Mein Steelbrett

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17. Februar 2018

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Vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen ersten Steelbookkauf vor vielen Jahren… Seitdem hat sich einiges getan und die Braut ist nicht alleine geblieben: das ein oder andere Steelbook hat sich immer wieder zu mir verirrt, es mangelte aber stets an Präsentationsmöglichkeit.
Vor ein paar Wochen habe ich mich dann dazu entschlossen, die Steelbooks an die Wand zu bringen. Ich habe einige Steelbookwände, Regale und Halterungen durchgesehen, aber nichts gefunden was so aussah, wie ich es wollte. Die Steels sollten auf einem schwarzen Hintergrund sein, die Befestigung war für mich klar: Magnetisch! Man muss die Möglichkeiten ja auch nutzen.

Das führte zu einiger Rumprobiererei mit Magneten, Stoff, Filz, viel gegoogle. Hier kommt nun die finale Umsetzung.

Zutaten:
Ein Brett in der passenden Größe: Ein Steelbook hat die Maße 17,2 x 13,6 cm (habe ich etwa 20 mal nachgemessen, weil ich es dauernd vergessen habe zu notieren). Ich wollte zudem um jedes Steelbook einen Rand von 2,5cm und zusätzlich außen noch einen 2,5cm Abstand zur Brettkante. Damit ist ein Steelbook 5cm vom Rand entfernt und die Steelbooks auch untereinander 5cm voneinander entfernt. Ein Taschenrechner erzählt einem nun ganz flott, wie groß das Brett werden soll, wenn man sich entschieden hat wie viele Hüllen aufgehängt werden. Bei mir waren es zwei Reihen mit je sechs Steelbooks:
Schema

Magneten und Schrauben: Ohne Magneten läuft natürlich gar nichts. Ich habe mich, nach einigem rumprobieren, für maximal 3kg tragende Neodymmagneten entschieden, für jedes Steelbook zwei: ein Magnet oben, einer weiter unten. Mit einem einzigen befürchtete ich, dass die Steels hin und her schwingen könnten. Die Magneten haben eine Bohrung für Senkkopfschrauben, sind also explizit fürs festschrauben vorgesehen. Diese Magneten findet man in praktisch jedem Onlineshop für (Neodym-)Magneten.


Lautsprecherbespannstoff: Irgendwie muss das Brett schwarz werden und die Steelbooks schön weich liegen. Zuerst wollte ich Klebefilz verwenden, aber der wäre an den Ecken und Kanten des Bretts eher unspaßig zu verarbeiten. So entschied ich mich für Bespannstoff für Lautsprecher: Das Brett wird einfach mit dem schwarzen Stoff bespannt, diesen kann man auch sehr gut absaugen und an Kanten gut verarbeiten.

Schwarze Farbe: Der Stoff selber ist nicht ganz Blickdicht, das helle Brett muss also schwarz angepinselt werden, zumindest dort, wo keine Steels das Brett verdecken. Ich habe normale schwarze Acrylfarbe verwendet.

Ganz billig war der Spaß am Ende nicht, die Magneten kosten - trotz Mengenrabatt - dann doch zwei Zehner (ok, ich habe vorsichtshalber 50 Stück bestellt, das nächste Steelbrett kommt bestimmt), der Bespannstoff ist nicht ganz günstig. Aber was tut man nicht fürs Hobby!

Rezept:

Auf dem Brett markieren wo die Steelbooks hängen und entsprechend markieren wo die Magneten hinkommen. Ich habe die Magneten mittig, einmal 3cm vom oberen Rand und 3cm vom unteren Rand positioniert. Das Brett an den Kanten rund fräsen, sonst leidet der Stoff beim Bespannen und allgemein auf Dauer, dann mit einem ausreichend breiten Fräskopf die Vertiefungen für die Magneten fräsen. Mangels passenden Fräskopfes sind die Löcher bei mir viel zu groß, aber das ist vollkommen egal, da am Ende eh Stoff drüber ist. Beim fräsen beachten, dass die Magneten bündig mit der Kante sind oder leicht hervorstehen, sonst haben die Steels keinen Kontakt zum Magneten und rutschen oder halten gar nicht erst.alt text

Als nächstes wird das Brett mit dem größtmöglichen Pinsel schwarz angemalt. Um Farbe und Zeit zu sparen kann man die Flächen, die von den Steels verdeckt werden, unbemalt belassen - dort sieht man später ja ohnehin nichts vom Brett. Beachten sollte man aber, dass bis auf die Rückseite gemalt wird, gerade an den Kanten kann man sonst das Holz durch den Stoff sehen. Einen Kunstpreis will man aber nicht gewinnen, also muss man sich auch nicht zu viel Mühe geben.

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Dann die Magneten festschrauben, nicht mit vollem Kawumms ins Brett prügeln, im Gegenteil: Ich habe den Magneten etwas Spiel gelassen. Denn die springen ohnehin zum Schraubenkopf bzw. später: dem Steelbook, also lieber genug Platz lassen, dass das Steel nicht nur auf dem Brett aufsetzt, sondern auch Kontakt zu den Magneten haben kann. Wenn man flach genug gefräst hat, dass die Magneten überstehen, kann man diese natürlich auch komplett festschrauben. Magneten festschrauben ist sehr lustig, weil alles magnetisch ist, was man verwendet: Bohrmaschine, Schrauben, Tisch, sogar die schwarze Farbe. Die Magneten landen also schnell mal irgendwo anders.
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Dann kann das Bespannen losgehen! Ein zusätzliches Paar Hände von einem mehr oder weniger Freiwilligen sind äußerst hilfreich. Der Stoff kann volle Möhre gespannt werden, der hält einiges aus und sollte auf keinen Fall Falten oder Wellen haben! Dann schön mit reichlich Tackernadeln fixieren.
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Tadaaa! Das Ergebnis: Ein schwarzes Brett! Die Magneten und die nicht ausgemalten Bereiche schimmern tatsächlich durch. Anpinseln ist also wirklich ein Muss!

