IHS Markit prognostiziert für Westeuropa bis 2020 deutliche Dominanz von SVoD im Videomarkt

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18.05.2017 IHS Markit prognostiziert eine rosige Zukunft für den westeuropäischen Videomarkt. Den Marktforschern zufolge werden die Ausgaben für Home-Entertainment-Inhalte, zu denen neben den physischen Medien wie Blu-ray und DVD auch Electronic Sellthrough (EST), TVoD und SVoD gehören, in Westeuropa bis 2020 im Durchschnitt um 3,5% ansteigen und 2020 schließlich ein Gesamtvolumen von 8,7 Milliarden Euro erreichen. Dies geht aus einer aktuell von IHS Markit veröffentlichten Prognose auf Basis der aktuelle Entwicklung und der Entwicklung seit 2010 hervor. Unterm Strich geht es also auch in den Folgejahren weiter bergauf für den Videomarkt in Westeuropa, doch bei genauerer Betrachtung prognostiziert IHS nicht jedem Segment einen Zuwachs. Die großen Gewinner sehen die Marktforscher von IHS schon in den kommenden Jahren ganz deutlich im digitalen Bereich, wobei die Abo-Modelle wie Amazon Prime Video und Netflix am deutlichsten zulegen werden. Im Bereich von SVoD rechnet man bis 2020 von einer Steigerung um 78% auf einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro. Ebenfalls mit einem Zuwachs, wenn auch deutlich geringer, rechnet man bei den Online-Käufen (EST) und im Bereich von TVoD, die zusammen um 23% auf 1,2 Milliarden Euro ansteigen werden. Den physischen Videomarkt sieht man hingegen schon jetzt als großen Verlierer, der 2020 zwar immer noch auf einen Gesamtumsatz von 1,96 Milliarden Euro kommen, aber bis dahin schon 47% seines ursprünglichen Umsatzvolumens verloren haben wird. (pf)
18.05.2017 - Kategorie: Allgemein
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Kommentare

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geschrieben am 19.05.2017 um 07:32
#12
Eigentlich was gutes was hier vorrausgesagt wird, aber es muss ja nicht so eintreffen. Ist ja auch irgendwie abzusehen, das es so kommen wird.

Ich hoffe das sich der Markt der physischen Datenträger und der Streaming Markt sich gut ergänzen werden.
Bis 2020 ist es nicht mehr lange. Es gibt da so viele Punkte die sich noch generell ändern müssten, nur bezweifle ich das z.B. Ausbau der digitalen Infrastruktur, solange noch diskutiert wird wie man die digitale Infrastruktur in Deutschland verbessern kann, wird sich nicht viel tun. Die unmengen müssen ja auch irgendwie gespeichert werden. Wo speichert man alle diese Dinge. Da werden weitere Diskussion aufkommen.
Wenn es mal soweit ist, dann wird es ganz schnell gehen und es überrascht/überrennt uns sehr.
Das Thema ist viel zu groß, da hängen so viele Punkte dran, das kann man noch nicht absehen wie es sich entwickelt.

Noch hat Streaming bei mir keinen großen Stellenwert, nutze es hin und wieder. Es rangiert fest auf seinem Platz 2.
geschrieben am 19.05.2017 um 06:30
#11
Ich denke, die haben nicht ganz unrecht. Dem "streamen", auch wenn ich dem bisher noch nicht so viel abgewinnen konnte, gehört sicher die Zukunft, ob wir es hier wahr haben wollen oder nicht. Kann mir schon vorstellen, dass die großen Studios irgenwann keine Lust mehr haben die Filme auf einen Träger wie DVD oder BD zu pressen, da es sicherlich billiger ist, die Filme bei einem Anbieter ins Netz zu stellen.
geschrieben am 19.05.2017 um 06:24
#10
Ich streame keine Filme ich erwerbe sie lieber.
Halte nicht so viel von Prognosen.
Lasse mich einfach mal überraschen.
geschrieben am 19.05.2017 um 05:48
#9
Der Streaming Markt interessiert mich weiterhin nicht. Einem Trend bin ich noch nie hinterhergelaufen und dieser digitale (Scheiß)-Wandel der immer mehr umsich greift weckt in keinster Weise irgend ein Verlangen mich mit dieser Materie auseinander zusetzten.

