4. Teil der Erfolgsserie soll besser, größer und insgesamt ausgereifter sein. Ob dem wirklich so ist und die größeren Areale auch mehr Spaß und Freiheit bieten, das und vieles mehr klären wir im Test.

Story

Wir schreiben das Jahr 1943, der Zweite Weltkrieg erschüttert immer noch die Welt. Den Elite Scharfschützen Karl Fairburne verschlägt es dieses Mal ins mediterrane Italien. Die wunderschönen Landschaften und Bauten sind geplagt von faschistischen Besatzern. Wir beginnen unseren Auftrag in San Celini, südwestlich von Italien, bringen in Erfahrung, was die Nazigarnison für Pläne schmiedet und helfen den Partisanen vor Ort den Widerstand zu stärken. Sniper Elite 4 erzählt die Geschichte anhand von stylisch präsentierten Zwischensequenzen und kleineren Dialogen mit den NPCs vor den Einsatzaufträgen. Das italienische Setting ist dabei definitiv die Stärke der Handlung, alles Weitere ist solide aber eben wie man es von einem militärischen Weltkriegs-Shooter erwarten würde. Die eigentliche Geschichte wird durch unsere Taten auf dem Schlachtfeld geschrieben.

Grafik

Sniper Elite 4 läuft auf der PS4 mit einer Auflösung von 1080p, angepeilt werden außerdem 60 Bilder pro Sekunde. Bei viel Vegetation und Effekt-vorkommen zeigen sich dann aber doch rapide Einbrüche der Bildrate, unspielbar wird es aber zum Glück nie, im Gegenteil, das Spielgefühl und die Steuerung bleiben stets präzise. Abgesehen von der schwammigen Bildrate, sah Sniper Elite nie besser aus. Die enorm großen Karten protzen mit exzellenter Weitsicht und sehr viel Liebe zum Detail. Kontrast und Farbsättigung können sich mehr als sehen lassen, außerdem ist die Farbpalette vielfältig, wodurch kein Ort dem anderen gleicht. Licht, Rauch und Explosionseffekte tragen zur Atmosphäre bei. So kann man schon mal eine Verschnaufpause machen und der Sonne beim Durchschimmern der Vegetation zusehen. Die Gebäudearchitekturen sind dem Italien der 40er Jahre nachempfunden und können auch beim Betreten mit entsprechenden Mobiliar und anderen kleinen Details punkten, besser hat man es in einem Zweiten Weltkriegs-Shooter selten gesehen. Einzig die, im Gegensatz zur Umgebung, detailarmen Charaktermodelle trüben das Gesamtbild.

Sound

Sniper Elite 4 kommt mit deutscher Sprache, Untertiteln und Texten daher, wahlweise darf auch der englische Ton eingestellt werden. Die Qualität der Synchronisation bewegt sich im Mittelfeld, der Hauptcharakter hat die typisch, patriotische Heldenstimme und auch die Nebenfiguren wirken eher unmotiviert. Die englische Vertonung ist dagegen mehr als gelungen, die Partisanen z.B. sprechen zwar englisch, dafür aber mit italienischen Akzent, dadurch wirkt die englische Sprachausgabe einfach authentischer und näher am Geschehen. Die Soundkulisse selbst bietet allerhand atmosphärische Fußstapfen Geräusche und pfeifende Patronen. Das Feuern von Waffen erzeugt einen ordentlichen Druck und saust mit einem hohen Tempo über das Schlachtfeld. Einziger Wermutstropfen sind die Schwankungen in der Lautstärke, so kommt es oft vor, dass ein Charakter im gleichen Dialog plötzlich lauter bzw. leiser spricht.

