Monsieur Chocolat Blu-ray

Original Filmtitel: Chocolat (2016)

Monsieur-Chocolat-DE.jpg
Disc-Informationen
deutsche Kinofassung, Uncut, HD Sound (deutsch), Extras in HD (komplett), Extras in HD (teilweise), Wendecover (ggf. nicht in allen Auflagen enthalten)
Herausgeber:
Vertrieb:
Schauspieler:
Regisseur:
Produktion:
Kategorie:
Verpackung:
Altersfreigabe:
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 5.1
Französisch DTS-HD MA 5.1
Untertitel:
Deutsch
Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
1920x1080p (2.40:1)
Video-Codec:
Spieldauer:
120 Minuten
Veröffentlichung:
07.10.2016
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Blu-ray Bewertungen

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plo
bewertet am 17.10.2019 um 07:53
#4
Irgendwo in Frankreich, Ende des 19. Jahrhunderts: der ehemalige Sklave Rafael Padilla arbeitet bei einem kleinen Zirkus und mimt den Kannibalen, der die Besucher mit seinem archaischen Auftreten ordentlich ängstigt. Dabei wird der Clown Footit auf Padilla aufmerksam. Footit, früher sehr erfolgreich; mittlerweile jedoch nicht mehr ist auf der Suche nach neuen Ideen und überredet Rafael dazu, zusammen mit ihm das erste schwarz-weiße Clownspaar zu bilden. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten stellt sich der Erfolg ein, und ihr Ruf führt die beiden irgendwann nach Paris. Doch nicht nur Rafaels allgemein ausschweifender Lebenswandel, sondern besonders seine Spielsucht und der überall durchaus nicht immer nur subtil und versteckt an den Tag tretende Rassismus trübt die Karriere der beiden…

„Footit & Chocolat“ sind wohl reale Figuren, die seinerzeit am Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis etwa zum Beginn des 1. Weltkrieges mit ihrer Darstellung das Zirkuswesen und hier natürlich die Clownerie revolutionierten.
Roschdy Zem kannte ich bislang eigentlich nur als Schauspieler (hat in dem durchaus ansehnlichen Thriller „Point Blank“ mitgespielt); der Franzose hat mit „Monsieur Chocolat“ als Regisseur ein toll ausgestattetes Drama hingelegt, das mit tollen Kostümen und Kulissen aufwartet und in vielen Einstellungen vor allem farblich abgestimmt perfekt durchkomponiert ist. Die Optik ist aber bei einem Film nicht alles, und so muss man schon Fan von Biopics und Dramen haben, um sich bei diesem Biopic und Drama nicht zu langweilen.
Gleichwohl Omar Sy und James Thierée ihren beiden Figuren etwas Melancholisches und Gequältes einhauchen, kommt selten so etwas wie wirkliche Dramatik und schon gar nicht Spannung auf. Omar Sy lässt sein Leiden ob des alltäglichen, unterschwelligen Rassismus allzu subtil aufblitzen, und trotz der Tatsache, dass sich dieser Rassismus prinzipiell in der Manege und auf der Bühne in seiner Rolle als dummer und stets verprügelter August fortsetzt, genießt er Aufmerksamkeit und Ruhm. James Thierée hingegen zeigt in seinem Charakter, dass er trotz der Tatsache, dass er Entwickler und Ideengeber des Duos ist, den Erfolg Rafael zu verdanken hat.
Wie schon angemerkt atmet „Monsieur Chocolat“ ein tolles 1900-er Jahre-Flair, verfügt über tolle Kulissen und schöne Kostüme, konnte mich aber durch die Handlung und die Vorstellungen nicht wirklich abholen. Das rührt vor allem daher, dass sich die Auffassung von Humor in den letzten 110 Jahren sehr deutlich verändert hat.

Das Bild ist grandios und zählt zum Besten, was ich in der letzten Zeit genießen durfte. Die Schärfe ist zu jeder Zeit außerordentlich hoch und dennoch nicht künstlich überschärft. Kontrast, Schwarzwert: ebenfalls top. Besonders ins Auge sticht die außergewöhnliche Plastizität.

Der deutsche Track liegt in DTS HD MA 5.1 vor. So richtig aus dem Quark kommt der Track nur bei einigen Zirkus-Szenen (beileibe nicht bei allen). Dann gibt es Surroundgeräusche und relative Dynamik satt, während der Bass immer ein wenig zurückhaltend bleibt.

Extras: nicht angesehen. Die Scheibe hat ein Wendecover.

Mein persönliches Fazit: so wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, macht auch der sympathische und charismatische Omar Sy noch lange keinen guten Film. So wie schon bei „Docteur Knock“ scheint Omar Sy ein wenig dem Rollenbild des charmanten Hallodris und Filous entrinnen zu wollen, in das er gerne gepresst wird. Das gelingt allerdings nicht so recht. Nur unterschwellig ist der Rassismus zu spüren, Dramatik will sich nicht so recht einstellen und so werden nur wenige Emotionen beim Zuschauer erzeugt. „Monsieur Chocolat“ ist definitiv eher was für Arthouse-Fans.
Story mit 3
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
gefällt mir
0
bewertet am 19.11.2017 um 11:18
#3
Die Geschichte um den Aufstieg und Fall des ersten schwarzen Clowns in Frankreich wurde glaubhaft und mitreißend dargestellt. Ich denke, dass man von Omar Sy noch sehr viel hören und sehen wird. Gute Bild- und Tonqualität. Die Extras sind ausreichend und gut gemacht.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 4
Player:
Panasonic DMP-BDT221
Darstellung:
Sonstiges Panasonic TX-58DXT 786
gefällt mir
0
bewertet am 07.04.2017 um 09:28
#2
Kann mich den Worten von vaeliks nur anschliessen. Toller und emotionaler Film über den Aufstieg und Fall des ersten schwarzen Clowns in Frankreich. Der Wechsel zwischen lustigen, traurigen und beschämenden Szenen ist hier wirklich gelungen und die Darsteller machen ihre Sache durchs Band sehr gut.