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Jetzt gibt es nur noch eins zu tun: Steelbooks drauf, das Brett hinstellen und sich freuen, dass nichts rutscht. (oder fluchen, den Stoff wieder abmachen und die Magneten etwas lockern, das blieb mir zum Glück erspart)
Bei mir bewegt sich in der Tat gar nichts, auch wenn man das Brett schüttelt.

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Achja, und einen schönen Platz zum aufhängen suchen. Ich bin mir noch immer unsicher ob an die Wand oder doch lieber die da hinten… Es hängt mittlerweile an dieser Wand dort. Deswegen hängt das Brett noch nicht, aber funktionieren tut's! Und das ist die Hauptsache.

So, ich hoffe ihr hattet Spaß beim lesen und vielleicht kann jemand ja auch den ein oder anderen Schritt aus meiner Anleitung für sein eigenes Steelbrett verwenden. Oder gar eine komplette Wand in gleicher Machart für eine Großsammlung bauen!


Euer biophemoc
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geschrieben am 21.02.2018 um 21:59
#10
Ich habe auch wegen der Magneten überlegt, immerhin finden sich in den Discs Metallschichten, allerdings kein Eisen oder anderes ferromagnetisches. Deswegen sollte das Magnetfeld da auch nichts dran rücken. Alles andere steckt ja im Kunststoff wie privatestyle schon schrieb.
@privatestyle: Sehr coole Steelwand! Also das ist auch wirklich mal eine Wand im Gegensatz zu meinem Brett. :D
geschrieben am 19.02.2018 um 20:16
#9
@NX-01: ja. Ist das gleiche Prinzip wie oben beschrieben (außer das ich die Magnete aufgeschraubt und nicht versenkt habe, da mir ein leichter optischer Abstand zum Untergrund besser gefällt). Da brauchst du keine Angst haben, da Blu Rays ein optisches und nicht magnetisches Medium sind.
geschrieben am 19.02.2018 um 14:44
#8
@privatestyle: Cool! Und das ist auch magnetisch?
geschrieben am 19.02.2018 um 08:14
#7
Oder siehe auch neue Fotos im Profil.
geschrieben am 19.02.2018 um 08:05
#6
Sehr schöne Anleitung. Gute Idee. Kann mich nur an das Prinzip anschließen. Habe ich vor ein paar Jahren schon einmal gebaut und im neuen Haus als reine Superheldenwand mit allen Marvels und DCs umgebaut.
geschrieben am 18.02.2018 um 18:00
#5
Sieht verdammt cool aus - Chapeau!

Auch die Bauanleitung ist recht detailliert und bestimmt eine gute Vorlage für den einen oder anderen zum Nachbauen.

Ich als Steelbook-Sammler denke schon seit Jahren (! Kein Scheiß!) darüber nach, wie und welche Steelbookwand ich bauen möchte. Die Variante "Magnetismus" hatte ich einige Zeit auch im Auge, aber dann stieß mir auf, daß ein Magnet sich nicht unbedingt gut mit einem physischen Medium wie einer Blu-Ray-Disc verträgt... und da habe ich es sicherheitshalber gelassen.

Da ich eine Menge zwischen 50 und 70 Steelbooks präsentieren möchte, ist das alles leider nicht ganz so einfach. Und deshalb ist meine Wand auch immer nur noch eine Wand...
geschrieben am 18.02.2018 um 13:24
#4
Danke für eure Kommentare! Ich selber bin auch kein großer Sammler von Steelbooks, ich kaufe diese nur, wenn diese maximal 2-3€ mehr als die eigentliche Blu-ray kosten und wenn das Steelbook wirklich schick aussieht. Einige habe ich dann aber auch gebraucht gekauft. Meine Steelsammlung ist kaum größer als das, was auf dem Brett zu sehen ist (zum Glück, die Teile sind schwer ordentlich zu lagern), Amarays sind da wesentlich praktischer!

Freut mich, dass es euch gefällt, ich habe das Brett jetzt auch aufgehängt, im Blog ist ein aktuelles und auch etwas helleres Bild. :-)
geschrieben am 18.02.2018 um 12:17
#3
Sehr geiler Blog. Durch das Bespannen mit dem Lautsprecherstoff wirkt das Ganze auch sehr edel. Ich persönlich würde es an die Wand hängen.

Ich konnte und kann den Kauf von Steelbooks nur bedingt nachvollziehen, da es für mich den Film nicht besser macht. Einige habe ich zwar auch in meiner Reihe, aber es werden wohl nicht viel mehr hinzu kommen.

An die Mods: Kann man den Blog oben anpinnen. Ist ja schon keine schlechte Bastelanleitung ,)
geschrieben am 18.02.2018 um 11:11
#2
Das sieht echt verdammt cool aus! Eine tolle Idee.
Ich gehöre zwar auch nicht zu den großen Steelbooksammlern, aber hier sieht man mal wieder wie schön man seine Sammlerstücke toll präsentieren kann.
geschrieben am 18.02.2018 um 10:12
#1
Das ist eine coole Idee, so etwas kann ich mir gut für meinen Kinovorraum vorstellen. Da muss ich einmal drüber nachdenken. Ich jetzt zwar kein spezieller Steelbookdammler, jedoch könnte man die Steels so schon schön vorher präsentieren.
Danke für die Idee.

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von MoeMents 
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