Filme will und werd ich weiterhin als RICHTIGES, ECHTES Produkt im Regal haben genauso wie CD´s und LP´s! Das sammeln ist dabei genauso wichtig und macht einfach Spass!
geschrieben am 19.05.2017 um 01:13
#8
Ich schätze Streaming-Portale wie Amazon Prime Video, Netflix sehr, Portale wie Maxdome, Videobuster und andere wurden auch ausgiebig getestet. Ich bin immer noch der Meinung, dass die Streaming-Anbieter durchaus gewissen Ansprüchen gerecht werden.
Ich persönlich schätze insbesondere "hauseigene" Serien-Formate der Anbieter wie beispielsweise "Bosch" (Amazon) oder Netflix-exklusive Serien (und verstärkt auch Netflix-eigene Filme bzw. bald Netflix-Kinofilme), die qualitativ zumeist sehr gut sind. Ich halte auch HBO's hauseigene Pay TV-Serienformate ("Westworld", "Game of Thrones", etc.) weiterhin für exzellent, auch wenn die Streaming-Konkurrenz klassischen TV-Networks aber auch HBO kräftig ins Gesicht pustet. In diesem Klima von -wie ich sie nenne- HighQuality-Serienformaten können deutsche TV-Serienformate garnicht mehr mitspielen und versuchen es auch erst garnicht mehr (Ausnahmen wie "You are Wanted" sind nicht die Regel und gefielen mir auch nicht).

Aber bei Filmen möchte ich diese zumeist nicht nur gerne besitzen, sondern auch in Haptik, Verpackung und physisch zumeist ausgestellt/präsentiert geniessen. Ich sammle auch digital Filme (UltraViolet-Bibliothek über Flixster), aber der Großteil wird als Blu-ray gekauft/genossen bzw. auch hier und da als UHD BD. Ich glaube einfach, auch in Hinblick auf die Zukunft, an eine Rückkehr physischer Medien wie bei der Vinyl - nur anders.
Auch würde ich Bonusmaterial und Sonderverpackungen schmerzlich bei Streaming vermissen. Ich glaube, es muss bei einem immer stärker werdenen Streaming-Markt auch darüber gesprochen werden, welche Konsequenzen diese Entwicklung in filmhistorischer Hinsicht für Bonusmaterial haben wird.
Filme sind für mich ein wichtiges Kulturgut, dass ich nicht wie eine Dose Eistee konsumieren möchte.
geschrieben am 18.05.2017 um 18:57
#7
Ob der Streaming-Markt die Verluste bei den physischen Medien wirklich wettmacht, da habe ich noch so meine Zweifel.
Klar ist aber auch: je besser die Internet-Infrastruktur wird, desto weniger bedarf es prinzipiell des physischen Mediums zur Speicherung großer Datenmengen. Da spielen dann eher Verpackung, Haptik und die Offline-Verfügbarkeit noch eine Rolle.
geschrieben am 18.05.2017 um 18:20
#6
Prognosen sind meistens mit Vorsicht zu genießen!
Dennoch, was den physischen Markt betrifft, sind das trübe Aussichten die man so oder so schon weiß. :-(
geschrieben am 18.05.2017 um 17:59
#5
Naja, dass es keine Spekulationen mehr sind, weiß wohl inzwischen jeder der eins und eins addieren kann. Der Aufstieg von Netflix und Co bestätigt sich ja schon seit Jahren. In den Staaten sind wir ja schon bei >50% Marktanteil des Digitalbereichs.
Das Konzept von Netflix überzeugt. Wenn es bei uns jetzt noch Sonderangebote wie Anime Strike oder Heera von Amazon.com geben würde, dann wäre eigentlich alles perfekt.

Es kommt wie es kommt, aber sterben muss keiner. Es wird eventuell weniger Blus geben, und der Preis werden bei dramatischen Verkaufszahlenrückgang vielleicht steigen, aber sonst ändert sich wohl erst mal wenig.
geschrieben am 18.05.2017 um 17:03
#4
Da ich immernoch zu den Jägerinnen und Sammlerinnen gehöre, ist streaming weiterhin ein NO GO.
geschrieben am 18.05.2017 um 16:56
#3
Streaming benutze ich fast gar nicht, nur hin und wieder mal bei AMAZON PRIME. Ich würde aber für online Filme keine 8,7,6,5,4,3,2 Euro zahlen um die gucken zu können. Die Scheiben werde noch lange nicht aussterben.
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