Das Bild zeigt tolle Schärfewerte. Auch die Farben passen perfekt zum Look des Films. Der Ton ist in Ordnung, genrebedingt ist hier nicht das grosse Feuerwerk zu erwarten.
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 2
Player:
Panasonic DMP-BDT500
Darstellung:
Samsung LE-52A859S (LCD 52")
gefällt mir
0
bewertet am 05.04.2017 um 12:24
#1
Schwarzenhass, Rassismus, Schokokuss, Neger, Negerkuss, Bimbo, Lakai...
Wir leben in einer Zeit, in der diese Begriffe eigentlich längst der Vergangenheit angehören sollten. Ebenso könnte man meinen, die Zeiten des Judenhasses und Antisemitismus wären vorbei. Ganz falsch ist das nicht. Nur komplett verschwunden ist weder der Rassismus gegenüber den "Schwarzen", mittlerweile auch gegen Ausländer, und auch der Antisemitismus nicht. Sie alle sind noch immer allgegenwärtig. In Amerika ist der Schwarzenhass und der Rassismus noch immer ein sehr aktuelles Thema...

Um eben jenen Rassismus geht es auch in "Monsieur Chocolat", der die Geschichte eines farbigen Mannes, mit dem richtigen Namen Rafael Padilla erzählt, der zu den ersten und erfolgreichsten Clowns des vergangenen Jahrhunderts geworden ist. Entdeckt wird er dabei von einem weißen Clown, der ihn aus einem kleinen Wanderzirkus "rettet", wo er für Unterhaltung sorgt, indem er affenähnliche Geräusche macht. Schon hier zielt der Film mit Witz und Derbheit auf die Aussage und Intention des Films ab. Roschdy Zem nutzt die wahre Geschichte, erzielt einige der besten und wunderschönsten Bilder dabei, und zeichnet das Schicksal des Charakters von Anfang an. Man lacht zwar mit ihm, aber wenn man ihn als Urwaldwesen und Minderwertigen wahrnimmt und die Menschen im Zirkus lachen, dann läuft es mir kalt den Rücken runter und ich möchte mich schämen, denn lustig ist das ganz bestimmt nicht.

Der Film erzählt die Geschichte von Aufstieg, Hochmut und Fall des "Monsieur Chocolat", der mit seiner Nummer als Clown, der nicht nur bildlich gesprochen verprügelt und zur finanziell sehr erfolgreichen Witzfigur wird, versucht sein wahres Ich den Menschen zu offenbaren. Und zwar, dass er nicht nur ein "Schwarzer" ist, der in dieser Zeit eben als Bimbo, Lakai und einfach etwas minderwertiges angesehen wurde, sondern ein Mensch. Ein Mensch, der leben möchte wie die Weißen. Ein Mensch, der wahrgenommen und ernstgenommen werden möchte. Seiner Suche nach seiner eigenen Identität, seiner Anonymität und seiner Verwirklichung. Omar Sy spielt dabei die beste, überzeugendste und tiefgreifendste Rolle, die er je bekam. Er ist in diesem Film ein kleines Wunder und verkörpert die Figur mit unglaublichem Charme, Witz, Tiefgründigkeit und Menschlichkeit.

Wo der Film hingeht, das offenbart er in einigen schmerzhaften Szenen, mit denen man niemals rechnen würde. In einer Szene wird er eingesperrt, weil er keine Papiere hat. Die Wärter möchten ihm mit einem Besen die "schwarze" Farbe von seinem Körper kratzen. Diese Szene wird berechtigt nicht zu sehr ausgeschlachtet, bleibt dafür aber noch nach Tagen im Kopf.
Im späteren Verlauf werden ihm sogar Finger abgehackt, weil er im Hochmut und Ruhm der Stunde den Hang zum Spielen verfallen ist. Und Hochmut ist eben die Eigenschaft, nicht mehr zu erkennen, wann man aufhören sollte.

"Monsieur Chocolat", einer der ersten und erfolgreichsten "Schwarzen Clowns", der trotz seines Erfolgs niemals von der Pariser Gesellschaft akzeptiert wurde und sein Leben lang dazu verflucht wurde, der oberflächliche, dumme "Schwarze" zu bleiben. Etwas anderes war ihm nicht gegönnt. Der kritische Subtext, den dieser Film innehat ist dabei weitaus überragender und packender, als das eigentliche Biopic. Das Leben des "Chocolat" ist ein Sinnbild für eine Nation, die immerzu mit Freiheit und Gleichheit prahlt, damals wie heute!

Bild ist hervorragend, die deutsche Tonspur im HD-Format wird genrebedingt nicht ausgereizt, und die Extras könnten gerade zu diesem Thema etwas tiefgründiger sein...
Story mit 5
Bildqualität mit 5
Tonqualität mit 4
Extras mit 3
Player:
Philips BDP7750
Darstellung:
Sonstiges
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4 Bewertung(en) mit ø 4,13 Punkten
 
STORY
4.5
 
BILDQUALITäT
5.0
 
TONQUALITäT
4.0
 
EXTRAS
3.0

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