Singleplayer

Bevor wir uns in Sniper Elite 4 auf die großen Karten trauen, üben wir erst einmal unsere Waffenfertigkeiten auf dem Schießstand. Hier können wir alle Waffen einmal testen und fröhlich drauf los ballern. Wagen wir uns schließlich in eine richtige Mission, heißt es zunächst die Ausrüstung anpassen. Eine Pistole, ein Maschinengewehr und natürlich das Scharfschützengewehr nicht vergessen. Zusätzlich nehmen wir noch Granaten und weiteres Verbandszeug mit aufs Feld, man weiß da draußen nämlich nie wann es brenzlig wird. Vor jedem Einsatz holen wir uns in kleinen Konversationen unsere Haupt- und Nebenaufgaben bei den NPCs ab, wodurch wir gleichzeitig mehr von ihnen und der Story des Spiels erfahren. Sind wir dann endlich mittendrin in der Mission, sollten wir uns vorrangig nach einer hoch gelegenen Stelle umsehen. Wie wäre es mit einem Glockenturm? Ein kurzer Blick durch den Feldstecher verrät uns, dass sich dort bereits ein gegnerischer Scharfschütze platziert hat. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, entweder von unserer Position aus das Feuer eröffnen aber Gefahr zu laufen von der Infanterie entdeckt zu werden oder uns still und leise an den Glockenturm heran zu schleichen, um den Scharfschützen geräuschlos zu neutralisieren. Wir entscheiden uns für die lautlose Variante. Am Glockenturm angekommen steht uns ein langer Weg nach Oben bevor, hier sollte Vorsicht geboten sein, Tretminen oder andere Fallen sind keine Seltenheit. Ist oben der Widersacher erst mal ausgeschaltet, gehört die Position uns. Von hier aus haben wir nun einen weiten Blick auf das Feld und können Missionen, wichtige Objekte wie z.B. zerstörbare Laster und auch herumlaufende Feinde markieren. Unser nächstes Opfer patrouilliert im ca. 500m weit entfernten Gebäude, nun heißt es Gewehr ziehen und zielen. Kurz noch warten bis ein Flugzeug vorbei zieht, um unseren Schuss zu übertönen. Per Knopfdruck langsam ausatmen und zum Schuss ansetzen. Nun schauen wir der „X-Ray Kill Cam“ zu, diese ist natürlich auch im 4. Teil wieder mit an Bord. Hierbei handelt es sich um eine cineastische Verfolgung des abgeschossenen Projektils. Mit abgefahrenen Kameraeinstellungen beobachten wir, wie unsere Patronen durch die Knochen und Organe des Gegners wandern, ganz schön Brutal aber eben das besondere Herausstellungsmerkmal der Reihe. Erstmals in einem Sniper Elite Game schaltet sich die X-Ray Kill Cam auch im Nahkampf ein, hier gibt es aber leider nicht ganz so viele Animationen wie mit dem Gewehr. Einzig vorwerfen könnte man Sniper Elite 4 die starken Ähnlichkeiten zum Vorgänger, eingefleischte Serien Veteranen werden diese sicherlich auch sofort erkennen. Dennoch sind die größeren Karten und die umfangreiche Kampagne mehr als gelungen, auch wenn die ganz große Innovation ausbleibt.

Multiplayer

Die Mehrspieler Optionen in Sniper Elite 4 sind wieder einmal zahlreich vertreten, sowohl kompetitive, als auch kooperative. Das reicht von den Standard Modi wie Team Deathmatch, Kontrolle und Free-for-All, bis hin zu interessanteren Modi wie König der Entfernung und Kein Überqueren. In König der Entfernung geht es ganz einfach darum Feinde aus größtmöglicher Entfernung zu neutralisieren, das Team mit der höchsten Gesamtentfernung gewinnt. Im Modus Kein Überqueren, werden die Teams ländlich voneinander getrennt. Wie der Name schon vermuten lässt, gibt es hier kein Überqueren, wodurch die entfernten Scharfschützen Gefechte noch intensiver werden. Co-op versierte Spieler können die Einzelspieler Kampagne auch gemeinsam mit einem Onlinepartner bestreiten. Hier ist gutes Timing und Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg, sonst kann schnell alles in Chaos ausarten. Im Überleben Modus können sich bis zu 3 Spieler zusammenschließen und gegen Wellen von Feinden antreten. Im wohl spannendsten Co-op Modus, gehen wir gemeinsam auf Überwachungsmissionen, indem ein Spieler die Rolle des Scharfschützen übernimmt und der andere in die Rolle des Aufklärers schlüpft. Im Klartext bedeutet das, einer markiert die Gegner, der andere schaltet sie aus. Für ordentlichen Mehrspielers Spaß haben die Jungs bei Rebellion jedenfalls gesorgt. Die Scharfschützen Kämpfe auf großer Distanz machen dabei besonders viel Spaß, leider kann es vereinzelt zu starkem Lag kommen, gepaart mit der schwammigen Bildrate werden die Matches fast unspielbar. In Lagfreien Matches hat der Mehrspieler Modus aber durchaus etwas zu bieten und erweitert den Einzelspieler Modus sinnvoll.

Fazit

Sniper Elite 4 bietet dank der enorm großen Missionsgebiete jede Menge Spielfreiraum. Das Leveldesign ist gut durchdacht und lädt zum Erkunden ein. Optionale Ziele, Sammelobjekte und Herausforderungen verleihen der Kampagne einen extrem hohen Wiederspielwert. Der Mehrspieler Modus ist gut vertreten, bietet alles was ein Shooter heutzutage braucht, steht und fällt jedoch mit der Stabilität der Server und der Aktivität der Community. Sniper Elite 4 ist auf jeden Fall ein starker Ableger für Fans des Genres, auch wenn die große Innovation ausbleibt.
  • große Missionsgebiete
  • abwechslungsreiches Leveldesign
  • detaillierte Grafik
  • atmosphärische Soundkulisse
  • umfangreiche Kampagne
  • robuster Mehrspieler
  • X-Ray Kills
  • schwammige Bildrate
  • detailarme Charaktermodelle
  • flache Story
  • unausgewogene Soundabmischung
(Sascha Djodaki)
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geschrieben am 14.02.2017
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SOUND
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SPIELSPASS
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