Ultra Street Fighter IV

Ultra Street Fighter IV
Anzahl der Spieler
1-2 offline
2 online
Netzwerkfähig mit Trophäen ohne 3D ohne PlayStation Move
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Disc-Informationen
BD-25, Wendecover
Publisher:
Erscheinungsjahr:
Kategorie:
Sprachen:
Untertitel:
Menüsprache:
Altersfreigabe:
Ungeprüft
HD-Auflösung:
Tonformat(e):
Dolby 5.1
Anzahl-Spieler:
1-2, 2 online
Netzwerkfähig:
Ja
Trophäen:
Ja
Veröffentlichung:
08.08.2014
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PlayStation 3 Review
3D Grafik
 
8,0
Sound
 
7,0
Singleplayer
 
7,0
Multiplayer
 
8,0
Gesamt
 
7,5
geschrieben am 16.10.2014
Wie man einen Street Fighter Titel am Leben erhält, demonstrierte Capcom schon in den Neunzigern. Da wurden Begriffe wie “Super”, “Turbo”, “Hyper”, “Champion”, “X”, “New Challengers” und “Pinball” an den Markennamen angefügt, um die Weiterentwicklung für die Spieler deutlich erkennbar zu machen. Daran lässt sich zwar keine chronologische Reihenfolge ablesen, aber es geht hier wohl mehr um einen gut klingenden Namen für das Marketing, als um eine einfache Klassifikation für den Käufer. Trotz aller Bemühungen Capcoms geht der erste Platz der besten Benennung eines Kampfsport-Titels immer noch an die Tekken-Reihe mit ihrem Eintrag “Tekken Tag Tournament Two”. Da steigt der Puls bei jedem alliterationsaffinen Autor augenblicklich auffällig an. Doch zurück zum Thema: „Street Fighter IV“. Die Update-Politik, die bei den Vorgängern etabliert wurde, setzt Capcom auch hier fort. Nach dem initialen Release 2009 kamen in größeren Abständen „Super Street Figher IV“ (2010) und „Super Street Figher IV Arcade Edition“ (2011 mit einem weiteren Balance-Update ein Jahr später) auf den Markt und wurden den Besitzern der vorherigen Version als kostenpflichtiges Add-on angeboten, aber auch als Standalone Variante für Neueinsteiger veröffentlicht. Genauso verhält es sich auch beim aktuellen “Ultra”-Update. Diesmal liefert der Entwickler neben Anpassungen der Ausgeglichenheit der virtuellen Schlägereien auch neue Charaktere und Arenen, an denen noch nicht das Blut von zahlreichen vergangenen Opfern klebt. Der Fokus von Capcom liegt klar beim Multiplayer, sodass sich eine Erweiterung in Ultra nur gegen einen menschlichen Gegner wirklich in einen Vorteil verwandeln lässt. Die Rede ist vom verzögerten Aufstehen, wenn man einen Niederschlag erlitten hat. Hier ist es jetzt möglich, ein wenig zu taktieren und den Konkurrenten zu locken, um sich umfassend revanchieren zu können. Eine weitere taktische Änderung ist Ultra-Combo-Double. Diese erlaubt den Spielern, von Beginn des Matches an, beide Ultra-Combos des Charakters auszuwählen und im Kampf einzusetzen. Der Trade-Off ist jedoch ein reduzierter Schadenswert. Dem Fokus-System wurde eine weitere Möglichkeit geschaffen, sich gegen angreifende Gegner zu verteidigen und gleichzeitig einen Angriff vorzubereiten. Red Focus absorbiert so viele Treffer, wie der Spieler Lebensenergie hat, anschließend wird ein Red Focus Angriff durchgeführt, der nicht zu verachtende Schadenswerte aufweist.

Grafik

Beat ‘em Up-Spiele sind nicht unbedingt bekannt für komplexe und epische Open-World-Level mit dynamischer Beleuchtung, Tessalation und all dem, was das Herz des Polygon-Verliebten höher schlagen lassen würde. Capcom hat anscheinend viel Zeit in das Design der Arenen investiert. Letztere besitzen nur eine sehr beschränkte Größe und werden von der dritten Dimension gänzlich ignoriert, sodass eine Bewegung nur auf zwei Achsen möglich ist. Durch diesen fixen Blickwinkel konnte Capcom die Arenen durchgehend einzigartig und häufig auch mit Liebe zum Detail modellieren. Im Vordergrund stehen natürlich die Kämpfer. Jeder definiert sich nicht nur durch seine Fähigkeiten beim Austeilen von Schmerzen, sondern auch über eine sauber modellierte 3D-Figur und vor allem eine beeindruckende Visualisierung der verschiedenen Angriffe und Combo-Attacken. Jedes geglückte Timing und jede korrekte Tastenkombination bewirken unmittelbar die Ausschüttung von Endorphinen, weil die Konsequenzen für den Gegner so schön offensichtlich werden. Auch die Arenen sind gut designt und haben alle ihren eigenen Stil. Es fühlt sich nie so an, als würde man ein bereits bekanntes Areal mit anderem Farbmuster vor sich haben. Man sollte jedoch das Genre von Street Fighter bei der Bewertung nicht aus den Augen verlieren und ein Vergleich mit grafischen Schwergewichten wie The Last of Us, God of War 3 oder GTA V wäre alles andere als fair, da die Rahmenbedingungen völlig unterschiedlich sind. Des Weiteren macht Capcom auch nicht den Fehler, mit dem Ultra-Release auf die PlayStation 4 und Xbox One zu wechseln, da dort die optische Benchmark noch sehr viel höher liegen würde. Im Gesamtbild etwas störend sind jedoch die Cut-Szenen, die den Arcade Modus begleiten. Diese sind im typischen Anime-Stil gezeichnet und harmonieren deshalb nicht hundertprozentig mit der Modellierung der restlichen Spielwelt.

Sound

Capcom hat sich bei der Umsetzung der Soundeffekte und Musik auf das Wesentliche konzentriert. Die Kämpfe sind mit einer Hintergrundmusik unterlegt, die das Kampfgeschehen nicht stört und zu keiner Zeit fehl am Platz oder aufdringlich wirkt. Die Vertonung der Charaktere ist in Ordnung, aber es fehlt an Tiefgang, den sie verbal übermitteln müssten. Doch im Rahmen der Präsentation vor den Kämpfen und den Zwischensequenzen funktioniert das ausreichend gut. Der prominenteste Part gehört wohl dem Kommentator und Ansager. Schon auf dem Titel-Bildschirm schreit er einem den Titel entgegen, sodass klar ist: Wenn Start gedrückt wird, ist es vorbei mit Kindergarten. Verschiedene Ereignisse während des Kampfes werden ebenfalls kommentiert. Das ist zu Beginn noch sehr unterhaltsam, kann aber, wie bei den meisten Kommentatoren in Sportspielen, irgendwann repetitiv wirken. Aus diesem Grund war es eine gute Entscheidung, ihn nicht durchgehend plappern zu lassen.

Singleplayer

Beim Gameplay überzeugte bereits die Grundversion vor fünf Jahren und es hat sich auch mit dem Ultra-Update nichts daran geändert. Capcom ist beim Balancing auf die Wünsche der Fans eingegangen und hat an einigen Schrauben nachjustiert, es bleibt aber zu bezweifeln, dass der Einsteiger davon etwas merken würde. Das soll aber nicht heißen, dass Neulinge nicht gut behandelt werden oder ein schlechteres Spielerlebnis geboten kriegen. Das Gesamtpaket von „Street Fighter IV“ hat für jeden Erfahrungsgrad und Anspruch etwas Passendes im Köcher. Capcom hat einen Spagat geschafft, auf den einige Entwickler bestimmt neidisch sind. Auf der einen Seite ist „Street Fighter IV“ ein Spiel, das für Einsteiger zugänglich ist und ihnen sofort das Gefühl gibt, dass sie Kämpfe mit etwas Geschick für sich entscheiden können. Auf der anderen Seite gibt es eine beeindruckende Tiefe in der Spielmechanik, den Angriffen, der Verteidigung und Spezialfähigkeiten, wodurch Veteranen stets an ihrem perfekten Spiel feilen können, ohne sich unterfordert zu fühlen. Als Anfänger hat man genau genommen zwei Möglichkeiten, sich dem Spiel zu nähern. Entweder man versucht sich auf der einfachsten Schwierigkeit und hangelt sich langsam immer weiter nach oben, bis der Punkt kommt, wo der Computer immer die Oberhand behält, oder man beginnt mit gezieltem Training an einem Charakter. Letzteres ist natürlich nicht das, was man machen möchte, wenn man zum ersten Mal das Spiel startet. Letztendlich kommt man aber um ein paar Runden in der Turnhalle wohl nicht herum, um ein paar der stärkeren Angriffe meistern zu können und auch in Kämpfen zu bestehen, die knapper sind, als man es vielleicht gerne hätte. Neben dem Arcade-Modus steht dem Solo-Spieler auch noch der bekannte Versus-Mode zur Verfügung, wo er ein Match frei konfigurieren kann. Beide Kämpfer, die Arena, Handicap, Ultra-Combo und Schwierigkeitsgrad sind nur ein paar der vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten, mit denen man den Kampf erstellen kann, den man sich vorgestellt hat.

Multiplayer

Besonders auf der Mehrspieler-Seite ist es beeindruckend, wie viel Variation Capcom dem Spieler verkaufen kann, ohne wirklich etwas anderes zu bieten. Es geht grundsätzlich immer um das 1-gegen-1-Match, aber online kommen noch einige neue Aspekte hinzu. Neben dem Online-Training, wo man seine Skills gegen einen echten Partner verfeinern kann, gibt es Team-Events, bei denen im One-on-One herausgefunden wird, wer die fähigeren Freunde hat. Bei diesem Spielmodus wünscht man sich allerdings die Erweiterung um ein Tag-System, um schnell mit einem anderen Mitstreiter im Ring zu tauschen, wenn es brenzlig wird. So kämpft einfach einer nach dem anderen gegeneinander. Ein weiterer Modus ist das Endless Battle. Hierbei handelt es sich im Grunde um einen King-of-the-Hill-Ansatz. Der Gewinner eines Kampfes bleibt so lange im Ring, bis er besiegt wurde. Die Gegner reihen sich brav in einer Schlange ein und warten auf ihren Einsatz. Doch Capcom kann mit Street Fighter eine Spielweise bedienen, die leider bei vielen Spielen zu kurz kommt oder gar keine Beachtung mehr findet: Lokaler Multiplayer. Den klaren Nachteil, den dieser Spielmodus gegenüber seinem Online-Pendant hat, ist natürlich, dass mindestens einer das Haus verlassen muss. Dann jedoch kann es ein sehr lustiger Abend werden. Ein Sieg wird schließlich noch einmal süßer, wenn der sonst virtuelle Gegner direkt neben einem auf der Couch sitzt und man ihn kurz freundlich angrinsen kann. Es ist allerdings wie so oft im Leben und Überheblichkeit zahlt sich auch hier nur selten aus.

Fazit

Street Fighter bietet etwas für ein ganz bestimmtes Publikum. Es ist kein Vorbestell-Gigant wie GTA V oder Destiny. Aber Capcom hat dieses Publikum über die letzten Jahrzehnte kennengelernt und weiß, was sie von einem neuen Spiel der Reihe erwarten. Mit dem initialen Release von „Street Fighter IV“ haben die Entwickler vieles richtig gemacht. So konnten sie die alteingesessenen Profis überzeugen und den Neueinsteigern einen Weg in das Genre zeigen, ohne allzu viele Frustmomente auszulösen. Das Ultra-Update mag von einigen als Geldschneiderei für ein in die Jahre gekommenes Spiel betrachtet werden, aber es bringt nicht nur schnöden Content, den keiner so wirklich brauchte, sondern auch neue taktische Möglichkeiten und Anpassungen, die sich die Fans gewünscht hatten. Damit sichert sich Capcom auch das Wohlwollen der Spieler, die sie am dringendsten brauchen und sie lernen für eine mögliche Entwicklung von Street Fighter V. Der Weg als Neuling ist natürlich steinig und die ersten Erfolge gegen den Computer werden spätestens nach einem kurzen Ausflug in den Online-Multiplayer ins richtige Licht gerückt. Investiert man aber die Zeit und nutzt die Trainingsmöglichkeiten und die Combo-Sheets, um sich zu verbessern, kommt man irgendwann an den Punkt, wo ein Duell nicht nur ein wildes Button-Mashing ist, sondern Planung, Taktik und Geduld. Wann lädt sich der Balken für die Spezialangriffe auf? Wie kann ich kontern? Springen, einen Schritt zurück oder Blocken? Diese Fragen muss man sich laufend beantworten und es ist dann doppelt ärgerlich, wenn man die richtige Idee hatte, aber der Controller unserem Gedankengang nicht ganz sauber folgt. Street Fighter IV wird von Capcom nicht künstlich am Leben gehalten, es atmet noch mit tiefen Zügen und wird auch nach fünf Jahren von einer Vielzahl von Menschen weltweit gespielt. Wer jetzt interessiert ist, sollte bei Ultra Street Fighter IV zuschlagen, denn es ist das Beste dieser Serie.
  • passender, ansprechender Art-Style
  • Steuerung mit großem Tiefgang
  • gut gemachter Multiplayer-Modus
  • Cut-Szene im Anime-Look wirken deplatziert
  • Six-Axis Controller manchmal zu ungenau für kompliziertere Angriffe
(ses)

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1 Bewertung(en) mit ø 4,75 Punkten
Ultra Street Fighter IV PS3-Spiel
Grafik
 
4.0
Sound
 
5.0
Spielspass
 
5.0
Spieldauer
 
5.0

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